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Das Gagern schafft den Hattrick!

Am Samstag, den 14.3.2026 war es neuerlich so weit. Im HOLM (House of Logistics & Mobility) am Frankfurter Flughafen fand abermals der prestigeträchtigste Mathematik-Wettbewerb für Schüler der Jahrgangsstufe Q1/Q2 statt. Für das HvGG hat sich das harte Training und der tolle Einsatz unserer Schülerinnen und Schüler wieder einmal ausgezahlt, denn im dritten Jahr in Folge konnten wir den ersten Platz erreichen.

Unsere Schule war dieses Mal mit drei Teams am Start.

Team 2: Blum, Mino, Nguyen, Toan, Windthorst, Gideon, Yalcinkaya, Lian

Team 3: Ammerlahn, Merle, Balcazar de Mesquita, Sara, Birac, Stefan, Dietz, Johanna, Döring, Hugo

Team 4: Landefeld, Hanno, Nardi, Flavio, Popp, Malisa Siebert, Ninette, Wersing, Linus

Lehrerseitig waren wir durch Anna-Lena Rover (betreuende Lehrerin) und Rainer Durdaut (Korrekturvorstand des Zentrums für Mathematik) vertreten.

Gekämpft wurde in 3 Disziplinen. Dem Gruppenwettbewerb, bei dem 4 anspruchsvolle mathematische Probleme in 45 Minuten gelöst werden mussten, den mathematischen Hürden, wo es um 8 Aufgaben in einem engen zeitlichen Rahmen ging und dem Einzelwettbewerb, in dem 4 schwierige Fragestellungen zu bewältigen waren. Aus den Ergebnissen des Gruppenwettbewerbs und den mathematische Hürden wurde dann das Resultat des Mannschaftswettbewerbs ermittelt.

Insgesamt kamen 46 Teams aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet in die Wertung. Hier die Top 10 der Ergebnisliste.

Im Einzelwettbewerb hat Flavio Nardi zudem unter 176 Teilnehmern den hervorragenden 3. Platz belegt.

Wir gratulieren unseren Schülern und Schülerinnen zu diesem (wieder einmal) bemerkenswerten Erfolg, bedanken uns für ihr großes Engagement bei Vorbereitung und Wettkampf und hoffen, dass dies für die kommende Jahrgangsstufe Q1/Q2 Antrieb und Ansporn sein wird, unsere Tradition in den verschiedenen mathematischen Wettbewerben fortzusetzen.

Unser Dank gilt auch der Schulleitung des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums, die uns bei unseren Vorbereitungen nach Kräften unterstützt hat und den Kollegen und Kolleginnen der Fachschaft Mathematik, ohne deren tägliche Arbeit dies alles nicht möglich wäre.

Auf ein Neues am 13. März 2027 und bis dahin…

Live long and prosper.

Glückwunsch an unsere Mathematik-Olympioniken!

Die Mathematik-Olympiade ist der jährlich bundesweit angebotene höchstwertige Individual-Wettbewerb für Schüler und Schülerinnen der Klassen 3 bis 13 im Bereich Mathematik. Am 20.+21. Februar fand die 3. Runde und damit das Landesfinale in Form zweier vierstündiger Klausuren an der Justus-Liebig-Universität Gießen statt, für das sich tatsächlich 6 Schüler und Schülerinnen des HvGG in 5 verschiedenen Olympiadeklassen qualifiziert hatten.

Im Einzelnen:

Olympiadeklasse 6: Stefan Demetrescu (6a)

Olympiadeklasse 7: Liam Wagner (7d)

Olympiadeklasse 8: Grigor Hovhannisyan (8a)

Olympiadeklasse 8: Sofiia Shmelkova (8a)

Olympiadeklasse 9: Oskar Steinle (9a)

Olympiadeklasse 10: Marie Hermann (Ea)

Alle 6 haben sich hervorragend geschlagen, wobei der 3. Platz von Liam und die beiden 2. Plätze von Stefan und Oskar noch einmal herausragen.

