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Schüleraustausch Bologna-Frankfurt 2022

Erstes Treffen – am Gagern


Nach monatelanger Planung hieß es dann am 25. September endlich Benvenuti a Francoforte, bolognesi! Damit begann der diesjährige Schüleraustausch mit unserer italienischen Partnerschule, dem Liceo Augusto Righi, aus Bologna. Es war der erste Austausch seit Beginn der Pandemie. Und so haben wir mit unserer Italienischlehrerin, Frau Obermöller, im Vorfeld alles dafür getan, dass es wie jedes Jahr ein unvergessliches Erlebnis wird.

In den Wochen zuvor haben wir, der Italienischkurs Q1, alle bereits regen Kontakt mit den 18 italienischen Schülerinnen und Schülern aufgenommen, doch wir haben sie noch nie in Person gesehen. Umso größer war die Aufregung am Sonntagabend, als wir alle sehr gespannt am Frankfurter Hauptbahnhof auf ihre Ankunft gewartet haben. Wir haben sie mit Plakaten und zahlreichen Umarmungen begrüßt. Aller Anfang ist natürlich schwer, doch dank der intensiven sprachlichen Vorbereitung im Italienischunterricht konnten wir schnell miteinander kommunizieren. Nach dem Empfang wurden alle Austauschschüler zu ihren Gastfamilien gebracht, wo bereits ein Abendessen auf sie wartete. Dabei lernten sie uns und unsere Familien näher kennen. Danach habe ich meinem Gast Edoardo auch einen ersten Einblick in unsere urbane Stadt gegeben.


Der erste ganze Tag begann am Montag mit Frühstücksei, Fleischsalat und Forelle. Hier wurden bereits die ersten kulinarischen Unterschiede im Bezug auf die Frühstückskultur sichtbar. Danach machten wir uns mit der U-Bahn auf dem Weg, denn dort begann für unsere Partner der Schulalltag am HvGG. Der Mathe-Leistungskurs war da für Edoardo ein einfacher Einstieg, weil die Sprache in dem Fach für ihn simpel und damit leichter zu verstehen war. Danach haben wir zusammen ein piccolo rinfresco in der Aula aufgebaut. Wir konnten nicht nur die leckeren Snacks der Eltern genießen (Dankeschön nochmal!), sondern auch die Gespräche mit den italienischen Schülern und Lehrern. Nach einer kurzen Ansprache unseres Schulleiters, Herrn Dr. Köhler, machten wir uns auf den Weg zum Zoo, wo die erste Etappe unseres gemeinsamen Stadtrundgangs begann. Jeder von uns hat eine kurze italienische Präsentation zu einer Frankfurter Sehenswürdigkeit vorbereitet, die einen guten Einblick in das facettenreiche Frankfurt gegeben hat. Auch wenn das Wetter zu wünschen übrig ließ, war der Spaziergang am Main, von der EZB zur Paulskirche, auch ideal, um uns besser kennenzulernen. Anschließend erkundeten wir die Hauptwache, bevor wir allesamt zu unseren Gastfamilien zurückkehrten. Nach dem Abendessen trafen wir uns noch auf der Zeil, wo wir in der längsten Einkaufsstraße Europas flanierten.


Der zweite Tag war für uns Frankfurter ein Schultag wie immer, die Gäste aber hatten ein reichliches Programm. Nach einer Doppelstunde Italiano con Italiani, in der sie als Hilfslehrer den Italienisch-Anfängern aus der achten Klasse die dritte Fremdsprache beibrachten, lernten sie den bekanntesten Frankfurter, Johann Wolfgang Goethe, in seinem Geburtshaus kennen, denn dieser war Wanderer zwischen Italien und Deutschland. Und sie bekamen die Gelegenheit, wie in Goethes Zeiten mit der Gänsefeder zu schreiben. Die stadtgeschichtliche Entwicklung von Mainhattan beleuchteten sie danach bei der Führung „Frankfurt von Einst bis Jetzt“ im Historischen Museum. Dann die deutsch-italienische Shoppingtour in der Innenstadt – die ließen wir Deutsche uns aber nicht nehmen. Das Abendprogramm musste dann aber aufgrund von Unerwartetem ins Wasser fallen: Seit wann braucht man fürs Billardspielen eigentlich einen Personalausweis?! 


Am dritten Tag hatten Edoardo und ich einen gemeinsamen Schultag. Besonders der Geschichtsunterricht bereitete meinem Gast Freude, denn wir haben die Revolution von 1848 behandelt, die in der Frankfurter Geschichte besonders interessant ist. Nach einem kurzem Zoobesuch der Gäste stand für Edoardo in der sechsten Stunde wieder Italienischunterrichten auf dem Plan, diesmal aber mit uns! Die Italiener präsentierten uns den Song „Zitti e buoni“, von der italienischen Band Måneskin, die damit im letzten Jahr den Eurovision Song Contest gewonnen haben. Danach aber trennten sich unsere Wege, denn wir Frankfurter mussten wieder mal zum „Unterricht nach Plan“, während die ragazzi in das Filmmuseum gehen durften, wo sie einen Einblick in die Entwicklung des Films erhielten. Das Highlight waren jedoch die Trickfilme, die sie dort produzierten und die wir alle später bewunderten. Der gemeinsame Filmabend mit „Der Name der Rose“ fiel dann flach, weil alle nach den eigenen Filmproduktionen zu erschöpft waren. Das Kartenspielen nach dem Abendessen ließen wir aber nicht ausfallen!


