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Auf den Spuren der Römer – Eine Exkursion zur Saalburg mit Prof. Dr. Thomas Paulsen

Gemeinsam mit unserer Lehrerin Frau Kraft unternahm unser Latein-Leistungskurs am 09.06.2026 eine Exkursion zur Saalburg. Früh am Morgen machten wir uns mit der Bahn auf den Weg. Nach der Zugfahrt stand noch ein etwa 40-minütiger Fußweg zur Saalburg bevor, der durch die schöne Landschaft des Taunus führte. Auch wenn der Anstieg stellenweise etwas anstrengend war, freuten wir uns darauf, unser Ziel zu erreichen.

Die Saalburg ist ein rekonstruiertes römisches Kastell am UNESCO-Welterbe Limes und vermittelt einen eindrucksvollen Eindruck davon, wie ein römisches Militärlager vor fast 2.000 Jahren ausgesehen haben könnte. Schon beim Betreten des Geländes fallen die hohen Mauern, die Wachtürme und das große Tor auf. Die Anlage wirkt wie eine kleine Zeitreise in die Antike und lässt die römische Vergangenheit lebendig werden.

Besonders interessant war die Führung von Prof. Dr. Thomas Paulsen, dem ehemaligen Professor der Goethe-Universität für Klassische Philologie mit den Schwerpunkten Altgriechisch und Latein. Er erklärte uns nicht nur die Geschichte der Saalburg, sondern erzählte auch viel über das Leben der römischen Soldaten, ihre Aufgaben am Limes und den Alltag in einem Kastell. Durch sein umfangreiches Wissen konnte er viele spannende Hintergründe vermitteln und unsere Fragen ausführlich beantworten. Die Führung war dadurch sehr informativ und bot zahlreiche interessante Einblicke in die Welt der Römer.

Während unseres Rundgangs konnten wir verschiedene Bereiche der Anlage besichtigen. Dazu gehörten unter anderem die Unterkünfte der Soldaten, das Hauptgebäude des Kastells sowie die Ausstellungen mit zahlreichen archäologischen Funden. Besonders beeindruckend war, wie detailliert viele Bereiche rekonstruiert wurden. Dadurch konnte man sich gut vorstellen, wie das Leben in einem römischen Kastell damals ausgesehen haben könnte.

Ein besonderes Highlight unseres Besuchs war der berühmte bronzene Pferdekopf, der heute in der Saalburg ausgestellt ist. Das außergewöhnliche Fundstück gehörte ursprünglich zu einer vergoldeten Reiterstatue aus der Römerzeit und wurde bei Ausgrabungen in Waldgirmes entdeckt. Dort befand sich einst eine römische Siedlung, die nicht als Militärlager, sondern als zivile Stadt geplant war. Nach dem Rückzug der Römer wurde die Statue zerstört und der Pferdekopf in einem Brunnen vergraben, wo er fast 2.000 Jahre lang verborgen blieb. Besonders beeindruckend waren nicht nur die Größe und die kunstvolle Gestaltung des Fundstücks, sondern auch die spannende Geschichte hinter seiner Entdeckung. Der Pferdekopf verdeutlicht eindrucksvoll, welchen Einfluss das Römische Reich auch in den Gebieten des heutigen Deutschlands hatte.

Nach der Führung hatten wir noch Zeit, das Gelände selbstständig zu erkunden. Dabei konnten wir die Ausstellungen genauer ansehen, Fotos machen und die besondere Atmosphäre der Anlage auf uns wirken lassen. Zwischen den historischen Gebäuden und den umgebenden Wäldern entstand eine ruhige und zugleich eindrucksvolle Stimmung, die den Besuch zu einem besonderen Erlebnis machte. Es war interessant, die Orte, über die wir sonst meist nur im Unterricht sprechen, einmal direkt vor Augen zu haben.

Insgesamt war die Exkursion zur Saalburg für unseren Kurs eine sehr interessante und lehrreiche Erfahrung. Sie ermöglichte es uns, die Inhalte des Lateinunterrichts außerhalb des Klassenzimmers zu erleben und einen anschaulichen Eindruck von der Welt des antiken Rom zu gewinnen. Der Ausflug zeigte uns, dass Geschichte nicht nur in Büchern stattfindet, sondern an Orten wie der Saalburg auf spannende Weise erlebbar wird.