Wir danken allen unseren Schülern und Schülerinnen, die an der Mathematik-Olympiade 2025/2026 teilgenommen haben, für ihr großes Engagement bei Vorbereitung und Wettkampf und hoffen, dass dies Ansporn für das nächste Jahr sein wird, unserem diesjährigen Team nachzueifern. Egal ob in der Mini-N.E.R.D.-AG oder der mittleren und oberen AG, für jeden gibt es die passende Gelegenheit, der Mathematik auf den Grund zu gehen.

Live long and prosper.

Rainer Durdaut

Das Wintersportfest

Das Wintersportfest fand dieses Jahr am 30.01.2026 statt. Es war mal wieder ein ganz besonderes Ereignis, das unsere SV für uns organisiert hat.

Gleich nach der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse ging es los. Immer zwei Klassen haben gegeneinander gespielt. Manchmal war es auch ein bisschen herausfordernd, denn als eine fünfte Klasse gegen eine siebte Klasse zu spielen, ist ein bisschen schwierig. 

Es war für die Fünfties auch ein bisschen chaotisch, denn wir wussten nicht, wann wir uns umziehen sollten. Als wir aber erst einmal umgezogen waren, ging es auch schon los. Man konnte Affenfelsen oder Fußball spielen. Affenfelsen ist so wie Gefängnisball. Für die, die kein Gefängnisball kennen: Man muss das gegnerische Team abwerfen, und wenn man abgeworfen worden ist, muss man sich auf eine Bank stellen. Dann muss man in den Basketballkorb werfen, und wenn man trifft, ist das ganze Team frei, das auf der Bank steht. Und wenn man nicht trifft, ist nur der frei, der den Ball gefangen hat.

Affenfelsen ist genau das Gleiche, halt nur dass in der Mitte der Turnhalle ein riesengroßer Berg aus Matten und Bänken steht. Und das Tollste ist, dass man auf den Felsen klettern und sich dahinter verstecken kann, wenn ein Ball kommt.

Viele saßen am Rand und guckten bei den Spielen zu. Man konnte auch Snacks und Brezeln kaufen. 

Nochmal herzlichen Glückwunsch an die Gewinner!

Text und Fotos: AG Schülerredaktion: Laura (5d)

Die Mathematik-Olympiade 2025/2026 geht in die entscheidende Phase!

Die Mathematik-Olympiade ist der jährlich bundesweit angebotene höchstwertige Individual-Wettbewerb für Schüler und Schülerinnen der Klassen 3 bis 13 im Bereich Mathematik. Am 12. November 2025 fand die 2. Runde in Form einer vierstündigen Klausur statt, für die sich 45 Schüler und Schülerinnen des HvGG qualifiziert hatten.

Tausende von Schülern und Schülerinnen, die an dieser Klausur hessenweit teilgenommen haben, versuchten, sich für die Landesendrunde zu qualifizieren. Ein Ziel, welches im Durchschnitt nur ca. 20 Kandidaten pro Olympiadeklasse erreichen.

Umso bemerkenswerter das Ergebnis für das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium, denn es haben tatsächlich 6 unserer Schüler und Schülerinnen das Landesfinale an der Justus-Liebig-Universität Gießen erreicht. Im Einzelnen:

Olympiadeklasse 6: Stefan Demetrescu (6a)

Olympiadeklasse 7: Liam Wagner (7d)

Olympiadeklasse 8: Grigor Hovhannisyan (8a)

Olympiadeklasse 8: Sofiia Shmelkova (8a)

Olympiadeklasse 9: Oskar Steinle (9a)

Olympiadeklasse 10: Marie Hermann (Ea)

Wir danken allen unseren Schülern und Schülerinnen, die an der 2. Runde teilgenommen haben, für ihr großes Engagement bei Vorbereitung und Wettkampf und drücken den 6 Qualifikanten für das Finale am 20./21. Februar, für das wir innerhalb der N.E.R.D.-AG natürlich noch kräftig trainieren werden, die Daumen.

Live long and prosper.