Der vierte Tag stand ganz im Zeichen der deutschen Romantik und ein Ausflug ins Rheingau war unser Programm. Auf der Zugfahrt nach Eltville unterhielten wir uns über die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Italien, die den Austauschschülern bisher aufgefallen waren. Nach einer kurzen Erkundung von Eltville ging es weiter zum Kloster Eberbach. Nutzung und Bedeutung des Klosters im Mittelalter banden die Museumsführerinnen an den weltbekannten Film „Der Name der Rose“ an, der dort mit Sean Connery als Mönch gedreht wurde. Nach kolossal kalten Klosterkellern nun Rüdesheimer Rhein-Romantik! Erst eine Waffel mit Blick auf den Rhein, dann eine Bootsfahrt auf dem Fluss. Wir hatten Glück mit dem Wetter (es regnete dann doch nicht…😉) und so konnten wir unter anderem das Hessendenkmal und die Burgen am Rhein in ihrer vollen Pracht bewundern. Zurück in Frankfurt stellten wir fest: Was kann noch kühler bzw. cooler sein als eine Bootsfahrt auf dem Rhein? Genau, Schlittschuhfahren! Und so beendeten wir den „romantischen“ Ausflug in der Frankfurter Eissporthalle.


Der fünfte Schultag bereitete unseren Gästen keine sprachlichen Schwierigkeiten; in der ersten und zweiten Stunde hatten wir Englisch, danach stand eine Führung in der Europäischen Zentralbank auf dem Programm, und diese war auf Italienisch. Am Mittag verabschiedete Herr Dr. Köhler unsere Freunde aus Bologna ganz herzlich. Danach aber wieder auf Deutsch: Ein Spaziergang durch die Gebäude der Goethe-Universität im Westend mit Prof. Dr. Werner Plumpe und dem Gagern-Alumnus Florian Kavermann. Doch nun war schon Freitag; unser Treffen in Frankfurt neigte sich dem Ende zu und wir spürten die Melancholie des bevorstehenden Abschieds. Am Abend ein letztes Treffen beim „Wagner“, einem typisch hessischen Äppler. Wir aßen wie die typischen Frankfurter: Handkäs‘ mit Musik, aber auch Rippchen und Leiterchen mit Bratkartoffeln sowie Grüne Soße. Selbst Eisbein mit Sauerkraut probierten wir! Letzteres wurde für manche von uns eine Herausforderung, doch mal eine echte Alternative zur pasta al pomodoro. Doch damit nicht genug: Raphael organisierte noch eine kleine Party bei sich zuhause, wo wir den Austausch mit Tanzen, Lachen und Singen ausklingen ließen.


Am letzten Morgen mussten wir todmüde die italienischen Schüler (oder, wie sie gelernt hatten: „Leuteee!“) am Bahnhof verabschieden. Nach einer prall gefüllten Woche hieß es dann Arrivederci, bolognesi! Ci vedremo fra due settimane! Wir bleiben in Kontakt, denn in zwei Wochen werden wir uns schon wiedersehen – dieses Mal in Italien.

Und diesen Artikel schreibe ich schon auf der Fahrt zu unserem zweiten Treffen, schaue aus dem Zugfenster und sehe bereits das Bahnhofsgebäude von Verona… Also noch eine Stunde bis Bologna…

Text: Matteo Roberto Cornelli, Q1 (AG Schülerredaktion)


Die italienischen Gäste haben dankenswerterweise diesen Rückblick zum Schüleraustausch erstellt:


Einige Impressionen von der Woche:


Und hier noch die Meisterwerke, die beim Deutschen Filmmuseum entstanden sind:



Zweites Treffen – in Bologna


Am 16. Oktober war es soweit: Zwei Wochen nach dem Abschied in Frankfurt sahen wir unsere italienischen Austauschschüler wieder – diesmal in Bologna !
Wir erlebten eine Woche mit wenig Schlaf und viel Abenteuer und Spaß – eine Woche, die wir nie vergessen werden. Alle Eindrücke, die die Zeit in Bologna bei uns hinterlassen hat, können wir gar nicht aufzählen; also werfen wir Schlaglichter auf das, was uns besonders im Gedächtnis geblieben ist.
Viel Spaß beim Lesen der Highlights der Italienisch-Schülerinnen und –schüler der Q1 ! 😉

L`architettura

Besonders aufgefallen ist mir an Bologna, dass es eine sehr alte Stadt ist, mit vielen Gebäuden aus dem Mittelalter und der Renaissance. Wenn man von oben aus schaut, sieht la Grassa rot aus, weil die Dächer über und über mit roten Ziegeln gedeckt sind. Wer durch Bologna wandert, läuft über hunderte von Metern unter den berühmten portici. Das sind Arkaden, Bogengänge über den Bürgersteigen, mit deren Hilfe die Menschen im Mittelalter ihren Wohnraum vergrößerten – und die Fußgänger noch heute vor Wetter und Sonne geschützt sind. Mir gefällt Bolognas Architektur sehr, weil der Stil so einheitlich ist.

