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Pompei in memoria aeterna

Am Freitag, den 14. November, haben wir die Ausstellung „Die letzten Tage von Pompeji“ in der Raumfabrik Frankfurt besucht. Nach den ersten zwei Schulstunden und der großen Pause trafen wir uns in unserem Klassenraum. Dort besprachen wir alles, was noch wichtig für den Ausflug war. Wir legten unsere Taschen und Rucksäcke ab und liefen zur U-Bahn-Station. Es herrschte ein lautes Getümmel zwischen uns und unserer Lateinlehrerin Frau Kraft, weil wir alle aufgeregt waren. „Bestimmt wird es richtig cool“, dachten wir. Nach fünf Minuten kam auch schon unsere Bahn.

Angekommen liefen wir ein kurzes Stück von der Haltestelle bis zur Raumfabrik. Das Haus war groß. Durch die Eingangstür konnte man schon die kleine Eingangshalle sehen, die mit Pflanzen, roten Wänden und gedimmten Lichtern geschmückt war. Es war warm, als wir hineingingen. Viele Kinder begannen ihre Jacken auszuziehen und steckten sie sich in die Rucksäcke. Es gab auch Schließfächer, in die wir unsere Taschen packen konnten.

Endlich ging es los! In den ersten Gängen der Ausstellung wurden viele Menschen aus Ton und Stein nachgeformt und bunte Effekte wurden aufgestellt, um es gruselig wirken zu lassen. An der nächsten Ecke stand eine große Leinwand, auf der Informationen zu Pompeji und dem Römischen Reich standen. Gegenüber hingen nachgestellte Schwerter, ein Netz und ein Helm aus den früheren Kämpfen der Römer an einer Wand. Viele machten dort Fotos oder staunten über die Gegenstände der Antike.

Und dann wurde es spannend: Virtuelle Römerkämpfe in einer Arena! Wir durften uns alle hinsetzen, VR-Brillen und Kopfhörer anziehen und schon begann das Erlebnis. Mit den VR-Brillen konnten wir Gladiatoren sehen, die gegeneinander kämpfen, sogar ein Tiger stürmte in die Arena. Nach dem Kampf wurde die Arena geflutet und zwei große Kriegsschiffe erschienen auf der Wasseroberfläche. Am Ende schwebten wir langsam hoch und konnten sehen, wie der Vesuv ausbrach. So etwas zu sehen machte uns allen großen Spaß!

Nach dieser Vorstellung liefen wir in den nächsten großen Raum. Auf dem Boden standen kleine Polster, auf die wir uns setzen konnten. Wir warteten, was jetzt passieren würde. An den Wänden stieg Rauch auf, Musik fing an zu spielen und dann erschienen drei Statuen an der Wand. Sie redeten miteinander, fast streitend. Kurz darauf erschien ein Kind mit einem Musikinstrument und deutete auf ein Fenster. Es erzählte, dass es blind gewesen sei und den Vesuv nicht bemerkte. Und dann, dann sahen wir den Vulkan. Langsam schoss Rauch aus ihm heraus, verdunkelte die Stadt. Anschließend fuhren wir wie in einem Pferdewagen durch Pompeji. Links und rechts von uns flogen Steine durch die Luft, überall brannten die Häuser und die Straßen, der Himmel war stockdunkel. Wir machten alle viele Videos und Fotos.

Nach der Show gingen wir die Treppe hoch und in den nächsten Raum. Dort durften wir nach einer kurzen Wartezeit noch einmal eine virtuelle Version mit VR-Brillen erleben. Aber dieses Mal durften wir uns dabei bewegen und selbstständig durch den Raum laufen!!! 20 Minuten lang erkundeten wir Räume und Wände einer Villa in Pompeji, die eigentlich nicht existierten. Es fühlte sich fast ein bisschen komisch an, als wir die Brillen absetzten und wieder die echte Welt sahen.

Leider mussten wir nach dieser Aktion gehen, also gingen wir wieder in den Eingangsbereich und holten unsere Rucksäcke aus den Schließfächern heraus. Nachdem wir durch den Shop gingen, standen wir wieder draußen. Uns allen hat dieser Ausflug sehr gut gefallen, am meisten die letzte Aktion. Ich kann die Ausstellung auf jeden Fall nur empfehlen, sie macht sehr viel Spaß und ist einfallsreich programmiert!