Rainer Durdaut

Die „Legendäre Lange Filmnacht” (LLF Nr. XXVII) zum Jahresende!

Wie jedes Jahr zwischen Weihnachten und Silvester war es wieder so weit: Die Filmnacht rief und 50 Glückliche konnten ein Ticket ergattern.

Von 19 Uhr am 20.12. bis um 6:30 Uhr in der Früh des 21.12. verbrachten alte und neue Cinephile gemeinsame Zeit, um mit wie immer außergewöhnlichen Filmen und einem phantasievollen Büffet das Ende des Schuljahres zu begehen. Aktuelle und ehemalige Schüler und Schülerinnen trugen dabei wieder einmal zu einer wunderbaren Nacht der bewegten Bilder bei.

Fun Fact: Vertreten waren Schülerinnen und Schüler der Abiturjahrgänge 2013, 2015, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2023, 2024, 2025, 2026 und 2028.

Und eines ist natürlich klar: Nach der LLF XXVII ist vor der LLF XXVIII.

Der gesamten Schulgemeinde des HvGG wünschen wir erholsame Weihnachtsferienferien.

Live long and prosper.

Fußball-AG besucht Deutsches Fußballmuseum

Einen etwas weiter entfernten außerschulischen Lernort besuchte die Fußball-AG des HvGG am 21.10.2025 kurz nach den Herbstferien.

Bereits um 7.35 Uhr traf sich die zwanzigköpfige Truppe, die von Frau Bieneck und Herrn Döll begleitet wurde, am Frankfurter Hauptbahnhof, um nach Dortmund zu reisen. Frei nach der aktuell angelaufenen Serie „Boah Bahn“ lassen sich An- und Abreise an diesem Tag am besten beschreiben.

Auf dem Hinweg ging aufgrund von Verspätung „eine Halbzeit plus Nachspielzeit“ verloren, auf dem Rückweg fiel dann der Zug gänzlich aus, es konnte aber eine gute Alternative gefunden werden. Der guten Stimmung an diesem Tag tat dies aber keinen Abbruch.

Einmal in Dortmund im Deutschen Fußballmuseum (direkt gegenüber vom Hauptbahnhof) angekommen zeigten sich durchweg alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowohl interessiert als auch bestens informiert.

Die rund 90minütige Führung bot zunächst eine Reise durch die Geschichte der Deutschen Nationalmannschaften, wobei vom 1. WM-Triumph 1954 über die Titelgewinne 1974 und 1990 bis zum 4. Stern 2014 eine Menge Devotionalien bestaunt sowie Annekdoten zu den Mannschaften in Verbindung zur deutschen Geschichte geboten wurden.

Ebenso beeindruckend waren die Entwicklung und die Titelstory der Deutschen Frauennationalmannschaft, die sich seit 1970 rasant in die Weltspitze spielte.

Zum Abschluss wurden dann bei einem Rundgang durch die Schatzkammer diverse Trophäen der DFB-Elf bestaunt und es gab Einiges zu verschiedenen deutschen Clubmannschaften zu erfahren, so dass alle die eine oder andere neue Info zum Lieblingsverein mit nach Hause nehmen konnten.

Bevor gegen Nachmittag wieder die Heimreise angetreten wurde blieb noch ausreichend Zeit, um auf dem „Soccer Court“ selbst den Ball noch etwas laufen zu lassen.

Insgesamt ein sehr schöner Ausflug mit einer AG-Gruppe, die sich bunt aus drei Jahrgangsstufen mischte, dafür aber durchaus homogen auftrat.

(C. Döll)

Die „Legendäre Lange Filmnacht” (LLF Nr. XXVI) zum Abschluss des Schuljahres!

Die LLF, die im Grunde eine Winterveranstaltung ist und die ihren festen Platz in den Weihnachtsferien hat, fand auf vielfachen Wunsch und zur Verkürzung der Wartezeit nun zum dritten Mal auch im Sommer statt. Die Filmnacht rief und knapp 50 Glückliche konnten ein Ticket ergattern.