– Kristina Lobenstein –


Scuola in Italia – scuola in Germania

Unsere Partnerschule, das Liceo Augusto Righi, liegt am Rand der Altstadt von Bologna. In den Fluren hängen Tafeln, auf denen an ehemalige Lehrer erinnert wird, aber auch an Schüler, die in der Zeit der Resistenza umkamen. Auch beim Schulleben fielen uns Unterschiede auf: So haben unsere Partner samstags z. B. nicht frei ! Denn sie haben von Montag bis Samstag lezioni. Dafür aber nur bis mittags, denn sie haben täglich nur 6 Stunden. Zwar dauern die dann 60 und nicht 45 Minuten … va bene …, aber es war schön, dass wir so die Nachmittage zusammen mit unseren Gastgebern verbringen konnten. Im Unterricht können die Schülerinnen und Schüler am Righi übrigens auch gern passiv bleiben, denn sie bekommen keine mündlichen Noten. Dafür aber gibt es viel mehr interrogazioni (mündliche Abfragen), Tests und schriftliche Arbeiten.

– Mersiha Agic –


Il traffico

In Frankfurt nutzen die meisten Menschen öffentliche Verkehrsmittel wie U- und Straßenbahnen. In Bologna gibt es jedoch ausschließlich ein Busnetzwerk. Dieses ist weniger zuverlässig als unsere Bahnen. Normalerweise kommt der Bus pünktlich, man steigt ein und entwertet seine Fahrkarte. Die Bologneser haben auch Apps, um die Fahrpläne im Blick zu behalten. Ein Problem tritt jedoch auf, wenn z. B. ein Fußballspiel stattfindet. Dann fallen die Busse für etwa zwei Stunden die Busse aus. Das muss man einfach einplanen, wenn man in dieser Zeit ins centro storico möchte. Ludovica und ich haben das erlebt, als wir uns um 20:30 Uhr mit unseren Freunden treffen wollten, aber der letzte Bus um 19:00 Uhr fuhr. Die Information war nicht in ihrer App verfügbar. Der Bau einer U-Bahn ist in Bologna jedoch aufgrund der vielen historischen Überreste unter der Erde nicht möglich. Daher ist das Bussystem wahrscheinlich die beste Lösung.

– Emilia Siebert –


Il centro storico: Piazza Maggiore & Piazza del Nettuno

Viele Straßen und Sträßchen führen auf die Piazza Maggiore, den Hauptplatz von Bologna. Wie in vielen italienischen Städten finden sich hier die Hauptkirche der Stadt, das Rathaus und die Paläste der Familien, die Bologna über lange Zeit regierten. Piazza Maggiore war historisch ein Marktplatz, deshalb breiten sich dort immer noch viele kleine Läden und Cafés aus. Gefallen hat mir besonders die Statue des Neptun. Der Platz, auf dem die Statue steht, ist ein Teil der Piazza Maggiore, hat aber auch einen eigenen Namen, nämlich Piazza del Nettuno (Neptunsplatz). Schon im Tageslicht sind die beiden Plätze schön. In der Dämmerung leuchten dann viele Lichter auf, sodass am Abend – mit Blick auf die Basilica di San Petronio, den Palazzo Comunale und den Palazzo dei Banchi – eine ganz besondere Stimmung aufkommt.

– Aleksandra Ruseva –


Bowling

Nach der Schule und dem Besuch des MAMbo, dem Museum für moderne Kunst, stand am Dienstag ein Bowlingabend an, den unsere Partner für uns organisiert hatten. Auf der Bowlingbahn teilten wir uns in Gruppen auf und sollten dann gegeneinander spielen. Doch das Gegenteil trat ein: Es fühlte sich vielmehr so an, als würden wir zusammen spielen, weil sich alle gegenseitig angefeuert und unterstützt haben. Ich fand es toll, dass alle dabei waren und wir so die Chance hatten, jeden nochmal besser kennenzulernen. Nach der Runde haben einige noch Billard gespielt, während sich die anderen draußen unterhielten. Ich persönlich war zuvor noch nie bowlen, weshalb ich mich besonders darauf gefreut habe. Dadurch, dass wir alle großen Spaß hatten, ist mir dieser Abend besonders in Erinnerung geblieben.

– Angelina Mihailovic –


Besuch des Museums der Gedenkstätte von Ustica

Donnerstag war der erste Tag, an dem wir uns nicht direkt um acht Uhr in der Schule trafen. Auf dem Programm stand ein Besuch der Gedenkstätte von Ustica, die an den Absturz eines in Bologna gestarteten Flugzeugs im Jahr 1980 erinnert. Wir waren alle sehr gespannt auf den Besuch, denn die meisten von uns hatten noch nie von diesem Unglück gehört. Ich persönlich interessiere mich sehr für Ereignisse dieser Art und hatte daher im Vorfeld einige Recherchen angestellt. Obwohl das Museum nicht sehr groß ist, war der Besuch beeindruckend und vermittelte ein ganz anderes Gefühl als die Recherche. Man erklärte uns, warum dieser Flugzeugabsturz so besonders war, und wir waren sprachlos, als wir sahen, wie das Flugzeug in Tausende von Teilen zertrümmert war. Das Gedenken an die 81 Opfer wurde auch mit einem künstlerischen Aspekt verbunden. So wurde uns beispielsweise die symbolische Bedeutung der 81 Lampen erklärt, die im Rhythmus des menschlichen Herzschlags langsam heller und dunkler werden, und die der 81schwarzen Spiegel, in denen alltägliche Gespräche zu hören waren. Schließlich sahen wir uns einen kurzen Dokumentarfilm über das Unglück an, bevor wir mit dem Bus zurück zur Schule fuhren.

