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Empfänger unbekannt

Am 10.11.25 hatten die Schülerinnen und Schüler der Q1 und Q3 die Möglichkeit, die Inszenierung des Werkes „Empfänger unbekannt“ von Kressmann Taylor zu sehen. Ermöglicht wurde dies dankenswerterweise durch Unterstützung der Frankfurter Bürgerstiftung.

Das Stück beginnt ungewöhnlich. Die beiden Schauspieler, Manuel und Michael Klein, spielen eine Runde „Schnick Schnack Schnuck“ darum, wer welchen Charakter in der Aufführung übernimmt. Der Verlierer, Michael Klein, übernimmt die Rolle des Martin, der später im Stück zum brennenden Nationalsozialisten wird. Als Gewinner fällt Manuel Klein die Rolle des jüdischen Max zu. Die fingierte Zufälligkeit der Rollenzuteilung verdeutlicht die Trennung von Schauspielern und Rolle und zeigt vor allem eines: Hass und Ausgrenzung können jeden treffen, die Geschichte der beiden Freunde ist kein Einzelfall.

Sobald das Stück beginnt, wird allmählich klar, dass es sich nicht um eine einfache Vorlesung des Buches von Taylor Kressmann, geschrieben 1938, handelt. Es ist viel eher ein lebendiger Dialog mit Buch in der Hand. Der Briefroman „Empfänger unbekannt schildert die Geschichte zweier Männer: des Juden Max, der in den USA wohnt, und von Martin, der zurück nach Deutschland zieht. Die beiden Freunde, welche auch Geschäftspartner sind, bleiben zunächst in gutem, regem Kontakt. Sie schreiben über die gemeinsame Kunstgalerie, über Martins neues Leben und gemeinsame, alte Freunde. Doch allmählich wandelt sich der anfänglich amikale Ton seitens Martin. In seinen Briefen spiegelt sich immer deutlicher die nationalsozialistische Propaganda wider. So entwickelt er eine Bewunderung für Adolf Hitler und dessen nationalsozialistische Ideen, innerhalb des Regimes gelingt ihm zu dem der gesellschaftliche Aufstieg. Sein jüdischer Freund beobachtet dies mit Schrecken. In seinen Briefen spiegelt sich Ungläubigkeit und er bittet seinen Freund um ein Zeichen, ein Zeichen, dass dies nicht seine wahre Meinung ist, dass er aus Angst oder Opportunismus diese von Judenhass getränkten Briefe schreibt. Er wird enttäuscht. Die Verletztheit, Überraschung und Empörung von Max über den Wandel seines einst liberalen Freundes lässt sich nicht nur inhaltlich in seinen Briefen, sondern auch auf dem Gesicht des Schauspielers erkennen. Darin liegt die Genialität der Aufführung. So wird zum einen vermittelt in welchem Ton, welcher Gefühlslage der Brief geschrieben wurde, etwa durch Mimik und Gestik des sprechenden bzw. schreibenden Schauspielers, zum anderen aber auch die Reaktion des zuhörenden bzw. lesenden Gegenübers. Zu dem bleibt das Publikum nicht unbewegt, während Martins antisemitischen Tiraden, gleicht der Gesichtsausdruck der Zuschauer der schockierten, verwirrten und traurigen Mimik von Max. Der aggressive Ton seines Freundes, die beinahe wahnhaften Handbewegungen, lassen das Publikum erschrecken, wütend werden und besonders mit Max, der verzweifelt an das Herz seines Freundes appelliert, mitfühlen. Zu dieser emotionalen Stimmung trägt auch der Bühnenaufbau bei. Schließlich kreiert die Stuhlanordnung in der Aula zwei Seiten an Schülern und Lehrern, die sich gegenübersitzen, und insgesamt einen kreuzförmigen, die Zuschauerschaft viertelnden Gang, auf dem die Schauspieler sich bewegen. Diese nutzen den Raum gekonnt, so bewegt sich Max beim Zuhören eines hasserfüllten Monologes von Martin unruhig hin und her und steht dabei teilweise mitten im Publikum. Die physische Entfernung, die dabei entsteht, akzentuiert die sich bildende Distanz zwischen den Freunden, die Martin durch seine verletzenden Worte und menschenfeindlichen Ansichten erschafft. 