Herzlichen Dank noch einmal an Prof. Dr. Thomas Paulsen!

Text: Anna Dvorak (Q2)

Das Gagern besucht den DFB-Campus – und den Bundestrainer

Bereits im 2. Jahr verbindet den FFC Olympia 07 und das Heinrich-von-Gagern Gymnasium eine DFB-Kooperation im Rahmen der Fußball-AG. Die AG wird primär von Kindern der Jahrgänge 2013 bis 2015 (also 5.-7. Klasse) besucht, und diese Jahrgänge bildeten auch die beiden Schulmannschaften, die bei den diesjährigen Stadtentscheiden durchaus respektable Ergebnisse erzielten, darunter ein 4. Platz, als man im Halbfinale gegen den späteren Stadtmeister denkbar knapp unterlag.

Am 21.05. stand nun ein ganz besonderes Highlight für die Kickerinnen und Kicker vom Gagern an, darunter auch solche, die im Verein bereits bei Olympia spielen. Die Fußball-AG wurde zusammen mit zwei anderen AGs aus ganz Deutschland ausgewählt, um den DFB-Campus in Frankfurt zu besuchen.

Dort wartete eine sehr interessante Führung durch das Gebäude auf die 18 Kinder und 3 begleitenden Lehrer.Noch bevor es losging liefen uns bereits Rudi Völler und der Bundestrainer Julian Nagelsmann über den Weg. Auf dem weiteren Rundgang konnten wir Hannes Wolf (Sportdirektor für Nachwuchs, Training und Entwicklung sowie U-20 Nationaltrainer) begrüßen, aber auch Christian Wück, den Bundestrainer der Frauennationalmannschaft, sowie seine Co-Trainerin Maren Meinert.

Zu sehen gab es u.a. den Pressekonferenzraum, das Tech-Lab, die einzige Sporthalle mit einem Großfeld in Deutschland sowie den „Boulevard“ mit Trikots, Trophäen und weiteren Ausstellungsstücken.

Nachdem man sich stilsicher mit Currywurst, Ofenkartoffeln und Cola gestärkt hatte (der Gagern-Rekord lag an diesem Tag wohl bei 6…)…

…wartete der eigentliche Höhepunkt: Die Pressekonferenz mit Julian Nagelsmann, der sein Aufgebot, unterstützt durch ein eindrucksvoll gestaltetes Video, für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko bekannt gab.

Eingekleidet in den neuen DFB-Trikots, die alle als Geschenk erhielten, ging es auf die Tribüne, um den Fragen der Pressevertreter sowie den Antworten des Bundestrainers zu lauschen. Nach ziemlich genau 1 Stunde war die Pressekonferenz für Herrn Nagelsmann geschafft, allerdings war er noch nicht entlassen, bis alle Kinder und natürlich auch die Lehrerinnen und Lehrer ihr Autogramm bekommen hatten. Zum Abschluss wurden dann noch Fotos in verschiedensten Konstellationen geschossen, eines davon, so wurde gemunkelt, zeigt den Bundestrainer mit seinem neuen Trainer-Staff, bestehend aus Herrn Spengler, Herrn Goebel und Herrn Döll.


Für alle anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ob groß oder klein, war der Tag ein ganz spezielles, einmaliges Erlebnis, das sicherlich noch lange in den Köpfen hängen bleiben wird. Wir sind jetzt auf alle Fälle im WM-Fieber und drücken dem DFB-Team die Daumen!

Foto: Yuliia Perekopaiko/DFB

Text: Christoph Döll/HvGG

AKUT

Noch „bis zum 13. Februar 2026 zeigt die Ausstellung AKUT im Haus am Dom in Frankfurt eindringliche fotografische Positionen, die die Dringlichkeit des Moments einfangen. Siebzehn Mitglieder der FREELENS Regionalgruppe Rhein-Main – Fotografinnen und Fotografen aus der Region – präsentieren Arbeiten, die Frankfurt Rhein-Main fotografisch beleuchten, reflektieren und hinterfragen. […] In einer Zeit zunehmender Geschwindigkeit und gesellschaftlicher Herausforderungen macht AKUT die Dringlichkeit des Moments sichtbar“ – so steht es auf der Webseite des Haus‘ am Dom zu lesen.