 – Matteo Roberto Cornelli –


La passeggiata a piedi al Santuario della Madonna di San Luca 

Il programma del pomeriggio prevedeva una passeggiata a San Luca. La basilica si eleva sul colle della Guardia, uno sperone in parte boschivo a sud-ovest del centro storico di  Bologna. Verso le due del pomeriggio siamo partiti dalla nostra scuola iniziando alla porta Saragozza. Poi abbiamo camminato per due ore attraverso una lunga e caratteristica via porticata, che scavalca via Saragozza con il monumentale Arco del Meloncello  per poi salire ripidamente fino al santuario. Con i suoi 3796  metri di lunghezza il portico risulta il più lungo al mondo, quindi ognuno di noi doveva trovare il proprio ritmo per percorrere in alto i 666 archi …  Lungo il percorso non c’erano solo bei panorami, ma anche 15 cappelle. Dopo una breve foto di gruppo e una visita alla basilica, eravamo già sulla via del ritorno.

– Matteo Roberto Cornelli –


Un gelato a Bazzano

Die Gastgeber von Matteo und mir leben in dem Dorf Bazzano, das ca. 45 Minuten außerhalb von Bologna liegt. Am Donnerstagabend konnten wir nicht in die Stadt fahren, weil dort ein Fußballspiel stattfand und die Busse nicht fuhren. Also bekamen wir von Sara und Edoardo eine Führung durch Bazzano. Das Dorf ist sehr klein und man braucht nur 15 Minuten, um einmal durch das ganze Dorf zu laufen, doch wenn man sich die Gebäude genauer anguckt, erkennt man viel Tradition und Kultur. Besonders beeindruckend war für mich die Rocca dei Bentivoglio. Das ist eine Burg, die etwas erhöht liegt und heute als Museum genutzt wird. Durch die Lage auf dem Berg wirkt sie sehr mächtig, vor allem, wenn man unten durch die Gassen läuft und hinaufblickt. Anschließend aßen wir ein Eis in einer kleinen Eisdiele am Marktplatz. Wir wurden von der Besitzerin der Eisdiele sehr herzlich empfangen und sie freute sich, dass Deutsche ihr Eis probieren wollten. Matteo meinte, dass das Eis eines der besten gewesen sei, das er bisher gegessen habe.

– Marlene Lah –


Una serata in osteria

Nach einem langen, schönen Spätsommertag, an dem wir draußen auf einem Fußballfeld Sportunterricht hatten und den Berg zur Wallfahrtskirche des Santuario di San Luca hochgewandert waren, wartete auf uns der schönste Abend überhaupt. Unsere Austauschschüler hatten den Keller einer Osteria in der belebten Straße Via Garibaldi reserviert, wo uns die freundlichen Kellner eine Musikbox stellten und für partymäßige Atmosphäre sorgten. Wir sangen und tanzten stundenlang gemeinsam mit den Italienern Arm in Arm, doch die Zeit verging leider viel zu schnell. Der Abend gefiel mir besonders, weil wir einfach die Zeit in Ruhe miteinander genossen und der Zusammenhalt der beiden Schulklassen einmal mehr deutlich wurde. Dieser Abend zeigte, manche Freundschaften werden auch nach den beiden Begegnungen in Frankfurt und Bologna bestehen bleiben.

– Matteo Raab –


Firenze !

Unser Aufenthalt in Italien überzeugte bis zum Schluss: Für den letzten Tag hatte unsere Partnerklasse, die Quattro Kappa(4K), das Highlight der gesamten Woche für uns eingeplant: den Ausflug nach Florenz. Als wir das Programm in Frankfurt zum ersten Mal lasen, freuten wir uns schon sehr darauf ! Insgesamt hat die Stadt eine Menge zu bieten, zum Beispiel durften wir eine Führung durch die Galleria degli Uffizi genießen, die 1560 von Cosimo I. de Medici in Auftrag gegeben wurde und heute eines der ältesten Kunstmuseen der Welt ist. Angeschaut haben wir dort unter anderem die Geburt der Venus von Sandro Botticelli (entstanden 1485/86), die Medusa von Caravaggio (1595-98) und berühmte Werke von Leonardo da Vinci, Tiziano oder Raffaello Sanzio da Urbino.  Um in die begehrten Uffizien hineinzukommen, mussten unsere Lehrer großen Aufwand treiben. Wir nutzten derweil die Zeit und bestaunten die Kopien einiger Statuen auf der Piazza della Signoria und in der Loggia dei Lanzi, wie beispielsweise den Davide von Michelangelo (1501-1504), gerade leider im Käfig (!), den Perseus von Benvenuto Cellini (1545) oder Il ratto delle Sabine (Der Raub der Sabinerinnen, 1583) von Giovanni da Bologna. Auch wenn das Wetter nicht so ganz mitgemacht hat, konnten wir einen aufregend kulturellen Tag in Florenz erleben.

– Soraya Bals –


L`ultima cena a Bologna

Am Freitagabend war dann schon das Abschiedsessen mit allen, die am Austausch teilhatten. Es kamen auch viele Lehrer, die die Klasse 4K unterrichten. Noch einmal erlebten wir die italienische Esskultur: Zur Einstimmung gibt es erstmal die antipasti (die Vorspeise), die meist aus Käse und Schinken bestehen, worauf dann der primo piatto (der erste Gang) folgt. Dieser hat einen sättigenden Charakter und ist meistens ein Pastagericht. Nach einer Pause folgt der secondo piatto (das Hauptgericht). Am Ende des Vier-Gänge-Menüs kommt das Dessert. Für uns war diese klare Speisefolge eine neue Erfahrung, denn in Deutschland besteht das Essen ja aus Hauptgang und Dessert. Es war wirklich eine schöne Erfahrug, die Gewohnheiten und Lebensart unserer italienischen Freunde kennenzulernen. Arrivederci, amici !