Auch als Martin die Freundschaft später wegen seines Rassenwahns beendet, bricht der Kontakt der ehemaligen Freunde nicht ab.  Max sorgt sich nämlich um seine Schwester, an sie adressierte Briefe kommen zurück mit dem Stempel „Empfänger unbekannt“. Da sie als Jüdin in Deutschland lebt und täglich mit Hass konfrontiert wird, fürchtet ihr Bruder um sie. Martin gesteht schließlich, sie abgewiesen zu haben, als sie, verfolgt von der SS, zu ihm kam. Er habe nur noch ihre Schreie gehört. Dies ist der Grund, aus welchem die Briefe zurückgeschickt werden. Trotz des Verrates bricht der Kontakt seitens Max nicht ab, auch wenn er keine Antwort mehr erhält, schreibt er ohne Unterlass scheinbar geschäftliche Briefe an seinen Freund. Die Stimmung kippt weiter. So jagt der Schauspieler von Martin den von Max mit einem Stuhl über die Bühne. Eines Tages landet dann eine überraschende Antwort von Martin im Briefkasten von Max. Flehend und verzweifelt bittet dieser Max aufzuhören ihm zu schreiben, denn dies habe Konsequenzen für ihn. So werde er von der Obrigkeit verdächtigt, dass die Briefe einen versteckten Code enthalten. Martin verliert seinen Job, sowie seine gesellschaftliche Position. Das Regime, für welches er brannte, von welchem er profitierte, wendet sich nun auch gegen ihn. Für einige Momente herrscht Schweigen in der Aula. Dann trifft Max eine folgenschwere Entscheidung: Er schreibt weiter an seinen ehemaligen Freund. Plötzlich drückt ihm Martin die Kopie des Buches, aus welchem die Schauspieler lesen, in die Hand und stürmt aus dem Raum. 

Der letzte Brief von Max kam zurück, gestempelt mit den Worten: „ Empfänger unbekannt“.

Wieder erfüllt sekundenlanges Schweigen die Aula, bis die beiden Schauspieler wieder auf die Bühne treten. Nun ergießt sich ein minutenlanger Applaus über die sich verbeugenden Schauspieler. Jegliche Erwartungen wurden übertroffen. 

Nachdem das Klatschen verklungen ist, beginnen die Schüler Kritik und Fragen zu äußern. Alles in allem wurde das Stück sehr positiv aufgenommen und als fesselnd beschrieben Die Nähe an den Zuschauern durch die ungewöhnliche Anordnung der Stühle, Emotionen, Gestik, und Mimik werden gelobt, aber auch das Nutzen der Requisiten. Stühle und Gläser, mit denen die Schauspieler interagieren, verleihen der Aufführung noch mehr an Lebhaftigkeit. Weiter ergeben sich interessante Gespräche mit den Schauspielern und erste Interpretationsansätze der Inszenierung. Die Kleidung der Charaktere könnte so beispielsweise deren Persönlichkeiten widerspiegeln. Als aufsteigender, linientreuer Mann in Nazi-Deutschland trägt Martin einen Anzug. Max hingegen, wirkt durch Rollkragenpullover und Jeans bodenständiger, lockerer und nahbarer. Schließlich wird auch die moderne Relevanz des Stückes hinsichtlich der Polarisierung der Gesellschaft angesprochen. Als die Schüler die Aula schließlich verlassen, klingen die Gespräche über das Stück nicht ab und es lässt uns nachdenklich zurück.

Text: AG Schülerredaktion: Johanna Schilling (Q1)

Fotos: Iris Hofmann und Julia Kerfin

Zeitzeugengespräch mit Eva Szepesi

Am 12. Juni durften die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und Q2 in der Aula einen ganz besonderen Gast begrüßen: Eva Szepesi, eine 92-jährige Holocaust-Überlebende kam zu uns, um aus ihrem autobiografischen Roman vorzulesen und mit uns über ihre Kindheit in Ungarn, ihre Flucht vor den Nationalsozialisten in die Slowakei und ihre erschütternden Erlebnisse in Auschwitz und danach zu sprechen. Ihr Besuch hinterließ einen bleibenden Eindruck und erinnerte uns eindrücklich daran, wie wichtig Erinnern und Aufklären ist.

„Ich wollte überleben, ich wollte nach Hause.“

Auf die Frage, ob sie während der Zeit in Auschwitz jemals Hoffnung verspürte, antwortete sie ohne zu zögern: Ja, sie habe immer Hoffnung gehabt. Der Gedanke an ihre Familie und der starke Wille, nach Hause zurückzukehren, hätten sie am Leben gehalten.

Warum sie sich als 16-Jährige ausgab

Sie berichtete, dass sie damals in Auschwitz behaupten musste, bereits 16 Jahre alt zu sein – obwohl sie erst 12 war. Nur wer als arbeitsfähig galt, wurde nicht sofort ermordet. Diese Entscheidung rettete ihr das Leben.

„Es war schlimmer, als man es sich vorstellen kann.“

Auf die Frage, ob Filme die Realität in den Konzentrationslagern korrekt darstellen, sagte sie: „Es war genau so – wenn nicht schlimmer. Die Soldaten hatten Freude daran, uns zu schlagen, uns zu demütigen.“

Der schmerzhafte Besuch in Auschwitz Jahrzehnte später

Viele Jahre später kehrte sie zurück nach Auschwitz. Ein Moment, den sie als „unbeschreiblich“ bezeichnete. Sie hatte Angst vor dem, was sie dort über das Schicksal ihrer Familie erfahren würde. Lange Zeit hatte sie gehofft, dass sich Mutter und Bruder vielleicht irgendwo versteckt hatten. Als sie ihre Namen auf den Gedenktafeln fand, wurde ihr klar, dass sie nie zurückkehren würden. Sie brach emotional zusammen – fast bewegungsunfähig. Ihre Tochter meinte, es sei dennoch gut gewesen, um damit abschließen und trauern zu können.