Text: Zaineb Aadil (6c)

Fußball-AG besucht Deutsches Fußballmuseum

Einen etwas weiter entfernten außerschulischen Lernort besuchte die Fußball-AG des HvGG am 21.10.2025 kurz nach den Herbstferien.

Bereits um 7.35 Uhr traf sich die zwanzigköpfige Truppe, die von Frau Bieneck und Herrn Döll begleitet wurde, am Frankfurter Hauptbahnhof, um nach Dortmund zu reisen. Frei nach der aktuell angelaufenen Serie „Boah Bahn“ lassen sich An- und Abreise an diesem Tag am besten beschreiben.

Auf dem Hinweg ging aufgrund von Verspätung „eine Halbzeit plus Nachspielzeit“ verloren, auf dem Rückweg fiel dann der Zug gänzlich aus, es konnte aber eine gute Alternative gefunden werden. Der guten Stimmung an diesem Tag tat dies aber keinen Abbruch.

Einmal in Dortmund im Deutschen Fußballmuseum (direkt gegenüber vom Hauptbahnhof) angekommen zeigten sich durchweg alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowohl interessiert als auch bestens informiert.

Die rund 90minütige Führung bot zunächst eine Reise durch die Geschichte der Deutschen Nationalmannschaften, wobei vom 1. WM-Triumph 1954 über die Titelgewinne 1974 und 1990 bis zum 4. Stern 2014 eine Menge Devotionalien bestaunt sowie Annekdoten zu den Mannschaften in Verbindung zur deutschen Geschichte geboten wurden.

Ebenso beeindruckend waren die Entwicklung und die Titelstory der Deutschen Frauennationalmannschaft, die sich seit 1970 rasant in die Weltspitze spielte.

Zum Abschluss wurden dann bei einem Rundgang durch die Schatzkammer diverse Trophäen der DFB-Elf bestaunt und es gab Einiges zu verschiedenen deutschen Clubmannschaften zu erfahren, so dass alle die eine oder andere neue Info zum Lieblingsverein mit nach Hause nehmen konnten.

Bevor gegen Nachmittag wieder die Heimreise angetreten wurde blieb noch ausreichend Zeit, um auf dem „Soccer Court“ selbst den Ball noch etwas laufen zu lassen.

Insgesamt ein sehr schöner Ausflug mit einer AG-Gruppe, die sich bunt aus drei Jahrgangsstufen mischte, dafür aber durchaus homogen auftrat.

(C. Döll)

Das größte Loch Europas: Geographie-Exkursion zum Tagebau Hambach

Am Donnerstag, den 28. August 2025, begann endlich die lang erwartete Exkursion in den Braunkohletagebau Hambach, mit der wir unser Geographiethema der Q1 abschließen wollten. Bereits um 06:45 Uhr trafen sich der Geographiekurs der Q3 sowie einige Interessierte außerhalb des Kurses unter der Begleitung von Herrn Baum am Alfred-Brehm-Platz, um mit dem Bus die zweieinhalbstündige Fahrt ins Ruhrgebiet anzutreten.

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Amrumfahrt des Großen Orchesters 2025

Wir sind für fünf Tage (Do, 28.08 – Mo, 01.09.2025) nach Amrum auf Orchesterkonzertfahrt gefahren. Los ging es am Donnerstag um 21 Uhr nach einem langen Schultag für alle. Wir fuhren durch die Nacht und kamen frühzeitig an, sodass wir die frühere Fähre bereits um 7:15 Uhr bekommen haben. Auf der zweistündigen Fährenfahrt waren wir alle übermüdet von der Fahrt, weshalb einige von uns auf den Bänken schliefen. Nachdem wir unsere Fahrräder ausgeliehen hatten, hatten wir wegen unseres früheren Ankommens zwei Stunden Freizeit, die die meisten in kleineren Gruppen für Erkundungsfahrten auf der Insel genutzt haben.  Zu Mittag gingen wir im ortsansässigen Lokal “Klabautermann” zusammen Essen. Gegen 14 Uhr bezogen wir endlich unsere Zimmer, um dann eine Probe, für die folgenden Konzerte, die bis zum Abendessen ging, zu haben. Nach dem Abendessen, das man auch auf der Terrasse mit Meerblick genießen konnte, sind wir in großer Gruppe zum Strand gefahren. Dort sind einige mit den Füßen ins Wasser gegangen, während sich andere mit Volleyball oder anderem beschäftigt haben. Danach durfte man in kleineren Gruppen den Abend für sich gestalten, wobei wir Poker und anderes gespielt haben.