Von 19 Uhr am 4.7. bis um 6 Uhr in der Früh des 5.7. verbrachten alte und neue Cinephile gemeinsame Zeit, um mit wie immer außergewöhnlichen Filmen und einem phantasievollen Büffet das Ende des Schuljahres zu begehen. Aktuelle und ehemalige Schüler und Schülerinnen trugen dabei wieder einmal zu einer wunderbaren Nacht der bewegten Bilder bei.

Fun Fact: Vertreten waren Schülerinnen und Schüler der Abiturjahrgänge 2013, 2015, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2023, 2024, 2025, 2026 und 2027.

Und eines ist natürlich klar: Nach der LLF XXVI ist vor der LLF XXVII, denn die nächsten Winterferien kommen bestimmt.

Der gesamten Schulgemeinde des HvGG wünschen wir erholsame Sommerferien.

Live long and prosper.

Vize-Hessenmeister im Schulschach !

Am 27. Februar nahmen wir mit zwei Vierermannschaften am Hessischen Schulschach-Mannschaftswettbewerb teil, welcher dieses Jahr an der Bischof-Neumann-Schule in Königstein ausgetragen wurde. Gespielt wurde ein Turnier mit 5 Runden nach Schweizer System und 15 Minuten Bedenkzeit je Spieler.

Beide Teams von uns haben hierbei ganz hervorragende Ergebnisse erzielen können. Unsere 2. Mannschaft, bestehend alleine aus AG-Spielern, erreichte in einem Feld von insgesamt 31 Schulmannschaften einen ganz hervorragenden 10. Platz. Ein Glückwunsch geht hierbei an Emmett Jahnke (6a), Ismail El Yassini (6a), Anton Schneider (6b) und Adam Rollin (5a).

Unsere erste Mannschaft konnte sich am Ende darüber freuen, Vize-Hessenmeister geworden zu sein! Ein Riesenerfolg, der noch dadurch verstärkt wird, dass unser Team lediglich an den ersten beiden Brettern mit Spielern besetzt war, die gleichzeitig auch Vereinsspieler sind und von daher eine größere Spielstärke mit sich bringen, nämlich Grigor Hovhannisyan (7b) und Naoki Stoianov (6a). Aber nicht nur diese beiden konnten an einem guten Tag nach Wertungszahl stärkere Gegner besiegen, sondern auch unsere AG-Spieler David dbe Kascho (7d) und Tim Ruschkowski (7c) erwischten einen spielstarken Tag und gewannen auch gegen gegnerische Vereinsspieler.

In der Regel werden die vorderen Plätze bei Schulturnieren immer unter den Mannschaften ausgemacht, die vollständig mit Vereinsspielern bestückt sind, was auch beim Sieger des Turniers, der Lichtenbergschule aus Darmstadt der Fall war. In diese Phalanx eingebrochen zu sein, darauf dürfen alle zu Recht stolz sein. Veredelt wird der Erfolg des Tages im Weiteren noch dadurch, dass sich die ersten beiden Mannschaften der WK IV für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert haben, die vom 1.-4. Mai ausgetragen werden wird.

Ergebnisse der Juniorwahl: Grüne vor CDU, Nouripour Sieger bei Erststimme

In der Woche vor den vorgezogenen Bundestagswahlen am 23. Februar 2025 fand am Gagern wieder die Juniorwahl statt: Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis Q4 erhielten dazu in der Vorwoche eine Wahlbenachrichtigung und konnten dann vom 17. bis 21. Februar 2025 in der Aula am eigentlichen Wahlakt teilnehmen – und zwar vollständig so wie bei der „richtigen Wahl“ – inklusive eines Stimmzettels, der bis auf den Hinweis auf die Juniorwahl exakt dem Original entspricht.

Die Juniorwahl, eines der bundesweit wichtigsten Projekte der politischen Bildung, dient nicht nur dem Erlernen der Funktion und Organisation demokratischer Wahlen, sie bildet auch durchaus den politischen Willen jüngerer Menschen ab – vor dem Hintergrund der Diskussion um das von der „Ampel“ auf 16 Jahre abgesenkte Mindestwahlalter bei der Europawahl somit mehr als eine Simulation ohne weitere Bedeutung.