„Man kann Auschwitz nicht vergessen.“

Ob es Tage gebe, an denen sie nicht an Auschwitz denke? „Nein, das kann man nicht ausblenden“, sagte sie. Das Erlebte begleite sie ihr ganzes Leben. Erst Jahrzehnte nach dem Krieg begann sie überhaupt darüber zu sprechen – bis 1995 hatte sie das Thema vollständig verdrängt.

Flucht, Rückkehr und Leben nach dem Krieg

Nach dem Krieg zog sie wegen ihres Mannes von Ungarn nach Frankfurt, vorerst nur für zwei Jahre. Als sie 1956 im Urlaub in Ungarn von der Revolution überrascht wurden, gingen sie zurück nach Deutschland – und blieben für immer. Ihre Tätowierung trägt sie noch heute: „Sie gehört zu mir“, sagte sie.

Begegnung mit den Nachbarn nach dem Krieg

Bei ihrer Rückkehr wurde sie von ihrer Nachbarin schockiert angesehen – niemand hatte erwartet, dass jemand überlebt und zurückkommt. Sie selbst mied den Kontakt mit vielen Bekannten aus der Zeit vor dem Krieg.

Aktuelle Entwicklungen und Verantwortung heute

Angesichts des heutigen Wiederauflebens von Antisemitismus äußerte sie Besorgnis. Sie selbst habe in der Vergangenheit für einen Vortrag sogar schon Polizeischutz erhalten. Ihre klare Botschaft: „Nicht schweigen. Der Holocaust begann mit Worten, mit Diskriminierung – nicht erst in Auschwitz.“

Sie warnte davor, alles zu glauben, was man auf Plattformen wie TikTok sieht, und rief uns Schülerinnen und Schüler dazu auf, gegen Ungerechtigkeit Stellung zu beziehen.

Glaube und Zweifel

Auf die Frage, wie die Erlebnisse ihren Glauben beeinflusst haben, sagte sie ehrlich: „Er hat gelitten.“ Als Kind hatte sie jeden Abend gebetet – nach dem Krieg konnte sie sich nicht erklären, wie so etwas passieren konnte, wenn es einen gerechten Gott gebe.

Antisemitismus nach dem Krieg

Persönlich sei sie nach dem Krieg nicht mehr direkt mit Antisemitismus konfrontiert worden – in den Medien hingegen sehr wohl.

Hass? – „Ich habe so viel Liebe erfahren.“

Trotz allem, was sie erlebt hat, verspüre sie keinen Hass gegenüber Deutschen. Im Gegenteil: Sie betont, dass sie hier sehr viel Liebe und Unterstützung erfahren habe. Sie versuche, das Gute im Menschen zu sehen – und wer dieses Gute nicht zeige, mit dem wolle sie nichts zu tun haben.

Ein bewegender Appell an unsere Generation

Der Besuch von Eva Szepesi war für uns alle tief bewegend. Ihre Offenheit, ihre Stärke und ihr Appell an uns, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen, haben uns zum Nachdenken gebracht. Es liegt nun an uns, ihre Geschichte weiterzutragen – damit sich so etwas nie wiederholt.

von Amalia Alamri (Q2)

„Die Erben der Arisierung“

Am Montag, den 19.05.2025, besuchte der freie Autor und Journalist Armin H. Flesch das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium, um uns, der Q2, in seinem Vortrag „Die Erben der Arisierung“ etwas über die Zeit des Nationalsozialismus zu erzählen.

Herr Flesch beschäftigt sich seit 2014 mit der „Arisierung“ – also der Enteignung der deutschen und europäischen Juden in den Zeiten des Nationalsozialismus. Dieses Thema reicht bis in unsere Gegenwart, da materielle und soziale Folgen dieser Enteignung bis heute nachwirken. Da sich die Schüler der Q2 gerade im Geschichtsunterricht mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen, war der Vortrag sehr passend und reichte über den Schulunterricht hinaus, was sehr spannend war. Wir erfuhren viele neue Dinge, von denen viele nichts wussten und die wir sonst vielleicht auch nie erfahren hätten. Zum Beispiel, dass es Firmen hier in Frankfurt am Main gibt, die aus der „Arisierung“ stammen und dass die Enteignung auch nach dem Ende der Naziherrschaft nicht rückgängig gemacht wurde. Viele ehemalige jüdische Firmenbesitzer lebten in Armut bis zu ihrem Lebensende, erzählte uns Herr Flesch.

Leider sind die Themen im Geschichtsunterricht zeitlich sehr dicht, sodass man auf solch ein Thema meistens gar nicht oder nur wenig zu sprechen kommt, weshalb wir Herrn Flesch sehr dankbar sind, dass er sich die Zeit genommen hat, seine Recherchen und sein Wissen mit uns zu teilen! Herr Flesch warf zu Ende seines Vortrags die Frage auf nach Kontinuitäten und der heutigen Bedeutung dieser Problematik. Hiermit haben wir uns anschließend im PoWi-Unterricht weiter auseinandergesetzt.