– Karolina Bakowska –


GRAZIE tante an Frau Obermöller für die Organisation und thematische Vorbereitung auf diesen Austausch. Aber auch an das Coronavirus, das uns (fast) alle auf der Reise verschonte. 🙂

– Soraya Bals –


Einige Impressionen von der Woche:


Rückblick der FfM-Woche – Videobericht

Der vollständige Bericht ist hier zu finden.

Die italienischen Gäste haben dankenswerterweise diesen Rückblick zum Schüleraustausch erstellt:

Wunde Hände am Ende – Ausflug in die Boulderhalle

Am 31.03. unternahmen wir, die Klasse 6a, in Begleitung unserer Klassenlehrerin Frau Jazo und der Praktikantin Frau Dalnodar einen Ausflug in die Boulderhalle „Dynochrom“ in Seckbach.

Den Kletter-Vormittag haben wir dem Sieg unserer Klasse bei der Kilometer-Challenge im vergangenen Jahr zu verdanken, denn der Besuch der Boulderhalle war der Preis für den ersten Platz, den wir nun endlich einlösen konnten!

Nach einer kurzen Bahnfahrt und einem kleinen Fußmarsch zur Halle, der sich schon fast wie ein erstes Warm-up anfühlte, wurden wir von unseren Trainern im „Dynochrom“ begrüßt. 

Zunächst liehen wir uns Kletterschuhe aus: Bis jeder die passenden Schuhe hatte, aus denen er oder sie nicht herausrutschte oder die nicht drückten, vergingen ein paar Minuten. Schließlich wurden uns die Hallenregeln erklärt. Lediglich das Befolgen der Regel, die verführerisch weichen Matten nicht zum Springen oder Sich-von-Schrägen-herunterrollen-Lassen zu nutzen, fiel uns etwas schwer. 

Nachdem wir uns aufgewärmt hatten und der Trainer eine kurze Einführung in Griff- und Haltetechniken sowie die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade beim Klettern gegeben hatte, legten wir los: Die uns zunächst beim Laufen sehr unbequem erscheinenden Schuhe erwiesen sich schließlich beim Klettern als äußerst praktisch. Viele von uns wuchsen im wahrsten Sinne des Wortes über sich hinaus und erkletterten ungeahnte Höhen. Einige Routen schafften wir allerdings nur mit Teamwork, indem wir uns gegenseitig stützten und uns halfen, die steilen Wände zu erklimmen.

Klettern war aber nicht das Einzige, was uns begeisterte, denn es gab auch noch andere Angebote wie eine Slackline, einen Tischkicker oder eine gemütliche Sitzecke für wohlverdiente Pausen, Getränke und das ein oder andere Eis, das sich einige nach der Anstrengung gönnten. 

Der gesamte Vormittag hat allen viel Spaß gemacht: Wir haben neue Boulder-Erfahrungen gesammelt und unsere Kletterfähigkeiten ausgebaut. Zwar hatten einige danach rote und wunde Hände, aber die haben sich definitiv gelohnt!

Wir danken der Sport-Fachschaft und dem Schulelternbeirat, die uns dieses tolle Klassenerlebnis ermöglicht haben!

Text: Klasse 6a, Fotos: Fr. Dalnodar

Judentum in Frankfurt kennenlernen – Ein Besuch in der Westend-Synagoge

Liebe Schülerinnen und Schüler,

heute wollen wir euch über unseren Besuch in der Synagoge am 3.11.21 berichten. Los ging es in der 3. Stunde. Als alle da waren, fuhren wir zusammen mit der U6 vom Zoo bis zum Westend. Als wir dort ankamen, mussten wir nur noch ein kleines Stück bis zu unserem Ziel laufen. 

Das erste was wir gesehen haben, war ein kleines Häuschen, wo „Polizei“ draufstand. Das hat uns sehr beeindruckt, da wir nicht mit so starken Sicherheitsvorkehrungen gerechnet hatten.

Als wir dann in der Synagoge waren, kam auch schon unsere Führerin. Doch bevor wir mit der Führung anfingen, bekamen alle Jungs erstmal eine Kippa (eine Kopfbedeckung), welche die Jungs und Männer in der Synagoge tragen müssen. 

Die Führerin erzählte uns viel über das Judentum und was wir besonders interessant und zugleich beeindruckend fanden, war, dass diese Synagoge als eine der wenigen den Zweiten Weltkrieg überstanden hatte.

Nun durften wir endlich in den wohl allerschönsten Raum der Synagoge: den Gottesdienstraum. Hier beeindruckten uns vor allem die faszinierenden Dekorationen und Malereien. Nachdem wir diese bestaunt hatten, war die Führung auch schon vorbei. 

Zurück ging es dann wieder mit der U-Bahn.

Es war ein spannender und interessanter Ausflug.

Vielen Dank an Herrn Baum, der uns diesen ermöglicht hat.

Rosalie und Carlotta (Klasse 6a) 

Zu Gast im Garten der Lüste – Ausflug ins Kommunikationsmuseum

Ein Bericht von Clara Bredow (Q3)

Endlich wieder ins Museum! Nach langer coronabedingter Abstinenz freuten wir uns also sehr auf einen Besuch mit Frau Hauk und dem Relikurs Q3 im Kommunikationsmuseum!

