Besuch des Frankfurter Stadtarchivs

Am heutigen Mittwoch besuchte der LK Geschichte der Q3 von Frau Hofmann das Institut für Stadtgeschichte. Zu Beginn wurde über Archive allgemein informiert und die Arbeit einen Archivars vorgestellt. Insgesamt wird zwischen Bundes-/ Landes-/ und Kommunalarchiven unterschieden. In den verschiedenen Archiven in Frankfurt  werden auch Urkunden, Fotos (etwa 2,5 Millionen), Filme, Plakate und Objekte (z.B. Musikinstrumente) aufbewahrt. Auch Fotos und Dokumente unseres Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums finden sich.

Das älteste Dokument in den Beständen ist die Urkunde Karls des Dicken von 882, das wertvollste die Goldene Bulle Karls IV. von 1366. Im Krieg wurden etwa 2/3 der Bestände zerstört.

Konkret werden in Frankfurt Überlieferungen in der alten Abteilung (bis 1868) und der neuen (ab 1868) aufbewahrt.

Im Anschluss konnte ein Rundgang durchs Karmeliterkloster unternommen werden. 

Schwerpunkt des heutigen Tages war ein Workshop mit der Recherche zur NSDAP-Ortsgruppe Dornbusch. Diese ist ein Beispiel für die kleinste Organisationseinheit der NSDAP durch die in der Basis die NS-Diktatur installiert und erhalten werden sollte.

Dabei erfuhren die Schüler u.a. über die vermeintliche Einheit von Partei und Staat.

Verschiedene Dokumente gaben Aufschluss über die Organisation innerhalb der Zelle. So konnten die Schüler u.a. einen Beschwerdebrief über das Mähen während einer Führerrede lesen oder Vorschläge zum Umgang mit den Ausreisewünschen der jüdischen Bevölkerung.

Insgesamt verdeutlichen die einzigartig vollständig erhaltenen Dokumente, wie bis ins kleinste Detail Einfluss auf das Leben der Menschen genommen wurde. 

In einer abschließenden Diskussion wurden die Dokumente zusätzlich mit Blick auf ihre Bedeutung für die Herrschaftssicherung der Partei besprochen.

Mittels einer Rallye wurde zudem noch die neue Ausstellung zur Deutschen Revolution von 1848/49 erkundet.

Wir bedanken uns für den spannenden und intensiven Vormittag beim Team des Stadtarchivs.

Text und Fotos: Iris Hofmann

SV-Wahl

Bei der Wahl zur neuen Schülervertretung kam es zu folgendem Ergebnis:

abgegebene Stimmen: 756

davon gültige Stimmen: 725


Die Stimmenverteilung war wie folgt:

Innominatam: 247

(in)spirit: 458

Enthaltungen: 20

Wir gratulieren dem Team (in)spirit zur gewonnen Wahl und wünschen viel Erfolg beim Umsetzen der Vorhaben.

Die Mitglieder von (in)spirit treffen sich bitte am Mittwoch, den 28.10.22, in der 3. Stunde vor dem Lehrerzimmer mit Herrn Keller.

1. Runde der Mathematik-Olympiade 2022 am Heinrich-von-Gagern-Gymnasium in Frankfurt

Der Wettbewerb richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler der Olympiadeklassen 5 bis 12 unserer Schule.

Die Aufgaben können bei den Mathematiklehrerinnen und Mathematiklehrern in gedruckter Form abgeholt oder hier (Link) heruntergeladen werden.

Lösungen können bis zu den Herbstferien, spätestens direkt im Anschluss, bei den Mathematiklehrerinnen und Mathematiklehrern der einzelnen Klassen abgegeben werden.

Erfolgreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer qualifizieren sich für die 2. Runde der Mathematik-Olympiade, die am 09.11.2022 als Regionalrunde an unserer Schule stattfinden wird.

Eine Diskussion der aktuellen Wettbewerbsaufgaben in Internetforen ist untersagt.

Viel Erfolg!

            

Scambio individuale Bologna-Francoforte 2022

Es ist gefühlt schon lange Tradition, dass die Italienischkurse des HvGG einen Austausch in die Emilia Romagna nach Bologna macht. Nachdem der offizielle Austausch für unseren Kurs wegen der Coronapandemie nicht stattfinden konnte, haben wir mit Frau Sgrosso kurzerhand geplant, den Austausch individuell zu veranstalten. Durch einen Kontakt von Frau Sgrosso konnten sieben Schüler*innen aus der Q2 und Q4 unserer Schule sieben italienische Schüler*innen vom Liceo Luigi Galvani in Bologna finden, die an dem Austausch teilnehmen wollten.