Danke, dass Sie da waren, Herr Flesch!

Text: Alma Hunnius, Q2

Empfänger unbekannt

Woche gegen das Vergessen

„Empfänger unbekannt“, was hinter diesem Titel wohl stecken mag? Diese Frage stellte sich der Jahrgang Q3 unserer Oberstufe am Freitag, den 8.11.2024, bevor er die Aula des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums betrat, die an diesem Vormittag als Bühne fungierte. Im Rahmen der „Woche gegen das Vergessen“ ermöglichte die Frankfurter Bürgerstiftung die Vorstellung einer szenischen Umsetzung des Briefromans „Empfänger unbekannt“. 

Kathrine Kressmann Taylors Roman wurde bereits 1938 in der New Yorker Zeitschrift Story veröffentlicht und thematisiert damit schon früh die Gräuel des Nationalsozialismus. 
Die Schülerinnen und Schüler tauchen in eine Welt ein, die sehr weit weg erscheint. Eindrücklich stellen die beiden Schauspieler Manuel Klein und Michael Raphael Klein den Briefwechsel zwischen dem jüdischen Max Eisenstein und Martin Schulse dar, die eigentlich gemeinsam eine erfolgreiche Kunstgalerie in den USA betreiben. Als Martin Schulse 1932 mit seiner Familie nach Deutschland zurückkehrt, scheint die Freundschaft über den Atlantik hinweg zu halten, doch schleichend wird anhand des Briefwechsels klar: Martin Schulse, anfangs noch von der Entwicklung in Deutschland befremdet, wird zum bekennenden Nationalsozialisten. Was dies für Konsequenzen für ihre Freundschaft hat und welch tragische Folgen diese Entwicklung mit sich trägt, wird den Schülerinnen und Schülern anhand dieser eindrucksvollen Geschichte über die Macht des Nationalsozialismus und den Verlust von Vertrauen und Freundschaft deutlich. 

Dabei sind auf den Gesichtern erschreckte und mitfühlende Ausdrücke zu beobachten, die den berührenden Charakter des Stückes unterstreichen. Besonders die interaktive Bühnengestaltung inmitten der Aula trägt zu einer intensiven Atmosphäre bei. Wie zwei Pole sitzen sich die zwei Schauspieler dabei gegenüber und tragen abwechselnd ihre als Monolog dargestellten Briefe vor. Eindrücklich sind dabei vor allem Mimik und Gestik der Schauspieler, die den Verlauf des Briefwechsels förmlich auf ihren Gesichtern abspielen lassen.

Eine anschließende Fragerunde, moderiert von Frau Kerfin, bringt neben äußerst positiver Kritik auch spannende Fragen und Diskussionen mit den Schauspielern hervor. Die Schülerinnen und Schüler loben die eindrucksvolle Darstellung bedeutender Themen wie die Schuldfrage in Bezug auf den mangelnden Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Besonders die heutige Relevanz des Stückes – gerade in Anbetracht aktueller politischer Entwicklungen – wird von den Schülerinnen und Schülern hervorgehoben. Dabei wird betont, dass das Stück in Zeiten des Rechtsrucks dazu dienen kann, über Gesellschaft und die darin sich etablierenden Strukturen zu reflektieren. Der aufklärerische Charakter einer solchen Inszenierung trägt zur Erinnerungskultur bei, sind die Schülerinnen und Schüler überzeugt. 

Der heutige Bestseller hat bei allen einen bleibenden Eindruck hinterlassen, der zum Nachdenken anregt. Mit einer abschließenden Ansprache bedankt sich Frau Mund-Berger als Vertreterin der Frankfurter Bürgerstiftung und ehemalige Lehrerin am Heinrich-von-Gagern-Gymnasium für das Engagement der Stufe und appelliert, sich aktiv politisch zu beteiligen. Gerade in Krisenzeiten sei eine solch politisch aktive und gesellschaftlich interessierte Jugend, wie sie sie an diesem Tag in der Aula empfunden habe, nötiger denn je.

Ein Bericht von Nina Baverstock, Q3 

Gedenkfahrt nach Flandern

von Amelie Matha und Kiara Peran (Q1)

Belgien – Ein Land gefüllt mit Spuren des 1. Weltkriegs

Vom 01.-03. November 2024 nahmen 28 Schülerinnen und Schüler der Q1 sowie vier Lehrkräfte, Frau Kraft, Frau Höh, Herr Dr. Kühnlein und Herr Raab, an einer Exkursion zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg nach Flandern teil. Dabei besuchten wir Brügge und verschiedene kleinere Ortschaften am ehemaligen Frontverlauf.

Als wir am Freitagabend gegen 19 Uhr im Hostel in Brügge ankamen, besuchten wir die Altstadt und aßen gemeinsam zu Abend. Obwohl die Stadt mit ihrem ruhigen Ambiente zunächst unscheinbar wirkte, überraschten uns schnell ihre schönen Straßen und ihre bemerkenswerte Architektur.