Das Gesamtergebnis der Juniorwahl für Deutschland ist auf der Projektwebseite verfügbar: https://www.juniorwahl.de

Abgestimmt haben am Gagern insgesamt 489 Schülerinnen und Schüler; davon waren (nur) sechs Stimmzettel ungültig. Die Wahlbeteiligung lag bei 76,2 % – was vergleichsweise niedrig ist und offenbar insbesondere der Grippewelle geschuldet.

Erststimmenergebnis

Bei den Erststimmen sind in der Ergebnisgrafik nur Kandidatinnen und Kandidaten aufgeführt, die mindestens eine Stimme erhielten. „Sonstige“ Parteien bei den Zweitstimmen sind die MLPD und das „Bündnis Deutschland“.

Vielen Dank an die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Politik & Wirtschaft der Q2, die die Funktion des Wahlvorstands übernommen und die Endauszählung durchgeführt haben!

Leistungskurs Politik und Wirtschaft in Brüssel

Ein Bericht von Valentin Blahudka, Q4

Entgegen einiger Erwartungen befinden sich am Donnerstag, dem 30. Januar 2025, um 7:30 Uhr 15 Schülerinnen und Schüler des PoWi-LK, ein Hauptmann der Bundeswehr, ein PoWi-LK Lehrer und unser Busfahrer Helmut, pünktlich(!) vor dem Haupteingang des HvGG. Erstere noch nicht ganz sicher, ob wach oder im Fiebertraum, steigen verschlafen in den luxuriösen Reisebus, der im Vergleich zum vollen Bus auf der Hellas-Abschlussreise eine Utopie des Buslebens darstellte (Robert hat sogar auf VIER Plätzen gleichzeitig gelegen). Und schon ging es los in Richtung „Taktisches Luftwaffengeschwader 31 Boelcke“ in Nörvenich, NRW. Dort sollte uns, nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem hochkomplexen Beamer, der Aufbau dieses Luftwaffengeschwaders erläutert werden sowie die Ziele, und Funktion desselben für die deutsche Luftverteidigung Es folgte noch ein kurzer Rundgang durch das hauseigene Mini-Museum, bei dem wir das Cockpit der Fliegerlegende Oswald Boelcke betrachteten sowie das Cockpit der unrühmlich als „Witwenmacher“ bekannt gewordenen Lockheed F-104 „Starfighter“.

Danach ging es zum wohl spannendsten Teil des Tages: Mittagessen in der Kaserne.

Nach den ersten Witzeleien, dass das Essen bestimmt nicht schmecken werde, klärt uns unsere militärische Begleitung, Herr Johnen, auf, dass Boelcke eine der wenigen Kasernen sei, wo noch selber gekocht werde. Da verstummten die Sprüche vorerst und spätestens nach den köstlichen Rinderrouladen mit Rotkohl und Kartoffelpüree, konnten wir uns auf eine solide 7,5/10 einigen. Nebenbei hatten wir auch durchgehend die Möglichkeit, unsere Fragen und Bedenken zu äußern, die Herr Reichelt vom Stützpunkt uns beantwortete. Ein weiteres (durchaus testosterongeladenes) Highlight, war die Begutachtung eines Eurofighters inklusive einiger Starts der Kampfjets, die mit grinsenden Gesichtern aus weiter ferne beobachtet wurden. Wir wurden auch aufgeklärt über die Geschichte hinter dem Mehrzweckkampfflugzeug, entworfen von Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien. Der Umstand, dass vier Nationen an dem Projekt beteiligt sind, kann als europäisches Erfolgsprojekt gesehen werden, das allerdings durchaus mit einigen Herausforderungen bei Entwicklung, Produktion und Betrieb verbunden ist.