Durch die Ausstellung führen die beteiligten Fotografinnen und Fotografen, wie z. B. Bernd Hartung, der auch unseren Grundkurs Kunst Q2 am vergangenen Donnerstag begleitet hat. Sehr zugewandt, informativ und anregend brachte er uns die fotografischen Projekte näher. Diese reichen von experimentellen Naturfotografien, über sensible Objektstudien bis hin zur aktuellen Portraitfotografie.

Auch Bernd Hartung ist ein leidenschaftlicher Portraitfotograf, dessen Serie „Was gerade wichtig ist“ ihn u. a. an das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium führte. Seine Aufnahmen von Jugendlichen unserer Schule haben uns besonders berührt, zeigen sie doch stille, starke Momente und sehr persönliche Aufnahmen, die die Zeit für eine kurze Weile anhalten. Man fragt sich unwillkürlich selbst, was gerade eigentlich wichtig ist.

Text und Fotos: L. Flacke

Beitragsfoto: A. Strickmann

100 Jahre Neues Frankfurt

2025 markierte ein besonderes Jahr für Frankfurt: Das visionäre Wohn- und Stadtentwicklungsprogramm „Neues Frankfurt“ feierte sein 100‑jähriges Jubiläum. Was in den 1920er‑Jahren als sozialpolitische und architektonische Reformbewegung begann, gilt heute als eines der einflussreichsten Projekte des modernen Städtebaus in Europa.

Unter der Leitung von Ernst May entstand ab 1925 ein umfassendes Wohnungsbau-Konzept. Das Neue Frankfurt kombinierte moderne Architektur, funktionale Grundrisse, soziale Infrastruktur und eine klare ästhetische Haltung. Die berühmte Frankfurter Küche von Margarete Schütte‑Lihotzky, die als Vorläuferin der Einbauküche gilt, ist nur eines der vielen Beispiele für diesen Innovationsgeist. 

Hundert Jahre später zeigt sich, wie nachhaltig die Ideen des Neuen Frankfurt waren. Auch wir, der Grundkurs Kunst Q3 von Frau Flacke, waren überrascht, wie modern und zeitgemäß die Entwürfe heute noch wirken. Bei unserer Führung durch die Ausstellung „Yes we care“ im MAK konnten wir unser Wissen zur Architektur der Klassischen Moderne sinnvoll anwenden und deutlich erweitern. Nach dem Besuch der Ausstellung bleibt die Frage, wie die damaligen Prinzipien – bezahlbarer Wohnraum, funktionales Design, städtebauliche Qualität – heute gelöst werden könnten. 

Wir sind gespannt, wer von uns in einem Jahr noch bei seinen Eltern wohnen muss und wie viele von uns tatsächlich zum Studiumsbeginn ein bezahlbares WG-Zimmer ergattert haben werden …

Fußball-AG besucht Deutsches Fußballmuseum

Einen etwas weiter entfernten außerschulischen Lernort besuchte die Fußball-AG des HvGG am 21.10.2025 kurz nach den Herbstferien.

Bereits um 7.35 Uhr traf sich die zwanzigköpfige Truppe, die von Frau Bieneck und Herrn Döll begleitet wurde, am Frankfurter Hauptbahnhof, um nach Dortmund zu reisen. Frei nach der aktuell angelaufenen Serie „Boah Bahn“ lassen sich An- und Abreise an diesem Tag am besten beschreiben.

Auf dem Hinweg ging aufgrund von Verspätung „eine Halbzeit plus Nachspielzeit“ verloren, auf dem Rückweg fiel dann der Zug gänzlich aus, es konnte aber eine gute Alternative gefunden werden. Der guten Stimmung an diesem Tag tat dies aber keinen Abbruch.

Einmal in Dortmund im Deutschen Fußballmuseum (direkt gegenüber vom Hauptbahnhof) angekommen zeigten sich durchweg alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowohl interessiert als auch bestens informiert.

Die rund 90minütige Führung bot zunächst eine Reise durch die Geschichte der Deutschen Nationalmannschaften, wobei vom 1. WM-Triumph 1954 über die Titelgewinne 1974 und 1990 bis zum 4. Stern 2014 eine Menge Devotionalien bestaunt sowie Annekdoten zu den Mannschaften in Verbindung zur deutschen Geschichte geboten wurden.

Ebenso beeindruckend waren die Entwicklung und die Titelstory der Deutschen Frauennationalmannschaft, die sich seit 1970 rasant in die Weltspitze spielte.