Am nächsten Morgen fuhren wir zuerst nach Nieuwpoort und besichtigten das Denkmal zu Ehren des belgischen Königs Albert I., der im 1. Weltkrieg als Oberbefehlshaber der belgischen Armee diente. Das Denkmal besteht aus Steinen, die aus dem Lehm der damaligen Schlachtfelder gebrannt wurden, wodurch auch die verschossenen Kugeln mitgebrannt wurden. Die Vorstellung, dass diese Kugeln einmal Menschen verletzt oder ihr Leben beendet haben, ist grauenvoll.

Anschließend erhielten wir eine Führung, in der wir über die Rolle Nieuwpoorts im 1. Weltkrieg erfuhren: Durch die Öffnung der Schleusen und die dadurch verursachten Überschwemmungen des Hinterlandes wurden die deutschen Truppen davon abgehalten, weiter ins Innere Belgiens einzumarschieren.

Danach ging es nach Diksmuide zum Turm von Yser, einem Friedensdenkmal.

Mit einem Aufzug fuhren wir auf die Dachterrasse über den 22. Stock hinauf, wo ein Panoramablick auf das ehemalige Schlachtfeld auf uns wartete. Der Anblick der Szenerie und das Wissen, was sich auf diesen Feldern abspielte, erzeugten in uns großes Unbehagen.

Hinunter ging es über Treppen durch den Turm, der gleichzeitig als Museum diente und die Schrecken des 1. Weltkrieges durch wirklichkeitsnahe Rekonstruktionen für uns erlebbar machte. Die nachgestellten Tunnelsysteme, die eng und dunkel waren und in denen wir sahen, wie die Soldaten in engstem Raume und ohne jegliches Tageslicht lebten, brachten uns deren Erlebnisse zwar ein Stück näher, doch zeigten sie uns gleichzeitig, wie unvorstellbar ihre Situation war. Ein Teil der Ausstellung befasste sich mit den allgegenwärtigen Krankheiten und Wunden, mit denen die Soldaten ebenfalls zu kämpfen hatten. Die graphischen Darstellungen der Verletzungen waren selbst für die Resilienten unter uns schwer anzusehen

Von dem Museum aus ging es dann zu Fuß zu einem seit 1920 bewusst erhaltenen Schützengraben des 1. Weltkrieges, den wir im Alleingang erkunden durften. Die aus Stein nachgebildeten Sandsäcke und die kleinen Schutzräume, die nur den Lauf eines Gewehres nach außen durchließen, stellten die immerwährende Gefahr und die Nahkämpfe im Falle eines Überfalles der Gegner hautnah dar. Die Bunker, die nur durch Kriechen erreichbar waren und sogar am helligsten Tage stockdunkel waren, demonstrierten uns die Todesangst, mit der die Soldaten jeden Tag konfrontiert waren.

Zum Abschluss des Tages besuchten wir mit Vladslo einen der vier deutschen Soldatenfriedhöfe in Belgien, der einen Ort der Erinnerung an die gefallenen Soldaten darstellt. Berühmt ist dieser Friedhof vor allem durch das von Käthe Kollwitz erschaffene Monument „Trauerndes Elternpaar“, das sie ihrem im Ersten Weltkrieg (Oktober 1914) im Alter von nur 18 Jahren gefallenen Sohn Peter widmete. Der Moment, als wir zwischen dem Monument und dem Grab standen, war für uns alle sehr ergreifend. Die künstlerisch sehr gut herausgearbeiteten leidenden Blicke der Eltern, die direkt auf das Grab ihres Sohnes gerichtet sind, zeigten uns eindringlich die Folgen, die der Krieg auch für die gesamte Bevölkerung hatte, auf. Die Atmosphäre, die auf dem Friedhof herrschte, erweckte eine allgegenwärtige Betrübnis in uns allen.

Am Morgen des letzten Tages waren wir nahe der Stadt Oostende an einem Abschnitt des Atlantikwalls, an dem die einzige erhaltene Batterie aus dem 1. Weltkrieg zu finden ist. Wir besuchten diese Konstruktion aus Bunkern und Artillerie, die sowohl im 1. als auch im 2. Weltkrieg als Abwehr gegen Schiffe und Flieger genutzt wurde und lernten die Lebenssituation der Soldaten dort kennen. Uns wurde erklärt, dass die aufgemalten Kreise auf den Kanonenrohren für die von ihnen abgeschossenen Flugzeuge standen, wobei uns wiederholt bewusst wurde, dass wir uns auf einem realen Schlachtfeld befanden, auf dem reale Kämpfe mit Opfern stattfanden.

Die letzte Aktivität vor der Heimfahrt bestand aus einem kurzen Besuch des Hafens von Oostende, an dem wir an den Fischmärkten entlang unseren Hunger stillen und die Exkursion mit einem Blick auf die Nordsee ausklingen lassen konnten.

Am Ende der Gedenkfahrt ist uns allen das Grauen eines solchen Krieges bewusst geworden und die Wichtigkeit, dass so etwas nie wieder stattfinden darf. Aus diesem Grund sollte sich jeder mit der Vergangenheit und der Aufklärung von Kriegen befassen und seinen Beitrag dazu leisten, diese in der Zukunft zu verhindern.