Am nächsten Tag, dem Samstag, gingen wir nach dem Frühstück zu einer Führung durch die Dünen der Schutzstation Wattenmeer. Dabei erfuhren wir, dass ein Großteil der auf Amrum wachsenden Bäume nicht einheimisch ist, sondern extra gepflanzt wurde. Anschließend fuhren wir mit den Fahrrädern, außer denen mit den großen Instrumenten wie Kontrabass und Schlagzeug, nach Norddorf, um dort auf dem Heideblütenfest eine Einlage von insgesamt sieben Stücken zu spielen. In der zweistündigen Freizeitpause, in der wir auch selbstständig wieder zurück nach Wittdün fahren sollten, haben wir uns auf dem Fest Mittagessen besorgt. Anschließend hatten wir die Generalprobe für unser erstes richtiges Konzert in der ev. Kapelle Wittdün, das nach dem Abendessen ein großer Erfolg wurde. Danach hatten wir, wie am vorigen Abend, Freizeit.

Der Sonntag war schon der letzte Tag vor der Abreise auf Amrum. Der Tag startete wie gewohnt mit einem nahrhaften Frühstück. Daraufhin fuhren wir alle zusammen in das kleine Örtchen Nebel. Dort gestalteten wir einen Gottesdienst in der dortigen Kirche mit. Der Gottesdienst war dann schließlich um 11 Uhr zu Ende und wir hatten ein wenig Zeit, den Ort zu erkunden, jedoch stand schon kurz darauf eine Probe für das am Abend anstehende Abschlusskonzert an, welches im Gemeindehaus in Norddorf stattfinden sollte. Das Konzert war ein voller Erfolg und wir hatten alle viel Spaß, wir haben einige Fotos gemacht und sind danach noch ein letztes Mal an den Strand gefahren, ehe es dann ein gemeinsames Abendessen in dem Restaurant „Rialto“ gab.

Der Montag war der Tag der Abreise und auch der Tag, an dem wir mit Abstand das schlechteste Wetter hatten. Seit Beginn des Tages regnete es in Strömen, was das Zurückbringen der geliehenen Fahrräder deutlich mühseliger machte als erwartet. Als das dann geschafft war, gab noch ein letztes Mal Freizeit für alle, die die meisten nutzten, um entweder Spiele zu spielen oder sich Snacks für die anstehende Fahrt zu kaufen.

Die vierte Amrum-Fahrt, welche unser großes Orchester unternommen hat, war zwar für alle Mitglieder, wegen der langen Fahrt und auch zum Teil wegen der langen Proben, anstrengend, aber auch ereignisreich und erholsam. Wir wurden in Amrum von den Bewohnern und auch den Touristen, sehr offenherzig und fröhlich empfangen. Durch die vorherigen Fahrten genoss das Orchester auf Amrum einen großen Bekanntheitsgrad, durch den wir bei jedem Konzert von einer großen Menge an begeisterten Zuschauern begrüßt wurden und sogar auf der Straße angesprochen wurden.

Wir freuen uns, an dieser Fahrt teilgenommen zu haben, und fuhren erfüllt mit unvergesslichen Erinnerungen wieder nach Frankfurt zurück.

Jonathan (Q3), Joshua, Merle und Sarah (alle Q1)

Unser Wandertag zur Experiminta

Meine Klasse traf sich am zentralen Wandertag um 8:00 Uhr in unserem Klassenzimmer. Zuerst hat uns unsere Klassenlehrerin, Frau Kruse, circa 1 ½ Stunden Zeit gegeben, uns frei zu beschäftigen. Die meisten sind raus gegangen, doch einige, darunter auch ich, sind drinnen geblieben um Kartenspiele gegen andere auszutragen. Nach und nach kamen auch andere von draußen ins Klassenzimmer und unterhielten sich über verschiedenste Sachen. Nachdem die 1 ½ Stunden abgelaufen waren, waren alle Kinder wieder im Klassenzimmer versammelt. Anschließend schloss sich Frau Kalscheid als assistierende Aufsichtsperson uns an.