Zum Abschluss wurden dann bei einem Rundgang durch die Schatzkammer diverse Trophäen der DFB-Elf bestaunt und es gab Einiges zu verschiedenen deutschen Clubmannschaften zu erfahren, so dass alle die eine oder andere neue Info zum Lieblingsverein mit nach Hause nehmen konnten.

Bevor gegen Nachmittag wieder die Heimreise angetreten wurde blieb noch ausreichend Zeit, um auf dem „Soccer Court“ selbst den Ball noch etwas laufen zu lassen.

Insgesamt ein sehr schöner Ausflug mit einer AG-Gruppe, die sich bunt aus drei Jahrgangsstufen mischte, dafür aber durchaus homogen auftrat.

(C. Döll)

Amrumfahrt des Großen Orchesters 2025

Wir sind für fünf Tage (Do, 28.08 – Mo, 01.09.2025) nach Amrum auf Orchesterkonzertfahrt gefahren. Los ging es am Donnerstag um 21 Uhr nach einem langen Schultag für alle. Wir fuhren durch die Nacht und kamen frühzeitig an, sodass wir die frühere Fähre bereits um 7:15 Uhr bekommen haben. Auf der zweistündigen Fährenfahrt waren wir alle übermüdet von der Fahrt, weshalb einige von uns auf den Bänken schliefen. Nachdem wir unsere Fahrräder ausgeliehen hatten, hatten wir wegen unseres früheren Ankommens zwei Stunden Freizeit, die die meisten in kleineren Gruppen für Erkundungsfahrten auf der Insel genutzt haben.  Zu Mittag gingen wir im ortsansässigen Lokal “Klabautermann” zusammen Essen. Gegen 14 Uhr bezogen wir endlich unsere Zimmer, um dann eine Probe, für die folgenden Konzerte, die bis zum Abendessen ging, zu haben. Nach dem Abendessen, das man auch auf der Terrasse mit Meerblick genießen konnte, sind wir in großer Gruppe zum Strand gefahren. Dort sind einige mit den Füßen ins Wasser gegangen, während sich andere mit Volleyball oder anderem beschäftigt haben. Danach durfte man in kleineren Gruppen den Abend für sich gestalten, wobei wir Poker und anderes gespielt haben.

Am nächsten Tag, dem Samstag, gingen wir nach dem Frühstück zu einer Führung durch die Dünen der Schutzstation Wattenmeer. Dabei erfuhren wir, dass ein Großteil der auf Amrum wachsenden Bäume nicht einheimisch ist, sondern extra gepflanzt wurde. Anschließend fuhren wir mit den Fahrrädern, außer denen mit den großen Instrumenten wie Kontrabass und Schlagzeug, nach Norddorf, um dort auf dem Heideblütenfest eine Einlage von insgesamt sieben Stücken zu spielen. In der zweistündigen Freizeitpause, in der wir auch selbstständig wieder zurück nach Wittdün fahren sollten, haben wir uns auf dem Fest Mittagessen besorgt. Anschließend hatten wir die Generalprobe für unser erstes richtiges Konzert in der ev. Kapelle Wittdün, das nach dem Abendessen ein großer Erfolg wurde. Danach hatten wir, wie am vorigen Abend, Freizeit.

Der Sonntag war schon der letzte Tag vor der Abreise auf Amrum. Der Tag startete wie gewohnt mit einem nahrhaften Frühstück. Daraufhin fuhren wir alle zusammen in das kleine Örtchen Nebel. Dort gestalteten wir einen Gottesdienst in der dortigen Kirche mit. Der Gottesdienst war dann schließlich um 11 Uhr zu Ende und wir hatten ein wenig Zeit, den Ort zu erkunden, jedoch stand schon kurz darauf eine Probe für das am Abend anstehende Abschlusskonzert an, welches im Gemeindehaus in Norddorf stattfinden sollte. Das Konzert war ein voller Erfolg und wir hatten alle viel Spaß, wir haben einige Fotos gemacht und sind danach noch ein letztes Mal an den Strand gefahren, ehe es dann ein gemeinsames Abendessen in dem Restaurant „Rialto“ gab.

