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Vorlesen bedeutet, in ein Traumland entführen

An einem Donnerstagnachmittag im März war es dann soweit! Der beste Schulsieger von 14 aus dem Frankfurter Osten – in diesem Jahr eine Schulsiegerin – wurde coronabedingt auf unserem Pausenhof zum allerbesten gekürt. Im Beisein von Vater oder Mutter plus Geschwisterkind wurde das Ganze eine ringsherum tolle Sache. Herr Dr. Köhler, unser Schulleiter, erzählte launig von seinem eigenen Umgang mit Büchern: „Lesen lässt uns in ein Traumland reisen. Dahin habt Ihr auch die Jury mitgenommen. Ich merke das jeden Abend auch an meinen beiden eigenen Kindern, die sich immer wieder gerne von mir dahin entführen lassen. Behaltet auch Ihr Eure Freude daran!“ Und die buchbegeisterten Teilnehmenden hatten zudem noch keine Zeit und Mühe gescheut und sogar einen Vorleseclip hergestellt und ihn für die Jury hochgeladen, damit auch sie den gleichen Spaß daran hat wie die fitten Akteur*innen bei uns im Hof unter freiem Himmel. Alle Beteiligten erhielten sodann von Frau Vollrath, unserer Fachbereichsleiterin, eine auf jedes einzelne Kind abgestimmte Würdigung seiner besonderen Vortragsleistung. Sie hob auf höchst unterhaltsame Weise die Motive, aber auch Protagonisten der jeweils gewählten Textausschnitte hervor und lobte die clevere Buchauswahl der fitten Leseratten. 

Alle konnten sie „sehen“, die Eichhörnchen, die blaue Hortensie, die hübsche aber erfolglose Prinzessin und den tollen Pädagogen, der auf behutsame und zugleich lockere Weise seiner Schülerin bei ihrer Lese- und Rechtschreibschwäche auf die Beine half. 

Für viele, auch für die Großen, waren die mit eigenen Worten „übersetzten“ Abschnitte eine willkommene Anregung, um die von den Kids ausgewählten Jugendbücher auch selbst zu lesen. 

Natürlich sind alle Schulsieger*innen aus dem Frankfurter Osten heuer die Gewinner*innendes Wettbewerbs gewesen. Eine allererste Siegerin, die sich nur um Haaresbreite von den übrigen abhob, sollte es aber schließlich doch geben: Johanna Hebben von der Freien Christlichen Schule machte verdient das Rennen. Wir gratulieren und wünschen ihr von Herzen viel Erfolg bei der nächsten Etappe, dem Bezirksentscheid. Toi toi toi!

i.A. Fatima Hauk 

Bücher sind wie Kekse! Einmal angefangen, kann man nimmer aufhören, sie zu verschlingen

So lautet ein Sprichwort in „Brösels Bücherregal“, das ganz viele Kinder nachempfinden können. Am 15.12.2020, dem vorgezogenen letzten Schultag vor den Weihnachtsferien, traten beim schulinternen Vorlesewettbewerb vier zuvor in ihren Klassen gewählteKandidatinnen an – sie waren diesmal ein bisschenbesser als ihre Mitschüler – um den Titel „Schulsiegerin“zu erlangen. Leider in diesem Jahr ganz ohne Publikum. Umso zugewandter war die Jury, besetzt mit vier Lehrkräften und der ehemaligen Schulsiegerin Paula Burggraf (9a). 

Frau Vollrath begrüßte die Mädchen an diesem Dezembernachmittag warmherzig mit einem Rückblick in die Tradition des Vorlesens als Beruf: So bekleideten bei Hofe Personen – in der Regel gelehrte Männer –dieses würdevolle Amt. Karl der Große hatte zum Beispiel solche „Lektoren“. Der Herrscher tat sich zwar mit dem Schreiben schwer, die Buchstaben kannte er allerdings und konnte vermutlich auch ein paar Sätzeentziffern, was um 800 n. Chr. bei weitem nicht selbstverständlich war. 

Wie bei Hofe lasen auch unsere Vorleserinnen allesamt mühelos, fließend und fast immer mit der richtigen Betonung und Modulation. Man merkte zwar die Aufregung auf Seiten des Vorlesekindes, aber auch diegehört nun mal dazu. Und vielleicht ist es gerade auch dieses die Kinderwangen leicht rötende Lampenfieber, das bei der Hörerschaft erst für ungeteilte Aufmerksamkeit sorgt.  

In einem harten Kopf-an-Kopf-Rennen zeichnete sich Lidia Selivanova (6d) als Gewinnerin ab. Sie las langsamer als ihre Mitstreiterinnen und schoss deshalb – wenn auch knapp – den Vogel ab. Herr Dr. Köhler gratulierte allen aufs herzlichste und überreichte unsererSchulsiegerin ein Buchgeschenk. 

Am Ende gab es zwar keine Kekse, aber Schaumküsse, die „coronakonform“ zur Feier dieses siegreichen Tages vom Schulleiter spendiert wurden. 

Allen Lesenden ein herzliches Dankeschön für die Teilnahme! Der Regionalentscheid wird im Februar 2021 digital durchgeführt. Die ganze Schulgemeinde drückt Lidia ganz fest die Daumen und wünscht ihr von Herzen, dass sie im frühen Jahr 2021 und darüber hinauserfolgreich unsere Schule repräsentieren möge! 

Fachschaft Deutsch

i.A. Fatima Hauk

(Vor-)Lesenacht der 6d in der Bibliothek

Die 6d nimmt in diesem Schuljahr nicht nur am Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels teil, sondern auch am bundesweiten Vorlesetag. Wie man beides kombinieren kann, zeigte die Klasse während einer Lesenacht in unserer Bibliothek.