„Wenn man auf der richtigen Seite steht, dann ist alles gerechtfertigt“

Das Theaterstück Monika Haeger – inside stasi!

Kurz vor den Osterferien, am 15. März 2024, hatten wir das Glück, in Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung für unsere Abiturienten der Q4 ein Theaterstück an unsere Schule zu holen, das auch im Anschluss zum Nachdenken anregt.

Die Hamburger Autorin und Regisseurin Nicole Heinrich lädt mit ihrem Stück Monika Haeger – inside stasi, dazu ein, sich mit dem Leben in der SED-Diktatur zu beschäftigen. Widerstand und Zustimmung, die Wirkung von Indoktrination und Propaganda auf den Einzelnen, eine offensichtlich allzu leichte und damit umso gefährlichere Verführung werden hier in den Mittelpunkt gerückt.

Die Schauspielerin Anja Kimmelmann verkörpert in diesem Eine-Frau-Theaterstück auf beeindruckende Art und Weise Monika Haeger, bis in die 80er Jahre ehrgeizige Stasi-Agentin in der DDR, die sich nach der Wiedervereinigung mit ihrem Tun und ihrer Rolle überraschend offen und keineswegs alleine kritisch auseinandersetzt. Besonders eindrücklich: Haegers Worte sind zum Großteil dokumentarisch belegt.

War im geteilten Deutschland die richtige Seite nicht die der DDR ? Waren die oppositionellen Frauen- und Friedensgruppen um Bärbel Bohley nicht im Unrecht ? Musste der Staat nicht vor staatsfeindlichen Aktionen gewarnt werden?

„Wenn man auf der richtigen Seite steht, dann ist alles gerechtfertigt“.

  • Wie lernt man Schritt für Schritt, sich das Vertrauen von Menschen zu erschleichen, dieses auf unterschiedliche Weise zu missbrauchen –  immer in der Überzeugung, das Richtige für die größere Sache zu tun ?
  • Warum lässt sich ein Mensch davon überzeugen, sich als „Schild und Schwert“ für eine Diktatur einbinden zu lassen ?
  • Wie schafft es ein politisches System, dass ein Mensch den Titel „Inoffizielle Mitarbeiterin der Stasi“ als Belohnung, ja geradezu als Adelung im Arbeiter- und Bauernstaat empfindet ?
  • Aber auch: In welchen Situationen meldet sich auch bei einer besonders ‚loyalen‘ Zuarbeiterin des Regimes, wie es Monika Haeger ist, das schlechte Gewissen ?
  • Sie bringt ihre Freundinnen in gefährliche Situationen – welche ihrer Handlungen quälen auch sie als Denunziantin ernsthaft ?
  • Mit welcher Taktik gelingt es ihr selbst bzw. ihrem „Führungsoffizieren“ von den „Hauptamtlichen“, sie trotzdem bei der Stange zu halten ?
  • Wie kann es sein, dass Haegers feste sozialistische Überzeugungen nach 1989 plötzlich durch eine neue Realität relativiert werden; dass neue Werte und Normen diese in der öffentlichen Wahrnehmung geradezu ins Gegenteil verkehren ?
  • Wir lernen, dass Monika Haeger sich – trotz ihrer Verstrickungen – am Ende den Opfern Ihrer Denunziationen am Ende offenbart. Was bringt sie dazu ? Wie halten Täter und Opfer so etwas aus ?

Das Stück setzte an vielen Stellen Impulse, nicht nur das Tun und Denken von Menschen in der Geschichte zu reflektieren, sondern dasselbe aber auch mit unseren Überzeugungen und unserem Verhalten in der Gegenwart zu tun.

Dazu gab die von Regisseurin und Schauspielerin angeregte Diskussion im Anschluss an das Theaterstück ausreichend Raum. Die Fragen und sich durchaus widersprechenden Anmerkungen der Schülerinnen und Schüler drehten sich vielfach um die Überlegung, dass menschliches Handeln unter ethischen Gesichtspunkten zeitübergreifend und gerade auch in unserer heutigen Demokratie ein immerwährendes Thema ist und bleiben wird.

Ein großes Dankeschön an Nicole Heinrich und Anja Kimmelmann, aber auch an die Landeszentrale für Politische Bildung, die uns diese Darbietung ermöglichte.

Text verfasst von Silke Obermöller und Hendrik Raab

Schulgeschichte: Vom Kaiser-Friedrich-Gymnasium zum Heinrich-von-Gagern-Gymnasium

Schulgeschichte

Zur Entlastung des seit dem 16. Jahrhundert bestehenden städtischen Gymnasiums – welches 1897 in das heute noch existierende altsprachliche Lessing-Gymnasium und das ebenfalls noch bestehende neusprachliche Goethe-Gymnasium aufgeteilt wird – wird 1888 das „Kaiser-Friedrich-Gymnasium“ gegenüber des Zoos gegründet. Namenspatron des humanistischen Gymnasiums war der damalige Kaiser Friedrich III, der zu jener Zeit in Deutschland regierte.
Das Schulgebäude wurde 1887 nach Entwurf der Regierungsbaumeister Endell und Schäfer mit einer risalitbetonter Neurenaissancefassade erbaut.