Der Montag war der Tag der Abreise und auch der Tag, an dem wir mit Abstand das schlechteste Wetter hatten. Seit Beginn des Tages regnete es in Strömen, was das Zurückbringen der geliehenen Fahrräder deutlich mühseliger machte als erwartet. Als das dann geschafft war, gab noch ein letztes Mal Freizeit für alle, die die meisten nutzten, um entweder Spiele zu spielen oder sich Snacks für die anstehende Fahrt zu kaufen.

Die vierte Amrum-Fahrt, welche unser großes Orchester unternommen hat, war zwar für alle Mitglieder, wegen der langen Fahrt und auch zum Teil wegen der langen Proben, anstrengend, aber auch ereignisreich und erholsam. Wir wurden in Amrum von den Bewohnern und auch den Touristen, sehr offenherzig und fröhlich empfangen. Durch die vorherigen Fahrten genoss das Orchester auf Amrum einen großen Bekanntheitsgrad, durch den wir bei jedem Konzert von einer großen Menge an begeisterten Zuschauern begrüßt wurden und sogar auf der Straße angesprochen wurden.

Wir freuen uns, an dieser Fahrt teilgenommen zu haben, und fuhren erfüllt mit unvergesslichen Erinnerungen wieder nach Frankfurt zurück.

Jonathan (Q3), Joshua, Merle und Sarah (alle Q1)

Unser Wandertag zur Experiminta

Meine Klasse traf sich am zentralen Wandertag um 8:00 Uhr in unserem Klassenzimmer. Zuerst hat uns unsere Klassenlehrerin, Frau Kruse, circa 1 ½ Stunden Zeit gegeben, uns frei zu beschäftigen. Die meisten sind raus gegangen, doch einige, darunter auch ich, sind drinnen geblieben um Kartenspiele gegen andere auszutragen. Nach und nach kamen auch andere von draußen ins Klassenzimmer und unterhielten sich über verschiedenste Sachen. Nachdem die 1 ½ Stunden abgelaufen waren, waren alle Kinder wieder im Klassenzimmer versammelt. Anschließend schloss sich Frau Kalscheid als assistierende Aufsichtsperson uns an.

ENDLICH konnte es losgehen. Nachdem Frau Kruse das „Go“ gegeben hatte, versammelten sich alle Schüler aufbruchsbereit auf dem Schulhof. Wir gingen gemeinsam, Frau Kalscheid vorne und Frau Kruse hinten, zur U-Bahn-Station „Zoo“ und fuhren mit der U6/U7 fünf Stationen zur Bockenheimer-Warte. Dort zählten wir erst einmal durch, ob noch alle Kinder anwesend waren, und liefen anschließend weiter zum Experiminta. Nach der Einweisung vor dem Museum konnten wir um 10:30 Uhr schließlich mit den beiden Lehrkräften unsere Sachen abstellen. Dafür gab es große Wandschränke, die extra für solche Ausflüge vorgesehen waren. Unsere Wertsachen konnten wir an unsere Lehrkräfte geben, die sie dann für uns in Schließfächer einsperrten.

Nachdem alles verstaut wurde, liefen wir gemeinsam ins Untergeschoss. Wir blieben als Klasse die ganze Zeit zusammen, somit war der gesamte Keller mit mehr als 40 neugierigen Kindern gefüllt, da wir natürlich nicht die einzigen dort waren. Einige experimentierten mit dem Drehstuhl, auf dem man, wenn man die Arme und Beine von sich gestreckt hielt, vermochte zu spüren, wie einem fast die vier Gliedmaßen vom Körper weggezogen wurden. Andere beschäftigten sich mit Sand, der aus einem Pendel rieselte und auf einem darunter befindlichem Förderband eine Sinuskurve beschrieb. Egal womit man sich beschäftigte, alle hatten etwas zu tun und viel Freude dabei.

Als wir weiter in den 1. Stock gingen, hatten wir kaum bemerkt, wie schnell die Zeit verflogen war. Dort gab es vor allem physikalische Experimente, wie zum Beispiel einen Ball, der von einem Gebläse in der Luft gehalten wurde. Besonders beliebt war aber die Rennstrecke, auf der gemessen werden konnte, wie schnell man rannte. Dazu waren zwei Sensoren in die Wand eingelassen, welche maßen, wann man an ihnen vorbeikam. Somit konnte man auch schummeln, wenn man seine Hände erst vor dem einen Sensor und dann vor dem anderen hielt.