Nach Planungstreffen, Videokonferenzen, Telefonaten und Unterhaltungen, was wir in Bologna alles machen wollen, ging es dann am Ostermontag los und es hieß „Benvenuti a Bologna“. Dann haben wir unseren Aufenthalt direkt mit den Feierlichkeiten zu „Pasquetta“ (= kleines Ostern) begonnen.

In der darauffolgenden Woche haben wir Bologna von vielen Seiten gesehen: Wir haben jeden Tag in einem niedlichen kleinen Café direkt im Palazzo Re Enzo, an der Piazza Maggiore, gefrühstückt, haben die Stadt entdeckt, sind abends gemeinsam rausgegangen, haben die bolognesische Küche erkundet und in den vielen großartigen Museen Bolognas die Kunst und Geschichte der Stadt kennengelernt.

Jetzt wissen wir genau, warum Bologna auch „la rossa, la grassa, la dotta“ genannt wird und haben die Stadt alle in unsere Herzen geschlossen.

Wir haben sogar einen Ausflug nach Florenz gemacht, wo wir die reiche Geschichte der Stadt gesehen und auf den Spuren von Dante Alighieri gewandert sind.

Nach dieser intensiven Woche wollten wir gar nicht mehr zurück. Es hat so viel Spaß gemacht, ‚la dolce vita‘ zu leben, Italienisch zu sprechen und unsere Sprachkenntnisse zu verbessern.

Und doch sind wir alle schweren Herzens am Ende der Woche zurückgekehrt.

Und nun ist auch der zweite Teil des Austauschs zu Ende, da die Italiener in den letzten zwei Wochen bei uns waren. Wir haben ihnen Frankfurt gezeigt, waren auf dem Main Tower, am Langener Waldsee und haben schöne Abende in Bars, am Main, in Restaurants oder als Gruppe zu Hause verbracht. Um es ihnen gleich zu tun, sind wir mit unseren Austauschpartner*innen ebenfalls in eine andere Stadt gefahren und haben zusammen Stuttgart unsicher gemacht. Wir waren dort im Mercedes-Benz-Museum, waren auf dem Killesberg, haben gut gegessen und sind in der Innenstadt gebummelt.

Es ist für uns alle schade, dass es schon vorbei ist. Wir sind aber umso glücklicher, dass wir sowohl in Bologna als auch in Frankfurt eine so schöne Zeit als Gruppe hatten.

Maja, Wilma, Dea, Emiliano, Samuel, Tatiana und Natalie

Sommerfest

Es war das schönste Sommerfest seit langem. Es war das erste Sommerfest seit langem. Abwechslungsreich wie das Wetter, das sich eher wie April, denn wie September anfühlte, waren auch die Spiele, die sich die 6. und 7. Klassen für unsere neuen Sextaner und ihre Familien ausgedacht hatten: Man konnte Macarena tanzen, Bobbycar-Rennen fahren, sich beim Hindernislauf testen. Es gab Büchsen-Schießen, eine Zaubershow und sogar die Möglichkeit, sich die Zukunft vorhersagen lassen. 

Unsere Eltern hatten das Buffet reichlich bestückt, schwangen am Würstchenstand die Grillzangen und schenkten auch noch während der Regengüsse heldenhaft Limo, Wein und Kaffee aus. Wer dann noch Kapazitäten hatte, konnte am Schokokuss-Wettessen teilnehmen – ein Riesenspaß! 

Während die Kinder nach und nach die Spielangebote durchprobierten, hatten die Eltern der neuen Fünftklässler Gelegenheit sich kennen zu lernen und mit den Klassenlehrerinnen zu plaudern. Und obwohl natürlich unsere neuen Kinder und Eltern im Mittelpunkt dieses Festes standen, war es ein wunderbarer Nachmittag für die ganze Schulgemeinde. Die Griechenlandfahrer, welche erst am Mittag von ihrer zweiwöchigen Reise zurückgekommen waren, mischten sich ebenso unters Volk wie einige ehemalige Schülerinnen und Schüler, die auch gleich beim Verkauf der neuen Jahrbücher mit anpackten. Sogar unser ehemaliger Schulleiter, Herr Mausbach, ließ es sich nicht nehmen vorbeizuschauen.