ENDLICH konnte es losgehen. Nachdem Frau Kruse das „Go“ gegeben hatte, versammelten sich alle Schüler aufbruchsbereit auf dem Schulhof. Wir gingen gemeinsam, Frau Kalscheid vorne und Frau Kruse hinten, zur U-Bahn-Station „Zoo“ und fuhren mit der U6/U7 fünf Stationen zur Bockenheimer-Warte. Dort zählten wir erst einmal durch, ob noch alle Kinder anwesend waren, und liefen anschließend weiter zum Experiminta. Nach der Einweisung vor dem Museum konnten wir um 10:30 Uhr schließlich mit den beiden Lehrkräften unsere Sachen abstellen. Dafür gab es große Wandschränke, die extra für solche Ausflüge vorgesehen waren. Unsere Wertsachen konnten wir an unsere Lehrkräfte geben, die sie dann für uns in Schließfächer einsperrten.

Nachdem alles verstaut wurde, liefen wir gemeinsam ins Untergeschoss. Wir blieben als Klasse die ganze Zeit zusammen, somit war der gesamte Keller mit mehr als 40 neugierigen Kindern gefüllt, da wir natürlich nicht die einzigen dort waren. Einige experimentierten mit dem Drehstuhl, auf dem man, wenn man die Arme und Beine von sich gestreckt hielt, vermochte zu spüren, wie einem fast die vier Gliedmaßen vom Körper weggezogen wurden. Andere beschäftigten sich mit Sand, der aus einem Pendel rieselte und auf einem darunter befindlichem Förderband eine Sinuskurve beschrieb. Egal womit man sich beschäftigte, alle hatten etwas zu tun und viel Freude dabei.

Als wir weiter in den 1. Stock gingen, hatten wir kaum bemerkt, wie schnell die Zeit verflogen war. Dort gab es vor allem physikalische Experimente, wie zum Beispiel einen Ball, der von einem Gebläse in der Luft gehalten wurde. Besonders beliebt war aber die Rennstrecke, auf der gemessen werden konnte, wie schnell man rannte. Dazu waren zwei Sensoren in die Wand eingelassen, welche maßen, wann man an ihnen vorbeikam. Somit konnte man auch schummeln, wenn man seine Hände erst vor dem einen Sensor und dann vor dem anderen hielt.

Nach dem wir uns ausgiebig im 1. Stock ausgepowert hatten, gingen wir wieder ins Erdgeschoss um eine Pause einzulegen. Da die Anzahl an Sitzbänken stark begrenzt war, mussten wir uns alle auf vier Bänke quetschen. Einige saßen auf dem Boden, um dem zu entgehen. Frau Kruse und Frau Kalscheid rasteten im Nebenraum, wo wir unsere Sachen lagerten.

Nach dieser Rast ging es wieder weiter, jetzt ins 2. Stockwerk. Dies war das Mathe-Stockwerk. Ein Raum war komplett den Brücken gewidmet, von einer sehr kleinen, auf die man sich sogar stellen konnte, über eine etwas komplexere bis hin zur „Leonardo-da-Vinci-Brücke“. Etwas weiter hinten im Gebäude waren ein Greenscreen mit grünen Decken mit denen man sich komplett vom Bildschirm eliminieren  konnte oder nur einzelne Körperteile bedecken konnte und der Fahr-Simulator, mit dem man seine Reaktionsgeschwindigkeit testen konnte. Dieser Bereich wurde jedoch leider von vielen nicht bemerkt, da er so versteckt lag.

Anschließend ging es in das Erdgeschoss mit den optischen Illusionen, dem riesigen Auge und dem „Uhren-Pendel“, welches unermüdlich pendelte und pendelte und pendelte… Zum Schluss gingen viele noch in den Museums-Shop, um sich verschiedene Sachen zu kaufen. Anschließend traten wir den Heimweg an. Einige unterhielten sich auf dem Weg noch über verschiedene Exponate aus dem Museum. Das war ein richtig gelungener Ausflug!

Text: AG Schülerredaktion: Liam W. (6d)

Fotos: Frau Kruse

Rekorde purzeln: Gagern-Teams beim 10-Freunde-Triathlon

Zum zweiten Mal traten wir mit zwei Gagern-Teams beim 10-Freunde-Triathlon an, einem Team-Event der besonderen Art. Die Idee der Veranstaltung: Zehn bis zwölf Menschen ab 16 Jahren absolvieren gemeinsam (in Summe) die Ironman-Distanz, das bedeutet, jede/r schwimmt 380 m, fährt 18 km Rad und läuft 4,2 km. Alle Zeiten werden dann addiert und so ergibt sich die Teamwertung.