Nach zwei weiteren Stunden Fahrt kommen wir in der Verkehrsdystopie Brüssel an und checken im Hotel Meininger ein. Danach folgt noch ein sehr gemütliches Abendessen in Brüssels Innenstadt.

Abschließend bewundern wir auf dem Heimweg noch das berühmte Manneken Pis und lauschen Sophias wunderbaren Anekdote zu jenem Denkmal, bevor wir dann alle müde und erschöpft ins Bett fallen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen wackeln wir los in Richtung Landesvertretung Hessen. Nach einer kurzen Erklärung von Herrn Christoph Heider, warum es solch ein faktisch „unpolitisches“ Institut überhaupt gebe, dürfen wir allerlei Fragen stellen und es ergibt sich ein sehr interessantes Gespräch. Anschließend an dieses Gespräch und einer kurzen Pinkelpause (man war schwer beeindruckt von den Toiletten), sprechen wir mit einem Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung und es wird nach einer kleinen Fragerunde auch im Kurs heiß über das Vorgehen im Russland–Ukraine Krieg diskutiert. aber auch die neuesten politischen Geschehnisse in Berlin (Fall der Brandmauer?!) und sonst alles, was uns interessierte.

Dann ging es in eine kleine Pause in der gegessen, spaziert und noch mehr belgische Waffel gegessen wurde als ohnehin schon zuvor, bevor wir uns auf eine Museums-Rallye im Haus der europäischen Geschichte begaben, die sehr interessant war, aber, vielen Schülerinnen und Schüler ihrer letzten Kraft beraubte.

In der anschließenden Freizeit gingen die einen in Belgiens bekannte Secondhandshops, kauften Käse oder Schokolade – und das alles während eines wahrhaft cinematischen Sonnenuntergangs.

Abends wurde nach intensiver Recherche die beste Pizzeria Brüssels aufgesucht und nach einem sehr preiswerten und leckeren Essen, ließen die meisten den Abend in der hoteleigenen Bar mit Dartscheibe, Kartenspielen und Billardtisch, ausklingen.

An unserem letzten Tag in Brüssel stand uns noch das Rollenspiel im Parlamentarium bevor. Gespannt lauschen wir den Ansagen und werden dann zufällig einer Partei zugeordnet. „Oha krass, Digga!“ ist der Ausdruck der Verwunderung der meisten (männlichen) Schüler über die Technik der einzelnen Stationen und des eigenen Handys. Nach unzähligen hitzigen Diskussionen und Pressekonferenzen wird über die beiden Gesetztesinitiativen abgestimmt, was übrigens auch noch im Nachhinein für eine sehr hitzige Debatte sorgte.

Dennoch waren wir uns alle einig, dass dieses Rollenspiel uns allen grossen Spaß bereitete und sehr interessant war.

Nach einem kurzen Zwischenstopp bei einer sehr preiswerten Truckerimbissbude steigen also 15 Schülerinnen und Schüler des PoWi-LK, ein Hauptmann, ein PoWi-LK -Lehrer und unser Busfahrer Helmut, glücklich, zufrieden, erschöpft und um einiges schlauer als zuvor, in den Bus Richtung HvGG.

An dieser Stelle möchten wir als PoWi-LK uns ganz herzlich bei Herrn Czudai bedanken, ohne den diese Fahrt überhaupt nichts geworden wäre und auch bei unserer sehr sympathischen, militärischen Begleitung, Herrn Hauptmann Johnen, sowie unserem mindestens genauso sympathischen Busfahrer Helmut, der uns sicher überall hin kutschierte.

P.S.: Gesondert möchte ich hier nochmal darauf Hinweisen, dass es sich bei dieser (auch von der Bundeswehr unterstützten) Studienfahrt keineswegs um eine „Promoaktion“ der Bundeswehr handelte und wir alle im Kurs den Eindruck hatten, dass (wenn es keine spezielle Frage dazu gab) davon abgesehen wurde, uns die Bundeswehr besonders nahezulegen und das Thema Bundeswehr sehr sachlich und durchaus kritisch besprochen wurde.