Zum Schluss ein großes Dankeschön an alle helfenden Hände, die zu unserem diesjährigen Sommerfest beigetragen haben: DANKESCHÖN!

Dürfen wir Tiere essen?

Eine Pro-und-Kontra-Diskussion

Herzliche Einladung zur Podiumsdiskussion am Donnerstag, 29. September 2022, 19 Uhr, in der Aula.

Ist es legitim, Tiere zum Zwecke des Verzehrs zu töten? Ist es ethisch verantwortbar, Tierprodukte wie Käse, Milch und Eier zu konsumieren? Sollten wir ganz auf die Haltung von Tieren verzichten? Ist das überhaupt möglich?

Diesen und anderen Fragen möchte der Diskussionsabend nachgehen. Es sind Fragen, die, seit wir wissen, dass die sog. „Nutztierhaltung“ maßgeblich zum Klimawandel beiträgt, auch für die menschliche Spezies überlebenswichtig geworden sind.
Nach Impulsvorträgen der Referenten soll hierüber eine kontroverse Diskussion geführt werden, in die auch das Publikum interaktiv eingebunden werden soll.

Referenten:
Dr. Robert Hermanowski, Geschäftsführung FiBL Deutschland (Forschungsinstitut für biologischen Landbau)
Patrick Schönfeld, Humanist, Tierrechtsaktivist und Youtuber, bekannt als „Der Artgenosse“

Eine Veranstaltung im Rahmen des Klimagourmet-Festivals Frankfurt

Unsere neuen Sextaner

Die erste Woche am Gagern

Die Aufnahme der neuen Fünftklässler fand wie immer am ersten Dienstag im Schuljahr statt. Schwungvoll begrüßt wurden unsere 111 Sextaner durch den Unterstufenchor, der eine eigens umgedichtete Version von „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ vortrug. Auf die festliche Rede des Direktors folgte ein Grußwort durch den SEB, dessen Vorsitzender dereinst selbst Gagernschüler war. Das Spiel des Unterstufenorchesters umrahmte die Aufnahmefeier in gebührender Weise. Ganz zum Schluss erst wurde die Einteilung der Klassen verraten und man konnte erleichtertes Aufatmen und gelegentliche Jauchzer hören, wenn klar wurde, dass eine Freundin oder ein guter Freund zum Glück in derselben Klasse gelandet war. 

Am Mittwochmorgen konnte man den Gottesdienst zur Eröffnung des Schuljahres in der Aula besuchen, zu dem die Fachschaft Religion alle Kinder eingeladen hatte. Danach fanden Kennenlernspiele in den vier neuen fünften Klassen statt. Die Mentoren, pro Klasse drei oder vier Schüler und Schülerinnen aus der 10. Klasse, stellten sich vor und nahmen die Neuen auf eine Führung über das ausgedehnte Schulgelände mit. Wo war noch mal der Vertretungsplan? Wo geht es zur Cafeteria? Wo findet man das Beratungsteam? 

Am Donnerstag gab es bereits einen kurzen Vorgeschmack auf den Fachunterricht in der nächsten Woche. Dann wurde die Schülerbibliothek erkundet und das Team der Mittagsbetreuung präsentierte seine Räumlichkeiten. Die Handyzone fand großen Beifall, wo man täglich von 13.15-14.00 Uhr eine Auszeit vom ansonsten strengen Handyverbot der Schule nehmen kann.

Der Freitag war unzweifelhaft der krönende Abschluss dieser ersten, aufregenden Woche. Denn erstens fand in der Aula die Vorstellung der Orchester-Instrumente statt, die man hier an der Schule erlernen kann. Das Orchester und die Instrumentallehrer und -lehrerinnen stellten ihre Instrumente auf teils sehr originelle Art und Weise vor und ermunterten die Kinder im Anschluss zum Ausprobieren. Wer schon immer mal wissen wollte, ob er einen Ton aus einem Fagott hervorbringen kann oder wie es sich anfühlt, einen zwei Meter hohen Kontrabass zu zupfen – dies war die Gelegenheit!