Nach dem wir uns ausgiebig im 1. Stock ausgepowert hatten, gingen wir wieder ins Erdgeschoss um eine Pause einzulegen. Da die Anzahl an Sitzbänken stark begrenzt war, mussten wir uns alle auf vier Bänke quetschen. Einige saßen auf dem Boden, um dem zu entgehen. Frau Kruse und Frau Kalscheid rasteten im Nebenraum, wo wir unsere Sachen lagerten.

Nach dieser Rast ging es wieder weiter, jetzt ins 2. Stockwerk. Dies war das Mathe-Stockwerk. Ein Raum war komplett den Brücken gewidmet, von einer sehr kleinen, auf die man sich sogar stellen konnte, über eine etwas komplexere bis hin zur „Leonardo-da-Vinci-Brücke“. Etwas weiter hinten im Gebäude waren ein Greenscreen mit grünen Decken mit denen man sich komplett vom Bildschirm eliminieren  konnte oder nur einzelne Körperteile bedecken konnte und der Fahr-Simulator, mit dem man seine Reaktionsgeschwindigkeit testen konnte. Dieser Bereich wurde jedoch leider von vielen nicht bemerkt, da er so versteckt lag.

Anschließend ging es in das Erdgeschoss mit den optischen Illusionen, dem riesigen Auge und dem „Uhren-Pendel“, welches unermüdlich pendelte und pendelte und pendelte… Zum Schluss gingen viele noch in den Museums-Shop, um sich verschiedene Sachen zu kaufen. Anschließend traten wir den Heimweg an. Einige unterhielten sich auf dem Weg noch über verschiedene Exponate aus dem Museum. Das war ein richtig gelungener Ausflug!

Text: AG Schülerredaktion: Liam W. (6d)

Fotos: Frau Kruse

Die Künstlerin Annegret Soltau

Wenn man über spannende Künstlerinnen in Deutschland spricht, kommt man an Annegret Soltau kaum vorbei. Sie wurde 1946 in Lüneburg geboren und ist heute vor allem für ihre ziemlich ungewöhnlichen Fotoarbeiten bekannt. Sie zerreißt Fotos – oft von sich selbst – und näht sie dann mit schwarzem Faden wieder zusammen. Das sieht manchmal ein bisschen verstörend aus, aber genau das will sie auch. Sie zeigt damit, wie zerbrechlich Menschen sind und wie sehr wir uns manchmal „zusammensetzen“ müssen, um klarzukommen.

Soltau hat Kunst in Hamburg und Wien studiert und schon früh angefangen, mit ihrem eigenen Körper zu arbeiten. Viele ihrer Werke sind Selbstporträts, aber nicht so, wie man sie von Instagram kennt. Sie zeigt sich verletzlich, verzerrt, manchmal fast wie ein Puzzle. Damit will sie zeigen, wie sich Frauen fühlen können, wenn sie ständig Erwartungen erfüllen sollen – in der Familie, in der Gesellschaft oder in der Kunstwelt.

Heute gilt sie als eine der wichtigsten feministischen Künstlerinnen in Deutschland und sie will, dass man von ihr nicht als „Fotografin“ spricht, denn sie ist viel mehr als das. Ihre große Retrospektive haben wir uns vorgestern mit unserem Grundkurs Kunst (Q2) im Städel angesehen. Ihre Werke sind nicht immer leicht anzuschauen, aber bleiben im Kopf.

Fotos: L. Flacke

Erneuter Triumph beim Tag der Mathematik 2025 – das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium gewinnt sowohl die Gesamtwertung als auch den Speedwettbewerb!

Am Samstag, den 15.3.2025 war es neuerlich so weit. Im HOLM (House of Logistics & Mobility) am Frankfurter Flughafen fand abermals der prestigeträchtigste Mathematik-Wettbewerb für Schüler der Jahrgangsstufe Q1/Q2 statt. Für das HvGG hat sich das harte Training und der tolle Einsatz unserer Schülerinnen und Schüler wieder einmal ausgezahlt.

Unsere Schule war dieses Mal mit drei Teams aus dem Q2-LK Mathematik am Start.

Team 50Konstantin Dörr
Martha Knolle
Björn Risse
Marek Thomsen
Zarah Zutavern
Team 51Julius Degen
Jonathan Hermann
Leo Kohnen
Nick Mauersberger
Yul Veillerobe
Team 100Stefan Baykalov
Silas Gulde
Luka Lukovic
Lutz Ullrich
Martha Wolf

Lehrerseitig waren wir durch Hannah Höh, Anna-Lena Rover (betreuende Lehrerinnen) und Rainer Durdaut (Korrekturvorstand des Zentrums für Mathematik) vertreten.