Wir sind alle Finisher – und neben dieser in jedem Fall mehr als respektablen Leistung ist in diesem Jahr besonders jene von Julian Mantel (Q3) hervorzuheben, der den 7. Platz in der Gesamtwertung und den Sieg(sic!) in seiner Altersklasse erreichte – und zwar bei seinem ersten Triathlon überhaupt! Einen neuen Gagern-Rekord für diesen Wettkampf hat er mit einer Zeit von 1:07:53 ebenfalls gesetzt. Vielleicht bis zum nächsten Jahr – mit einem neuen Rekord?

Der Bologna-Austausch in der Retrospektive 

von Florian J. Kavermann
(Teilnehmer an dem Schüler-Austausch 2019 und Abitur am HvGG 2022)

Im September 2019 durfte ich mich zu den Glücklichen zählen, die am ersten Bologna-Austausch des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums teilnehmen konnten. Dank des unermüdlichen Engagements von Frau Sgrosso hatte sich nach langer Zeit des vergeblichen Suchens doch noch eine passende Partnerschule für uns in Italien finden lassen: Das Liceo Augusto Righi in Bologna. Einem Austausch stand somit nichts mehr entgegen. Voller Vorfreude bereiteten wir uns im und neben dem Unterricht auf den anstehenden Austausch vor, knüpften erste Kontakte mit unseren Gastfamilien und überlegten uns schöne Aktivitäten für die Zeit in Italien. 

Als es schließlich soweit war und wir am Flughafen darauf warteten Richtung Italien abzuheben, überkam mich trotz all der Vorbereitung und Vorfreude eine leichte Nervosität. Der Austausch war für mich das erste Mal in meinem Leben, in einem anderen Land bei zunächst fremden Menschen unterzukommen. Es war das erste Mal, die Komfortzone des Bekannten und Bewährten zu verlassen. 

Bei meiner Gastfamilie angekommen, stellten sich jedoch alle Sorgen schnell als unbegründet heraus. Die italienische Gastfreundschaft machte es mir – und auch allen anderen – sehr einfach, in Italien anzukommen und das Leben dort in all seinen Facetten kennenzulernen. Wir freundeten uns schnell mit unseren Austauschpartnern an, lernten ihre Schule in Bologna kennen und machten wunderbare Tagesausflüge nach Venedig und Florenz. Während der gesamten Zeit erlebte ich einen ganz besonderen Spirit, der von Offenheit, Neugier und Herzlichkeit geprägt war. 

Nun im Jahr 2023 ging der Bologna-Austausch in seine dritte Runde. Da ich derzeit in Rom wohne und studiere, nahm ich dies als Gelegenheit, bei dem Austausch für einige Tage dabei zu sein und Frau Sgrosso zu besuchen. Es war schön zu beobachten, wie die jetzige Q1 die gleichen tollen Erfahrungen wie wir damals in 2019 machte. 

Mir persönlich hat der Bologna-Austausch gezeigt, wie sehr es sich lohnt, sich auf etwas Neues einzulassen. Bis heute erinnere ich mich immer sehr gerne an diese unvergessliche Zeit zurück – sie war definitiv ein Highlight meiner gesamten Schulzeit. Auch habe ich noch immer zu einigen Italienern Kontakt. Vor allem aber hat der Austausch meine Liebe zu Italien und zur italienischen Kultur bekräftigt. Ohne den Austausch hätte ich mich wahrscheinlich nicht dazu entschieden, ein Auslandssemester in Rom zu verbringen. Ein Austausch ist also viel mehr als nur zwei Wochen mit seiner Klasse in einem anderen Land. Ein Austausch prägt für das ganze Leben. 