Neben dem Gymnasium existierte ein weitere Schulbau: Die 1881 eingeweihte jüdisch-orthodoxe Samson-Raphael-Hirsch-Schule, eine Realschule für Knaben und Lyzeum für Mädchen der Israelitischen Religionsgesellschaft. Während des Nationalsozialismus wurden die jüdischen Schülerinnen und Schüler ebenso wie Lehrer auf dem Schulweg nahezu täglich massiver Diskriminierung, Anfeindungen, verbaler und physischer Gewalt ausgesetzt. Dazu trugen auch die Schüler des benachbarten Kaiser-Friedrichs-Gymnasiums aktiv bei. Die Bildungseinrichtung bestand 86 Jahre – sie wurde nach der sukzessiven Vertreibung und Entrechtung ihrer jüdischen Schüler und Lehrer durch die Nationalsozialisten im Jahr 1939 geschlossen. Das Schulgebäude wurde 1944 im Zweiten Weltkrieg durch britische und US-amerikanische Bombenangriffe in Mitleidenschaft gezogen, jedoch in den Nachkriegsjahren erneut in Betrieb genommen.

In die Gründungsphase datieren die von 1899 bis 1904 gemalten und 1906 vollendeten Fresken von Wilhelm Steinhausen, bis heute erhalten und ein seltenes Beispiel für großflächige Jugendstil-Malerei in einer denkmalgeschützten Aula.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1945 das Kaiser-Friedrich-Gymnasium umbenannt – in das „Staatliche Gymnasium Frankfurt am Main“.

Am hundertsten Jahrestag der Eröffnung der Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche erhielt das Gymnasium 1948 vom Hessischen Kultusministerium ihren heutigen Namen nach Heinrich-von-Gagern, dem Präsidenten der ersten deutschen Nationalversammlung.

Im Jahr 1960 wurde das Schulgebäude der jüdischen Samson-Raphael-Hirsch-Schule abgerissen. Seit 1963 steht der an den Altbau anschließende modernere Erweiterungsbau des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums an dessen Stelle. Dieser enthält den vom Künstler Hermann Goepfert geschaffenen sogenannten „Lichtturm“ aus Aluminiumblech, welcher im Jahr der Eröffnung aufgestellt wurde. Zwischen Alt- und Neubau ragen geometrisch geformte Aluminiumbleche vom Eingangsbereich bis in den vierten Stock nach oben.

Im Laufe der 1968er-Bewegung fiel die Schule als Ort hochpolitischer Aktionen auf und war ein „Zentrum der Schülerbewegung“. Schülerinnen und Schüler hatten vor Ort andauernde Konflikte mit den Lehrkräften, sodass mehrere Male die Polizei eingeschaltet wurde und es trotz betonter Friedlichkeiten auf Seiten der Aktivisten zu gewaltsamen Räumungen kam. Nach den 1970ern ebbte die politische Polarität ab.

1989 wurde im Lichthof des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums eine erste Bronze-Gedenktafel für die früher dort stehende Samson-Raphael-Hirsch-Schule enthüllt.

Von dem „Verein der Ehemaligen und Freunde“ des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums wird seit 1990 in Erinnerung an den ehemaligen Direktor Heinrich Weinstock der sogenannte Weinstock-Preis gestiftet. Der Preis wird für herausragende Aktivitäten, die das Leben der Schule prägen, die Schulgemeinde fördern, ihre Tätigkeit als Bildungsinstitution hervorheben, aus der schulischen Arbeit erwachsen, das soziale Leben in der Schule fördern oder einen sozialen Einsatz zum Inhalt haben, vergeben.

Seit November 1998 erinnert anlässlich des 150. Jahrestages der Nationalversammlung eine u.a. von Schülerinnen und Schülern geschaffene Sandsteinskulptur,  das sogenannte Gagern-Denkmal, auf dem Schulhof an Heinrich von Gagern.

Eine weitere Bronze-Gedenktafel für die Samson-Raphael-Hirsch-Schule wurde im Juni 2001 enthüllt. Die Inschrift der Gedenktafeln ist jedoch historisch nicht präzise, da die Schule nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in Betrieb genommen wurde.

2007 wurde die zweigeschossige Turnhalle fertiggestellt und eröffnet.

Seit 2008 ist die Schule in der Bernhard-Grzimek-Allee ansässig, der frühere westliche Teilabschnitt der Straße „Am Tiergarten“ wurde zu Ehren von Bernhard Grzimek umbenannt.

2013 wurde in der Frankfurter Paulskirche ein Festakt anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des HvGGs veranstaltet, bei dem unter anderem der damalige Präsident des Deutschen Bundestages, Professor Norbert Lammert, eine Rede hielt.