Gekämpft wurde in 3 Disziplinen. Dem Gruppenwettbewerb, bei dem 4 anspruchsvolle mathematische Probleme in 45 Minuten gelöst werden mussten, den mathematischen Hürden, wo es um 8 Aufgaben in einem engen zeitlichen Rahmen ging und dem Einzelwettbewerb, in dem 4 schwierige Fragestellungen zu bewältigen waren. Aus den Ergebnissen des Gruppenwettbewerbs und den mathematische Hürden wurde dann das Resultat des Mannschaftswettbewerbs ermittelt.

Insgesamt kamen 51 Teams aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet in die Wertung. Hier die Top 10 der Ergebnisliste.

Im Einzelwettbewerb hat Silas Gulde zudem unter mehr als 200 Teilnehmern den hervorragenden 6. Platz belegt.

Wir gratulieren unseren Schülern und Schülerinnen zu diesem (wieder einmal) bemerkenswerten Erfolg, bedanken uns für ihr großes Engagement bei Vorbereitung und Wettkampf und hoffen, dass dies für die kommende Jahrgangsstufe Q1/Q2 Antrieb und Ansporn sein wird, unsere Tradition in den verschiedenen mathematischen Wettbewerben fortzusetzen.

Unser Dank gilt auch der Schulleitung des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums, die uns bei unseren Vorbereitungen nach Kräften unterstützt hat und den Kollegen und Kolleginnen der Fachschaft Mathematik, ohne deren tägliche Arbeit dies alles nicht möglich wäre.

Auf ein Neues am 14. März 2026 und bis dahin…

Live long and prosper.

Leistungskurs Politik und Wirtschaft in Brüssel

Ein Bericht von Valentin Blahudka, Q4

Entgegen einiger Erwartungen befinden sich am Donnerstag, dem 30. Januar 2025, um 7:30 Uhr 15 Schülerinnen und Schüler des PoWi-LK, ein Hauptmann der Bundeswehr, ein PoWi-LK Lehrer und unser Busfahrer Helmut, pünktlich(!) vor dem Haupteingang des HvGG. Erstere noch nicht ganz sicher, ob wach oder im Fiebertraum, steigen verschlafen in den luxuriösen Reisebus, der im Vergleich zum vollen Bus auf der Hellas-Abschlussreise eine Utopie des Buslebens darstellte (Robert hat sogar auf VIER Plätzen gleichzeitig gelegen). Und schon ging es los in Richtung „Taktisches Luftwaffengeschwader 31 Boelcke“ in Nörvenich, NRW. Dort sollte uns, nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem hochkomplexen Beamer, der Aufbau dieses Luftwaffengeschwaders erläutert werden sowie die Ziele, und Funktion desselben für die deutsche Luftverteidigung Es folgte noch ein kurzer Rundgang durch das hauseigene Mini-Museum, bei dem wir das Cockpit der Fliegerlegende Oswald Boelcke betrachteten sowie das Cockpit der unrühmlich als „Witwenmacher“ bekannt gewordenen Lockheed F-104 „Starfighter“.

Danach ging es zum wohl spannendsten Teil des Tages: Mittagessen in der Kaserne.

Nach den ersten Witzeleien, dass das Essen bestimmt nicht schmecken werde, klärt uns unsere militärische Begleitung, Herr Johnen, auf, dass Boelcke eine der wenigen Kasernen sei, wo noch selber gekocht werde. Da verstummten die Sprüche vorerst und spätestens nach den köstlichen Rinderrouladen mit Rotkohl und Kartoffelpüree, konnten wir uns auf eine solide 7,5/10 einigen. Nebenbei hatten wir auch durchgehend die Möglichkeit, unsere Fragen und Bedenken zu äußern, die Herr Reichelt vom Stützpunkt uns beantwortete. Ein weiteres (durchaus testosterongeladenes) Highlight, war die Begutachtung eines Eurofighters inklusive einiger Starts der Kampfjets, die mit grinsenden Gesichtern aus weiter ferne beobachtet wurden. Wir wurden auch aufgeklärt über die Geschichte hinter dem Mehrzweckkampfflugzeug, entworfen von Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien. Der Umstand, dass vier Nationen an dem Projekt beteiligt sind, kann als europäisches Erfolgsprojekt gesehen werden, das allerdings durchaus mit einigen Herausforderungen bei Entwicklung, Produktion und Betrieb verbunden ist.