Die Ausstellung hieß „Der Garten der Lüste“ und war von dem Gemälde von Hieronymus Bosch (1450-1516) inspiriert. Das Gemälde ist ungefähr 500 Jahre alt und zeigt Menschen, die sich nicht an die göttlichen Regeln halten, sondern die „sieben Todsünden“ (Habgier, Wollust, Hochmut, Zorn, Völlerei, Neid, Trägheit) begehen…

Das Besondere an der Ausstellung war, dass wir mit VR-Brillen den interaktiven Teil besuchen konnten und auf einmal mittendrin waren im „Garten der Lüste“. Dadurch wurden wir zu einem Teil des Bildes und der Installation. Es war möglich, rumzulaufen und den Wesen zu zuhören oder Dinge in der virtuellen Realität anzufassen. Natürlich gab es eine Spielidee (etwas moralisierend, aber witzig): Als Teilnehmer:innen hatten wir die Aufgabe, den Garten von den Sünden zu befreien. Dafür mussten wir alles beobachten und herausfinden, wie sündhaft die Bewohner:innen des Gartens handeln. Durch unser nicht-sündhaftes Verhalten konnten sie von uns lernen: Dadurch wird der Garten von Sünden befreit. Zum Beispiel versteckt ein Mann eine blaue Beere, weil er zu gierig ist und nicht teilen will. Dieser Mann symbolisiert die Todsünde „Habgier“.  Sobald wir dies bemerkt hatten, nahmen wir ein paar Beerenstückchen und warfen sie zu den schwimmenden Menschen ins Wasser. Der Bewohner merkte so, dass es nicht richtig ist, gierig zu sein, sondern, dass er teilen sollte. 

Subjektive Bewertung:

  1. lohnt sich der Besuch des Museums? (Auf jeden Fall: *****)
  2. Spaßfaktor: ****
  3. Kaffeetrinken an der Bar im Museum mit Frau Hauk:*****
  4. Lerneffekt (Reli, Kunst, Technik, Philosophie): ****
  5. Wiederholungsfaktor: ****

O-Töne:

David: Es war ein einmaliges Erlebnis. Wirklich super modern. Verrückt, dass wir das Gemälde 500 Jahre später zum Leben erwecken. 

Kolja: Das Setup und die Animationen waren einfach cool. Alle auditiven und visuellen Sinne wurden eingebunden. Die Bildsprache war abstrakt und unbekannt. Das war ein ganz besonderes Erlebnis.

Marie: Das VR-Erlebnis war eine coole Erfahrung. Wir freuen uns auf die digitale Zukunft. Man sollte auf jeden Fall im Kommunikationsmuseum vorbeischauen!

Creative Writing-Tipps aus erster Hand

„Wenn Du nicht weißt, wie Du Deinen Protagonisten beschreiben kannst, dann: Handlung, Handlung, Handlung!“

Unsere Mitgliedschaft im Netzwerk Literarisch aktiver Schulen in Hessen machte es möglich, dass wir am 16.09.2021 im Landesmuseum Darmstadt einen Workshop zum Creative Writing mit dem Schriftsteller Fayer Koch besuchen konnten.

An dieser Fortbildung mit dem Titel „Von Odysseen, Heldengeschichten und eigenen Irrfahrten“ nahm eine Gruppe von vier Schülerinnen und Schülern, bestehend aus Alicia, Bouchra, Julian und Kira (Q1), und den beiden Kolleginnen Dr. Jazo und Hauk teil.

„Fayer Koch (Jahrgang 1989) gehört zu den absoluten Geheimtipps in der creative writing- Szene“, schwärmte Frau Dr. Schellenberger-Diederich, Fachberaterin und Koordinatorin für Literatur (Hess. Kultusministerium) und Leiterin des Arbeitskreises Literarisch aktiver Schulen. Nach diesen Worten begrüßte sie alle Teilnehmenden aufs Herzlichste.

Wir starteten mit einer eigenen Selbstvorstellung nach einem Textmodell von Yoko Ono, der Witwe des legendären Beatles-Mitglieds John Lennon. Dank der unkonventionellen und direkten Art des jungen Autors verflog die anfängliche Scheu der Teilnehmenden, ihre Eigenproduktionen einem fremden Kreis vorzustellen, erfreulich schnell.

Vom Lesenden zum Urheber von literarischen Texten zu werden, gleiche laut Fayer einem „umfänglichen Perspektivwechsel“.

Dann erhielten wir einige Regeln zum Schreiben, die man hier und da paradoxerweise ruhig auch ganz bewusst brechen dürfe: Wer nicht wisse, wie sich zum Beispiel ein Charakter beschreiben lässt, müsse dessen Handeln einfach unentwegt weiter beschreiben, damit erstmal etwas passiert. Generell sei es gut, sparsam mit Adjektiven umzugehen. Und:  Außerdem sei Zeitdruck ausgesprochen hilfreich, um produktiv sein zu können. Fayer Koch bekannte, es gefiele ihm gar nicht, wenn er wüsste, der liebe lange Tag läge unbegrenzt vor ihm.