Schüler-Austausch Bologna-Frankfurt 2023/24

von Raffaella Sgrosso und Christoph Döll

Unser Schüleraustausch in Bologna fand vom 14. bis 21. Oktober 2023 statt. Wir erwarten nun mit großer Freude den Gegenbesuch der Bolognesi in wenigen Tagen am 3. Februar 2024.
Am Austausch nach Bologna nahmen 17 Schülerinnen und Schülern aus der Q1 teil, die Italienisch entweder seit der 8. Klasse (It-8-Kurs) oder seit der E-Phase (It-E-Kurs) lernen.
Dieses Jahr konnten wir zusätzlich drei besondere Gäste, die schon an vorherigen Schüleraustauschen mit Bologna teilgenommen hatten, vor Ort begrüßen. Momentan arbeiten oder studieren Natalie, Samuel und Florian in Rom. Als sie erfuhren, dass wir in Bologna sind, haben sie sich sofort entschieden, sich uns anzuschließen, um so drei wunderbare Tage mit uns zu verbringen.
Es gab sehr viele schöne und lehrreiche gemeinsame Momente für die Jugendlichen aus Bologna und Frankfurt sowie ihre begleitenden Lehrerinnen und Lehrer, an denen sicherlich alle gewachsen sind.
Eine solche Erfahrung bringt selbstverständlich immer Unbekanntes mit sich. Man muss lernen, manchmal über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, sich spontan ungewohnten Situationen anzupassen, mit neuen Gefühlen umzugehen, Konflikte und Missverständnisse anzusprechen, und das alles in einer Fremdsprache.
Unsere Schülerinnen und Schülern haben all dies erlebt, gemeistert und sind aus Bologna mit einem reichen Erfahrungsschatz im Gepäck nach Frankfurt zurückgekehrt. 


Hier einige Gedanken und Äußerungen unserer Jugendlichen auf die Fragen: „Was würdest du jemandem als Ratschlag mit auf den Weg geben, die/der beim nächsten Austausch teilnimmt?“
und
„Was nehme ich nach Deutschland mit?“

Von Anfang an und so viel wie möglich Italienisch sprechen, beim Programm gut zuhören, flexibel sein und sich anpassen, offen auf andere zugehen und Freundschaften schließen.“ (Lou)

Dass man für jedes Wetter bereit sein soll, offen und direkt zu sein und auf die Italiener zugehen. Wenn man etwas nicht möchte oder sich unwohl fühlt, dass man die Probleme direkt anspricht.“ (Maya)

Iss niemals zu viel beim ersten Gang, da kommt noch der zweite Gang und der Nachtisch. Sowohl beim Mittagessen als auch beim Abendessen.“ (Niklas)

Ich habe gelernt, dass – auch wenn die Kultur verschieden ist – sich die Menschen in ihrer Art alle ähnlich sind, dass es immer Wege gibt, zu kommunizieren, obwohl die Sprachkenntnisse vielleicht noch nicht ganz so ausgeweitet sind. Auch habe ich gelernt, wie man Tortellini kocht.“ (Sophia)

Nach Deutschland nehme ich auf jeden Fall viele gute Erinnerungen mit. Ich habe sehr viele neue Bekanntschaften gemacht, vielleicht Freunde gefunden und ich war – würde ich sagen – generell offener den anderen gengenüber. Tatsächlich glaube ich sogar, dass ich auch ein bisschen selbstbewusster geworden bin.“ (Carina)

Ich nehme neue Italienischsprachkenntnisse, mehr Selbstbewusstsein auf Leute zuzugehen, mehr Wissen über Bologna, neue Rezepte und neue Freunde mit. Danke! “ (Lisa)

Porto a casa il significato di unione. Incontrare tutti è stato uno shock sotto molti punti di vista. Ci sono sicuramente stati alti e bassi e situazioni stressanti ma è stato bellissimo superarli insieme. Anche se proveniamo da due mondi diversi, la lingua è riuscita ad unirci e a farci capire che, nonostante tutto, sono dei ragazzi come noi. È stato bellissimo connettersi con così tanta gente che ci ha donato la capacità, per qualche istante, di vedere il mondo attraverso i loro occhi.” (Ariel)

Consiglierei a chi vuole fare uno scambio di non aver paura di uscire dalla propria bolla e dalle proprie abitudini e di spingersi oltre i propri limiti cercando di incuriosirsi e di aprirsi verso le persone della nazionalità nuova.” (Lucilla)

Consiglierei di non fermarsi alle apparenze, di non giudicare mai gli altri e di non avere mai paura di interfacciarsi con un corrispondente, perché la conoscenza e i rapporti che si formano sono la cosa più bella.” (Filippo)