Nach zwei weiteren Stunden Fahrt kommen wir in der Verkehrsdystopie Brüssel an und checken im Hotel Meininger ein. Danach folgt noch ein sehr gemütliches Abendessen in Brüssels Innenstadt.

Abschließend bewundern wir auf dem Heimweg noch das berühmte Manneken Pis und lauschen Sophias wunderbaren Anekdote zu jenem Denkmal, bevor wir dann alle müde und erschöpft ins Bett fallen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen wackeln wir los in Richtung Landesvertretung Hessen. Nach einer kurzen Erklärung von Herrn Christoph Heider, warum es solch ein faktisch „unpolitisches“ Institut überhaupt gebe, dürfen wir allerlei Fragen stellen und es ergibt sich ein sehr interessantes Gespräch. Anschließend an dieses Gespräch und einer kurzen Pinkelpause (man war schwer beeindruckt von den Toiletten), sprechen wir mit einem Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung und es wird nach einer kleinen Fragerunde auch im Kurs heiß über das Vorgehen im Russland–Ukraine Krieg diskutiert. aber auch die neuesten politischen Geschehnisse in Berlin (Fall der Brandmauer?!) und sonst alles, was uns interessierte.

Dann ging es in eine kleine Pause in der gegessen, spaziert und noch mehr belgische Waffel gegessen wurde als ohnehin schon zuvor, bevor wir uns auf eine Museums-Rallye im Haus der europäischen Geschichte begaben, die sehr interessant war, aber, vielen Schülerinnen und Schüler ihrer letzten Kraft beraubte.

In der anschließenden Freizeit gingen die einen in Belgiens bekannte Secondhandshops, kauften Käse oder Schokolade – und das alles während eines wahrhaft cinematischen Sonnenuntergangs.

Abends wurde nach intensiver Recherche die beste Pizzeria Brüssels aufgesucht und nach einem sehr preiswerten und leckeren Essen, ließen die meisten den Abend in der hoteleigenen Bar mit Dartscheibe, Kartenspielen und Billardtisch, ausklingen.

An unserem letzten Tag in Brüssel stand uns noch das Rollenspiel im Parlamentarium bevor. Gespannt lauschen wir den Ansagen und werden dann zufällig einer Partei zugeordnet. „Oha krass, Digga!“ ist der Ausdruck der Verwunderung der meisten (männlichen) Schüler über die Technik der einzelnen Stationen und des eigenen Handys. Nach unzähligen hitzigen Diskussionen und Pressekonferenzen wird über die beiden Gesetztesinitiativen abgestimmt, was übrigens auch noch im Nachhinein für eine sehr hitzige Debatte sorgte.

Dennoch waren wir uns alle einig, dass dieses Rollenspiel uns allen grossen Spaß bereitete und sehr interessant war.

Nach einem kurzen Zwischenstopp bei einer sehr preiswerten Truckerimbissbude steigen also 15 Schülerinnen und Schüler des PoWi-LK, ein Hauptmann, ein PoWi-LK -Lehrer und unser Busfahrer Helmut, glücklich, zufrieden, erschöpft und um einiges schlauer als zuvor, in den Bus Richtung HvGG.

An dieser Stelle möchten wir als PoWi-LK uns ganz herzlich bei Herrn Czudai bedanken, ohne den diese Fahrt überhaupt nichts geworden wäre und auch bei unserer sehr sympathischen, militärischen Begleitung, Herrn Hauptmann Johnen, sowie unserem mindestens genauso sympathischen Busfahrer Helmut, der uns sicher überall hin kutschierte.

P.S.: Gesondert möchte ich hier nochmal darauf Hinweisen, dass es sich bei dieser (auch von der Bundeswehr unterstützten) Studienfahrt keineswegs um eine „Promoaktion“ der Bundeswehr handelte und wir alle im Kurs den Eindruck hatten, dass (wenn es keine spezielle Frage dazu gab) davon abgesehen wurde, uns die Bundeswehr besonders nahezulegen und das Thema Bundeswehr sehr sachlich und durchaus kritisch besprochen wurde.