Anschließend besuchten wir die Ausstellung von Beuys‘ Ulysses mit dem etwas sperrigen Titel: „Beuys verlängert im Auftrag von James Joyce den Ulysses um sechs weitere Kapitel“. Allein der Auftrag sei da schon eine Provokation gewesen, erklärte die Kuratorin Dr. Mechthild Haas. Denn der irische Schriftsteller (1882 – 1941) war ja zum Zeitpunkt der Erteilung dieses angeblichen Auftrags bereits verstorben. Beuys sei ein großer Anhänger von Joyce gewesen. Das konstante Auftreten des Künstlers mit den für ihn typischen „Requisiten“ Hut und Stock war, so ist die Kuratorin überzeugt, eine einzige Huldigung des berühmten Erzählers aus dem hohen Norden. Vermutlich zwischen 1957 – 61 hat Beuys in sechs DIN-A5-Heften mit insgesamt 750 Seiten und 355 Zeichnungen die Themen des Joyce‘schen Romans weitergeführt.

Wir hatten nun die Aufgabe, eine der gestalteten Seiten des Beuys‘schen „Bildromans“ zum Anlass unserer eigenen kreativen Schreibproduktion zu nehmen. Die Auswahl blieb der Gruppe überlassen. „Die Gruppe der Teilnehmenden im intensiven Schreibflow zu erleben, erzeugte im Ausstellungsraum eine dichte und spannungsvolle Atmosphäre“, stellte Frau Dr. Schellenberger-Diederich anerkennend fest.

Unsere literaturbegeisterten Oberstufenschülerinnen und -schüler waren sehr angetan, wie ihre Statements belegen:

Alicia: „Eine äußerst interessante Erfahrung, die ich mit auf den Weg nehmen werde. Danke an Fayer Koch und Dr. Erika Schellenberger-Diederich, die uns so gut und ausführlich durch das ganze Programm geleitet und es uns ebenso ermöglicht haben, diverse Leute kennen zu lernen, die sich ebenso gerne mit dem Bereich Literatur beschäftigen.“

Bouchra: „Der Schreibkurs in Darmstadt war eine sehr spannende und bereichernde Erfahrung. Wir sollten aus Bildern der Ausstellung eine Geschichte schreiben, wobei wir unserer Phantasie freien Lauf lassen konnten. Hierzu wurden wir von Fayer Koch über die Grundlagen des Schreibens aufgeklärt, die mir die Augen für die Perspektive der Schreibenden geöffnet haben. Meine Erwartungen an die Veranstaltung wurden nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen.“

Julian: „Als besonders eindrucksvoll empfand ich den Perspektivwechsel aus der Rolle des Lesenden in die Rolle des Schreibenden, besonders im Kontext von Beuys‘ Verlängerung des Ulysses! Das uns von Fayer Koch an die Hand gegebene Wissen hat uns hierbei zu spannenden Ergebnissen inspiriert.“

Kira: „Unser Schreib-Workshop im Landesmuseum Darmstadt war sehr inspirierend und hat zum weiteren Nachdenken angeregt. Nach ausführlichen Erklärungen von Fayer Koch, wie man möglichst einfach gute Texte verfassen kann, durften wir selber zu den außergewöhnlichen Bildern aus Joseph Beuys‘ Ausstellung etwas Weiterführendes verfassen.“

Für die Fachschaft Deutsch

Fatima Hauk

Mit dem Kanu auf ArchitekTour

Einführung in die Sakralarchitektur in Frankfurt? Gut, es gibt den Dom. Einst bestimmte er unsere Stadtsilhouette, doch mittlerweile muss man seine Turmspitze zwischen all den Wolkenkratzern richtiggehend suchen. 

Wer heute noch erleben will, wie Ehrfurcht gebietend eine Kirche zu wirken vermag, sollte Kanu fahren. In Runkel an der Lahn ging unsere Reise am Mittwoch los. Nicht weit von der Burg liegt der Campingplatz mit dem Bootsverleih. Nach einer obligatorischen Einführung in die Kunst des Paddelns – Stechpaddel bitte oben anfassen! Immer in die Bootsmitte treten beim Einsteigen! – ging es in Zweier- und Dreierteams los.

Auf dem Wasserweg lahnabwärts hatten die meisten von uns den Dreh bald raus. Lola und Leonidas gaben alles und setzten sich mühelos an die Spitze. In ihrem Kielwasser paddelten Jan & Jan unverdrossen durch den Nieselregen und auch unter Steuerfrau Mora, im Team mit Melisa, lief es wie am Schnürchen. Nur ein Boot legte die anderthalbfache Strecke zurück und mäanderte, unterstützt von rhythmischer Discobeschallung, die Lahn flussab: Feline, Marlene und Carolin hatten definitiv den größten Spaß! 

Bei Flusskilometer 73 kam dann das eigentliche Reiseziel in Sicht: Sankt Lubentius, die Mutterkirche des Lahngaus. Auf einem Kalksteinfelsen erhebt sie sich seit über 1000 Jahren über den Strom und man fühlt sich zwergenhaft klein in seinem Kanu. Die Boote kann man für die Dauer der Besichtigung rechts am Ufer festmachen – aber bitte an der richtigen Stelle! Ansonsten kommt Helene Fischer (Kein Scherz!)* und droht mit Bußgeld und Ortsvorsteher. 

Die Kirchenführung übernahm Frau Flacke, unsere LK-Lehrerin. Sie erzählte von der Zeit der Christianisierung, von der Bauweise der Romanik und sang zum Abschluss mit uns den Kanon „Der Himmel geht über allen auf“. Auf diese Weise bekamen wir auch einen Eindruck von der Akustik der Basilika – und schön war es außerdem.