Der zweite Grund, warum dieser Freitag der beste Tag der Woche war, lag in der Ankunft des Eiswagens. Wie auch schon im vergangenen Jahr bekamen alle Schülerinnen und Schüler des HvGG zum Schuljahresauftakt ein Eis spendiert. 

Danke, liebe Eltern! Danke, SEB!

Fotos: Alexander aus der Ea (Sextaneraufnahme) und L. Flacke

Before or after eight o ‘clock? 

Wann ist die beste Zeit, einen Quasi-Schlüsselroman

am Ort des Geschehens zu lesen? 

Diese beste Zeit ist jetzt! Das zeigte sich am Abend des 28. Juni 2022 in der Aula unserer Schule. Im Rahmen von „Gagern live“ – dem bewährten Format der Begegnung und des Gesprächs mit einem/r Prominenten und einer Oberstufengruppe – war der Schriftsteller und Journalist Dr. Eckhart Nickel, ein – sehr autonomer – Gentleman mit weißem casual Sakko mit aufgesticktem Wappen, weißer Hose, weißen Converse-Schuhen und einem eleganten Gehstock mit Silberknauf bei uns zu Gast. Er las aus seinem neuen Roman „Spitzweg“. 

Der Plot spielt an unserer Schule in den frühen 80ern. Die Frage nach dem Protagonisten beantwortete Eckhart Nickel so: Der Hagestolz sei im Grunde eine Pose. Und nur die bliebe übrig, weil er im Grunde allein sei. Und auf die Frage, wieso die Dreiecksgeschichte, wenn schon kein „Happy End“, dann doch eine echte Romanze beinhalte, gestand der Autor, ja, das Amouröse fehle. Es wäre nun mal eine Dreiecksgeschichte und die sei eben nach allen Seiten offen. Und wahre Schönheit habe schließlich etwas Übergeschlechtliches. Ein echter Dandy lege seine Gefühlskarten eben nicht gleich sämtlich auf den Tisch. 

Naheliegend zitiert Nickel in diesem Zusammenhang Franz Kafka: 

„Wer die Fähigkeit, Schönheit zu sehen, behält, der altert nicht.“

Das abschließende Signieren erfolgte mit einem speziellen Stift. Der Autor hält nämlich die Signatur für einen so flüchtigen Moment, dass diesem am besten ein Bleistift entspreche.

Mit perlendem Sekt, diversen Säften, Brause-Cola-Bonbons und After-Eight-Täfelchen endete zu später Stunde dieser ungewöhnliche, sicher auch popkulturelle Abend in unserer Aula. 

Wie uns der Autor verriet, steht in seinem nächsten Buch „Das Schöne“ im Mittelpunkt. Es wäre also schön, wenn wir ihn nach Erscheinen wieder für eine Lesung bei uns gewinnen könnten. 

Hier nun ein paar Eindrücke der beteiligten Schülerinnen und Schüler: 

Jakob Beltz: 

Ich habe die Lesung als sehr informativ und spannend wahrgenommen. Sowohl seine Antworten auf unsere Fragen als auch seine Erfahrungen und Erzählungen aus seinem Leben und seiner Jugend am Gagern interessierten mich sehr. Wir merkten, dass Herr Nickel sich Zeit für uns nahm und große Vorfreude auf die Lesung hatte, was ich sehr toll fand.


Louise Knipschild:
Herr Nickel hat mich im Gespräch unglaublich beeindruckt und inspiriert. Seine besondere Ausstrahlung, aber auch sein Schreibstil, den er mit Leidenschaft vortrug, faszinierten mich sehr. Er suchte das Gespräch auf Augenhöhe und zeigte offensichtliches Interesse an uns und unseren Fragen. 


Kira Wang:
„Spitzweg“ ist ein sehr interessanter und besonderer Roman. Bei der Lesung mit dem Autor habe ich die vielen Verbindungen, die von ihm innerhalb des Buches zu unserer Schule geknüpft wurden, gleich erkannt, worüber ich mich, auch im Nachhinein, noch freue. Dieser positive Eindruck konnte sich im Laufe des Gespräches dann noch weiter festigen, als Herr Nickel nicht nur über das Buch, sondern auch über sich selbst, die Welt und alles mögliche andere sprach. Dadurch entstand ein sehr lockerer, intensiver Austausch. Insgesamt war es ein wirklich toller Abend.

Für die Fachschaft Deutsch

Fatima Hauk (Text) und Leonore Flacke (Fotos)