Porto a casa tanti ricordi positivi e tanta consapevolezza, ho scoperto una parte di me differente da quella di sempre, sono cresciuta e mi sono messa in gioco uscendo dalla mia ‘confort zone’. Tornando indietro rifarei tutto così come è e come è stato. Grazie.” (Maya)

Besuch der E-Phase Katholische Religion in der Buddhistischen Pagode Phat Hue

Im Rahmen einer Unterrichtsreihe zum Thema Buddhismus / Gelebter Glaube vor Ort besuchte der Kurs Katholische Religion der E-Phase von Herrn Waller am 16. Oktober 2023 das Buddhistische Kloster Phat Hue an der Hanauer Landstraße 443 in Frankfurt.

Wir trafen uns zur regulären Unterrichtszeit kurz vor 8 Uhr vor der Pagode. Dort wurden wir vom Mönch Hue Ngo, der eine braue Kutte trug, freundlich in Empfang genommen und in das Gebäude geführt. Am Eingang der Buddha-Halle zogen wir unsere Schuhe aus. Kurz stellte uns der Mönch einige der figürlichen Darstellungen auf den Seitenaltären vor. Wir erfuhren bei dem Ahnenaltar z.B., dass man in bestimmten Traditionen des Buddhismus glaubt, dass der Geist bis zu 49 Tage nach dem Tod braucht, um sich ganz vom bisherigen Leben getrennt zu haben. Auf dem Hauptaltar durften wir uns die verschiedenen Figuren, Reliquienbehälter und Opfergaben ansehen und uns mit den Symbolen des Buddhismus vertraut machen.

Uns wurde auch viel über den Buddha berichtet, der den Menschen den Weg zur Erlösung von allem Leid zeigt. Gehen aber muss jeder Mensch diesen Weg selbst.

Als wir in einem Kreis auf Sitzkissen saßen, hatten wir die Gelegenheit, unsere Fragen zu stellen. Der Buddhismus lehrt, dass es einen Weg gibt, das Leid zu überwinden: Zunächst müsse man die Ursachen des Leidens verstehen, um zu erkennen, warum man eigentlich leidet. Und dann müsse man diese Ursachen von Leiden auflösen – u.a. mithilfe von Qualitäten wie Mitgefühl und tiefem Verständnis.

Laut dem Gesetz des Karma, welches man über viele Leben hinweg aufbaut, kommt alles, was ich getan habe, in irgendeiner Form wieder zu mir zurück. Um die Frage, wie und unter welchen Umständen Wiedergeburten ablaufen, wurde viel diskutiert, wie auch, ob man etwa als Tier wiedergeboren werden könne.

Für uns alle war der Besuch eine große interreligiöse Bereicherung und die Lerngruppe wurde auch von dem Mönch Hue Ngo nach der anregenden Diskussion als überaus interessiert und reflektiert gelobt.

Wir verabschiedeten uns und traten die Heimfahrt an, so dass wir ab der 3. Stunde wieder zurück am HvGG waren.

Text und Fotos: Johannes Waller

Studienfahrt nach Hellas: Eine unvergessliche Reise in die Antike

In dem Bestreben, unsere Kenntnisse über die antike griechische Kultur zu vertiefen, begaben wir uns im Rahmen der Studienfahrt auf eine Reise voller Staunen über die zeitlose Schönheit der Antike.

Unser Abenteuer begann am Bahnhof Neu-Isenburg, wo wir am Abend des 25. Mais mit dem Bus Richtung Italien aufbrachen. Die anstrengende Fahrt selbst wurde zu einer Reise des Geistes, denn während wir die endlosen deutschen, schweizerischen und italienischen Weiten durchquerten, fanden auch unsere Gedanken ihre eigene Reiseroute. Und so konnten wir bei der gemeinsamen Busfahrt nicht nur in neue Musikgenres eintauchen, sondern entgegen unseren Erwartungen auch einige wenige Stunden Schlaf finden.

Am Mittag des nächsten Tages erreichten wir schließlich Ancona und traten in die Arme der gewaltigen Fähre, die uns über das weite Meer trug. Und so konnten wir im Anblick der schimmernden Wasseroberfläche auf dem Deck den Sonnenuntergang genießen.