Danach stiegen wir wieder in die Boote für die letzten Kilometer bis Limburg. Natürlich regnete es immer noch, was aber niemandem die Laune verderben konnte. Vor dem Limburger Dom trafen wir uns dann mit Yasemin, einer Architekturstudentin, die gerade in Koblenz ihren Master macht. Wir hatten sie eingeladen, um mehr über diesen Studiengang zu erfahren, denn einige von uns tragen sich auch mit dem Gedanken, später einmal Architektur zu studieren.

Den Dom besichtigten wir selbstverständlich auch noch. Übrigens hat keine Kirche in Deutschland mehr Türme als er. Auch kann man hier gut den Übergang von der Romanik zur Gotik nachvollziehen und lernt, was der Unterschied zwischen Basilika, Dom, Stiftskirche und Kathedrale ist. Oder eben nicht 😉

Auf der Heimreise hat es – na klar – wieder geregnet, aber Gott sei Dank (Jan: Halleluja!) saßen wir im Zug und nicht mehr im Kanu. Der Ausflug hat großen Spaß gemacht und wir bedanken uns noch einmal bei Frau Flacke und besonders bei Herrn Goebel von der Sport-Fachschaft für die Begleitung!

Euer LK Kunst Q3

* So heißt die Inhaberin des Wirtshauses direkt am Ufer, unterhalb von St. Lubentius.

Wandertag der Q3 in den Kletterpark

Blättern rascheln, das Holz knackt, das Seil knarzt und hin und wieder hört man Angst- und Jubelschreie.

Der langersehnte Kletterausflug der Q3, der vor den Ferien wortwörtlich ins Wasser gefallen war, konnte nun endlich nachgeholt werden.

Mit der S-Bahn fuhren alle Schülerinnen und Schüler mit den begleitenden Lehrkräften ins idyllische Seulberg. Bereits nach einem kurzen Fußweg erreichte man den Kletterpark. Nach einer Sicherheitseinweisung konnte nach Lust und Laune bis auf 10m Höhe geklettert werden. Immer wieder waren schwierige Stellen zu überwinden und Tapferkeit zu beweisen.

Alternativ konnte auch an Kuhweiden vorbei und durch den Wald gewandert werden.

Etwas ermattet aber zufrieden kehrte die ganze Stufe wieder nach Frankfurt zurück und empfiehlt das Erlebnis weiter.

Text: Elena Grub, Charlotte Kück, Vanessa Schleder, Iris Hofmann

Fotos: Iris Hofmann, Hendrik Raab

Nach der Schule geh‘ ich noch zum Dreh ins Haus am Dom

Adventsbesinnung 2020

Es ist am Heinrich-von-Gagern-Gymnasium schon eine jahrzehntealte Tradition, in der – nach Karl Heinrich Waggerl – „stillsten Zeit im Jahr“ eine Adventsbesinnung anzubieten. 

Alljährlich versammelten sich an vier Wochentagen im Advent bei Gitarrenmusik, Punsch und Plätzchen zwischen 15 und 20 Jugendliche frühmorgens um 7.30 Uhr in der Aula, um nachdenklich stimmende Texte zu hören und das Miteinander vor Schulbeginn in einer besonderen Atmosphäre zu genießen. In den letzten Jahren haben wir auch Persönlichkeiten des Frankfurter kirchlichen Lebens eingeladen, die neben ihrem geistlichen Impuls auch von ihrer Arbeit – in einem Obdachlosentreff oder in der Missionsarbeit – berichtetenund damit Zeugnis gaben von dem, was sie tun. 

Und weil in diesem Jahr diese uns so liebgewordene Praxis nicht möglich ist, haben die Gagern-Religionsfachschaften kurzerhand umdisponiert und in Kooperation mit unseren Partnern MISEREOR (Aachen) und Religionspädagogisches Amt (Frankfurt/Main) ein digitales Angebot erstellt. Drei Jugendliche unserer Schule, Lilly (Stufe 9), Corinna und Julian (E-Phase), zeigten sogleich ihre Bereitschaft für diese Idee und hatten auf Anhieb große Freude dabei, ihren ganz persönlichen Adventsgedanken Ausdruck zu verleihen und sich selbst vor der Kamera zu präsentieren. 

Hier ihre Statements nach den Dreharbeiten im Haus am Dom: 

Julian, E-Phase: „Ich war beeindruckt von der angenehmen Atmosphäre, den wirklich sehr freundlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der allgemein vorherrschenden Professionalität – auch, wenn wir gegen Ende ein wenig Zeitdruck hatten.“

Lilly, 9. Jahrgangsstufe: „Es hat viel Spaß gemacht. Die Menschen waren sehr freundlich und die Atmosphäre war entspannt. Beim Vorbereiten habe ich wieder mal über den Advent nachgedacht und das hat mir gefallen.“

Das Vorhaben der Religionsfachschaften soll auch über das Jahr 2020 hinaus im besten Sinne „Schule machen“und ist aus unserer Sicht den gängigenMedienkonzepten gegenüber ein Gegenpol, der auf das Fest der Feste hinweist. 

Freuen Sie sich also mit uns auf vier besinnliche Impulse in dieser für uns alle so ungewohnt „stillen Zeit“: 1. Advent: Corinna und Julian, E-Phase 2. Advent: Pfarrer Thomas Schmidt, Frankfurt am Main3. Advent: Lilly, Stufe 9 4. Advent: Msgr. Pirmin Spiegel, MISEREOR, Aachen

Die Clips sind unter folgendem Link zu finden: 

Für die Fachschaften Religion 

Fatima Hauk