Historische Schuljahresberichte

https://digisam.ub.uni-giessen.de/ubg-ihd-s/id/3048661 (1889/90)

https://digisam.ub.uni-giessen.de/ubg-ihd-s/id/4112305 (1893/94)

https://digisam.ub.uni-giessen.de/ubg-ihd-s/id/3048660 (1924/25)

https://digisam.ub.uni-giessen.de/ubg-ihd-s/id/3048659 (1925/26)

Schulleiter des Gymnasiums

Theodor Hartwig (1888–1906)

Rudolf Busse (1906–1913)

Alfred Biese (1913–1921)

Johannes Trantow (1921–1926)

Heinrich Weinstock (1926–1949)

Walter Frosch (1949–1962)

Helmuth Fleckenstein (1962–1984)

Günther Walter (1984–1999)

Thomas Mausbach (1999–2018)

Gerhard Köhler (2018–aktuell)

Namensgeber der Schule

Historische Kollegiumsfotografien

Baulicher Lageplan: Früher vs. heute

Lage von 1881 – 1960
Aktuelle Lage

Weitere Grundrisse/Baupläne des HvGGs

Text & Auswahl der schriftlichen und bildlichen Quellen: Matteo R. Cornelli, Q2 (AG Schülerredaktion)
Sollte mir ein Fehler bei der Darstellung des historischen Ablaufs bzw. den geschichtlichen Begebenheiten unterlaufen sein, würde ich mich über eine E-Mail an matteo.cornelli06 [at] gmail.com sehr freuen.

Ein besonderer Dank gilt neben der Deutschen Digitalen Bibliothek für die Bereitstellung von Informationen dem Institut für Stadtgeschichte Frankfurt und der Technischen Universität Berlin für die Zusendung und Zurverfügungstellung von Teilen des Bildmaterials.

Schriftliche und bildliche Quellen

Quellen über das Kaiser-Friedrich-Gymnasium:

https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/searchresults?isThumbnailFiltered=true&query=Kaiser-Friedrich-Gymnasium&viewType=list

Quellen über das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium:

https://www.kunst-im-oeffentlichen-raum-frankfurt.de/de/page155.html?id=180

https://www.akh.de/baukultur/baukultour/projekte/zweigeschossige-turnhalle-heinrich-von-gagern-gymn-132

https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Heinrich-von-Gagern-Gymnasium?uselang=de

https://www.fr.de/frankfurt/gibts-hausverbot-11275836.html

https://www.bildindex.de/document/obj20446360

https://denkxweb.denkmalpflege-hessen.de/153470/

https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/BCCKGELF

https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/searchresults?isThumbnailFiltered=true&query=Bernhard-Grzimek-Allee&viewType=list

Quellen über die Raphael-Samson-Hirsch-Schule:

http://www.lilit.de/kabbala/frankfurt/Samson_Raphael_Hirsch_Schule.htm

https://www.dnb.de/DE/Kulturell/DEAVermittlung/DigitaleDrehtuer/_content2/1_3westheimerSchule2.html

https://ezb.ur.de/?2604274&bibid=DM

https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/titleinfo/2580773

https://ezb.ur.de/?2604274

https://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/kinderemigration1933-1945/items/show/108

https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Samson-Raphael-Hirsch-Schule?uselang=de

https://www.frankfurt1933-1945.de/beitraege/institutionen-juedischen-lebens/beitrag/samson-raphael-hirsch-schule-schule-der-israelitischen-religionsgesellschaft/suchwort/Samson-Raphael-Hirsch-Schule?cHash=04824c78075433fc7c2f8d1d245e8723

https://www.frankfurt1933-1945.de/beitraege/gedenktafeln-und-gedenkplastiken-fuer-orte-des-gedenkens-an-verfolgte/beitrag/gedenktafel-fuer-die-ehemalige-samson-raphael-hirsch-schule/suchwort/Samson-Raphael-Hirsch-Schule?cHash=04824c78075433fc7c2f8d1d245e8723

https://frankfurt.de/frankfurt-entdecken-und-erleben/stadtportrait/stadtgeschichte/chroniken-der-stadtteile/chronik-des-ostends

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Verborgene Vergangenheit: Jüdisches Leben im Ostend

Die beiden Geschichtskurse der Q4 von Herrn Baum und Frau Hofmann nutzen die Gelegenheit, sich mit der jüdischen Geschichte des Frankfurter Ostends vertraut zu machen.

Die Synagoge an der Friedberger Anlage wurde im Novemberpogrom 1938 zerstört. An ihrer Stelle wurde von französischen Zwangsarbeitern ein Hochbunker errichtet.

Die „Initiative 9. November“ setzt sich dafür ein, dass die Geschichte der Synagoge nicht verblasst. Sie macht den Hochbunker heute regelmäßig für die Öffentlichkeit zugänglich. In verschiedenen Ausstellungen wird über das jüdische Leben in Frankfurt und Deutschland Auskunft gegeben. So werden u.a. Ereignisse aus dem jüdischen Alltag im Ostend beschrieben und mit zahlreichen alten Dokumenten illustriert.

Wir danken Frau Berlin für die Führung und neue Einblicke in diese Aspekte der Frankfurter Stadtgeschichte.

Text und Fotos: Baum, Hofmann

Exkursion der Q2 nach Köln

Eindrucksvolle Orte – in vielerlei Hinsicht…