Nach der Überfahrt erreichten wir Patras, wo wir unsere Reise nach Olympia, einem Ort voller Geschichte und Mythologie, antraten. Wir besichtigten die majestätischen Überreste des Tempels des Zeus und des Heraion-Tempels, die uns eindrucksvoll an die Präsenz der Götter erinnerten. Nach den Besichtigungen schwammen wir im hoteleigenen Pool und verbrachten den Nachmittag wetterbedingt anschließend mit einigen langen Schachpartien.

Die nächste Station war Mystras, eine bezaubernde Stadt mit einem noch bezaubernderen Ausblick von den Ruinen aus, in der wir uns wie in vergangene Zeiten versetzt fühlten. Besonders beeindruckend waren anschließend die atemberaubenden Fresken der Pantanassa-Kirche. Von Mystras aus setzten wir unsere Reise fort nach Tolo, einem malerischen Ort, der mit seiner Schönheit zwischen Himmel und Erde zu verschmelzen schien.

Am folgenden Tag besichtigten wir Mykene und Epidauros. Mykene entführte uns in die Welt der Legenden und faszinierenden Geschichte. Wir berührten die Steine, die einst das Fundament großer Herrscher trugen, und spürten die Zeit in unseren Händen. Doch es war das Theater von Epidauros, der uns mit seiner perfekten Harmonie von Klang und Raum in den Bann zog. Die unglaubliche Akustik konnten wir zwar leider nicht durch ein Solo eines Opernsängers erleben, aber immerhin durch das Fallen einer Münze. Die Mittagspause in Nafplio war eine willkommene Gelegenheit, die kulinarischen Köstlichkeiten der Region zu probieren. Am Nachmittag zogen mysteriöse dunkle Wolken über unser Hotel, doch glücklicherweise verschwanden diese schnell wieder und so war auch dieser Tag regenfrei…

Um unsere Energien wieder aufzuladen, verbrachten wir einen Tag der Entspannung an den paradiesischen Stränden von Tolo. Dort konnten wir das türkisfarbene Meer den paradiesisch goldenen Sandstrand genießen. Es war eine willkommene Abwechslung zu den historischen Stätten, die wir besichtigt hatten, und bot uns die Möglichkeit, uns zu entspannen und am Abend in Hülle und Fülle den griechischen Sonnenuntergang zu genießen…

Nach der größtenteils erholsamen Zeit in Tolo neigte sich unsere Reise langsam dem Ende zu, aber wir hatten noch einen letzten Stopp auf dem Programm: Athen, die Hauptstadt Griechenlands. Wir besichtigten die Agora, die Akropolis, das Parthenon und das Neue Akropolis-Museum. Der Anblick der architektonischen Meisterwerke war beeindruckend und erinnerte uns daran, wie fortschrittlich die antike griechische Zivilisation war. Von der Akropolis betrachteten wir die Stadt wie ein schimmerndes Mosaik.

Am Ende besuchten wir auch noch Delphi, das als Zentrum der antiken Welt galt. Wir bestaunten das berühmte Orakel von Delphi und wanderten entlang des Pfades der Säulen, während wir uns vorstellten, wie einst Philosophen und Ratsuchende an diesem heiligen Ort zusammenkamen. Der Blick auf das Tal von Delphi war atemberaubend und ließ uns die Bedeutung dieses Ortes für die antike griechische Kultur spüren. Die gemeinsame traditionsreiche Libation, also die Trankspende für die Götter, durfte selbstverständlich auch nicht fehlen, und so ließen wir auch den letzten Abend in Hellas mit einem angenehmen Gitarrenspiel gemütlich ausklingen…

Abschließend kann man sagen, dass unsere Studienfahrt nach Hellas eine unvergessliche Erfahrung war. Wir haben nicht nur unser Wissen über die antike griechische Kultur erweitert, sondern auch die Schönheit des Landes und die Gastfreundschaft der Menschen kennengelernt. Die Reise hat uns gezeigt, wie eng Geschichte, Mythologie und das moderne Griechenland miteinander verbunden sind. Wir möchten uns an dieser Stelle von ganzem Herzen bei all denjenigen bedanken, die diese Reise möglich gemacht haben, angefangen bei unseren Lehrerinnen und Lehrern, insbesondere Herrn Weschke als Hauptorganisator, bis hin zu den Busfahrern.

Text & Auswahl der Fotos: Matteo R. Cornelli, Q2 (AG Schülerredaktion)