Lesenacht am HvGG, 17.11.2017, 17:17 Uhr-18.11.2017, 10 Uhr 

Ein Bericht von Jannik, 6d

Am 17.11.2017, um 17:17 Uhr, kamen die Schüler der 6d zu einer Lesenacht zusammen. Alle hatten ziemlich Lust darauf, aber was passieren würde und ob es wirklich so lustig werden würde oder vielleicht besser/schlechter, wussten wir nicht genau. Aber das würden wir bald erfahren. 
Die, die wegen einer Verwechslung oder anderem früher da waren, konnten zum Glück einen Fußball auftreiben, mit dem sie bis zum Eintreffen der anderen Schüler und Frau Battenberg spielten. Dann gingen wir mit Frau Battenberg in die Bibliothek und stellten unsere Sachen ab. Dort waren erst einmal die Buchvorstellungen dran. Die Bücher waren abwechslungsreich (z.B. Samurai, Gregs Tagebuch…) und auch meistens gut vorgelesen. Es kamen sechs Bücher dran, beim sechsten wurden wir allerdings unruhig und wir bestellten unsere Pizzen, die einige mit den Mentoren abholten. Es waren zwei zu wenig, aber trotzdem wurden alle satt und es blieb sogar etwas übrig. Dann wurden noch drei Bücher vorgestellt. Am besten fand ich von allen Büchern das Buch „Samurai“, das ich mir auch gleich auslieh und bis um 2:00 Uhr fertig auslas. 
Nach dem letzten Buch gingen wir Jungs nach oben in den Raum, in dem wir schliefen. Die Mädchen blieben unten in der Bibliothek. Im „Schlafzimmer“ erschufen wir eine neue Gottheit und packten unsere Sachen aus. Die, die wollten, konnten unten leise spielen oder lesen. Am nächsten Morgen gingen einige mit den Oberstufenschülern Brötchen holen, dann frühstückten wir normal, spielten noch kurz Fußball und wurden dann abgeholt oder fuhren alleine nach Hause. 


Die Lesenacht war sogar noch besser, als wir erwartet hatten.

Bücherweihnacht

Das „Gagern“ liest – besonders an Weihnachten!

Das Weihnachtsfest ist ein Fest der Geschenke und damit – dies hofft zumindest die Schülerbücherei am HvGG – eine Zeit des Buches und des Lesens.
Auf diesem Hintergrund möchten wir besonders anlässlich des Weihnachtsfestes einen Impuls zum Lesen geben. Dies aber nicht „einfach so“, „aus heiterem Himmel“ und anonmy, sondern bekannte Gesichter aus der ganzen Schulgemeinde sagen, welche Bücher für sie wichtig sind und welches Buch sie diese Weihnachten verschenken. Für viele vielleicht eine grundsätzliche Anregung oder ein „Last-Minute-Tipp“ zum Fest.

Wir stellten folgende Fragen:
1. Auf welches Buch aus meiner Bibliothek möchte ich (warum?) auf keinen Fall verzichten?
2. Welches Buch verschenke ich (warum?) zu Weihnachten?

– Frau Ulrike Barth, Vorsitzende des Schulelternbeirates, antwortete:
1. Nicht verzichten möchte ich auf das Buch „Michelangelo“ von Irving Stone. Es handelt sich um einen biografischen Roman über Leben und Werk Michelangelos. Geschildert wird sein Leben als Bildhauer, Maler, Dichter, Baumeister und Ingenieur. Interessant ist der Einfluss der Medici, verschiedener Kriege und auch religiöser Unruhen auf seine Werke. Sein persönlicher Wettstreit mit Leonardo da Vinci, Raffael und dem Baumeister Bramante und seine Hassliebe gegenüber Papst Julius II. stellen weitere Facetten aus Michelangelos Leben dar.
2. Verschenken werde ich in diesem Jahr das Buch „Sofies Welt“ von Jostein Gaarder. Ein Buch, das auf vergnügliche Weise die Geschichte der Philosophie von den Anfängen bis zur Gegenwart beschreibt.

– Johnny Klinke, ehemaliger Gagern-Schüler und heute Variete-Direktor des Frankfurter „Tigerpalastes“ schrieb uns kurz und bündig:
1. Franz Kafka: „Der Prozess.“ Das Buch des 20. Jahrhunderts !
2. Das Programmheft des Tigerpalastes (mit 2 Gutscheinen), weil es so lebendig ist.

– Herr Studiendirektor Heinrich Schütz, stellvertretender Schulleiter schrieb:
1. Romano Guardini: „Das Ende der Neuzeit.“ Guardini setzt sich mit dem Bild des Menschen so auseinander, dass man erkennen kann, woran unsere Zeit mit ihrem Menschenbild leidet und warum sie kaum in der Lage ist, einen Weg der Korrektur zu finden. Zugleich aber verweist er darauf, wo die Korrektur ansetzen müsste.
2. Stefan Scholz: „Spurensuche. Texte zur Advents- und Weihnachtszeit“. Stefan Scholz fundiert seine Gedanken zutiefst in der christlichen Überlieferung und konfrontiert in ungewohnter Weise den heutigen Menschen mit dieser Überieferung: Man gewinnt existentiell neue Perspektiven.

– Auf eine zweifache Anfrage an Herrn Kaya Yanar, ehemaliger Schüler am Gagern, jetzt Show-Entertainer, erhielten wir die zweifache, jeweils gleichlautende Antwort, ihm sei es „aus Zeit- und Termingründen nicht möglich, ein kurzes Statement abzugeben.“

Gesegnetes Festtage und ein glückliches neues Jahr
wünschen Dr. Gustav Schmiz und das Bibliotheks-Team!