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Empfänger unbekannt

Am 10.11.25 hatten die Schülerinnen und Schüler der Q1 und Q3 die Möglichkeit, die Inszenierung des Werkes „Empfänger unbekannt“ von Kressmann Taylor zu sehen. Ermöglicht wurde dies dankenswerterweise durch Unterstützung der Frankfurter Bürgerstiftung.

Das Stück beginnt ungewöhnlich. Die beiden Schauspieler, Manuel und Michael Klein, spielen eine Runde „Schnick Schnack Schnuck“ darum, wer welchen Charakter in der Aufführung übernimmt. Der Verlierer, Michael Klein, übernimmt die Rolle des Martin, der später im Stück zum brennenden Nationalsozialisten wird. Als Gewinner fällt Manuel Klein die Rolle des jüdischen Max zu. Die fingierte Zufälligkeit der Rollenzuteilung verdeutlicht die Trennung von Schauspielern und Rolle und zeigt vor allem eines: Hass und Ausgrenzung können jeden treffen, die Geschichte der beiden Freunde ist kein Einzelfall.

Sobald das Stück beginnt, wird allmählich klar, dass es sich nicht um eine einfache Vorlesung des Buches von Taylor Kressmann, geschrieben 1938, handelt. Es ist viel eher ein lebendiger Dialog mit Buch in der Hand. Der Briefroman „Empfänger unbekannt schildert die Geschichte zweier Männer: des Juden Max, der in den USA wohnt, und von Martin, der zurück nach Deutschland zieht. Die beiden Freunde, welche auch Geschäftspartner sind, bleiben zunächst in gutem, regem Kontakt. Sie schreiben über die gemeinsame Kunstgalerie, über Martins neues Leben und gemeinsame, alte Freunde. Doch allmählich wandelt sich der anfänglich amikale Ton seitens Martin. In seinen Briefen spiegelt sich immer deutlicher die nationalsozialistische Propaganda wider. So entwickelt er eine Bewunderung für Adolf Hitler und dessen nationalsozialistische Ideen, innerhalb des Regimes gelingt ihm zu dem der gesellschaftliche Aufstieg. Sein jüdischer Freund beobachtet dies mit Schrecken. In seinen Briefen spiegelt sich Ungläubigkeit und er bittet seinen Freund um ein Zeichen, ein Zeichen, dass dies nicht seine wahre Meinung ist, dass er aus Angst oder Opportunismus diese von Judenhass getränkten Briefe schreibt. Er wird enttäuscht. Die Verletztheit, Überraschung und Empörung von Max über den Wandel seines einst liberalen Freundes lässt sich nicht nur inhaltlich in seinen Briefen, sondern auch auf dem Gesicht des Schauspielers erkennen. Darin liegt die Genialität der Aufführung. So wird zum einen vermittelt in welchem Ton, welcher Gefühlslage der Brief geschrieben wurde, etwa durch Mimik und Gestik des sprechenden bzw. schreibenden Schauspielers, zum anderen aber auch die Reaktion des zuhörenden bzw. lesenden Gegenübers. Zu dem bleibt das Publikum nicht unbewegt, während Martins antisemitischen Tiraden, gleicht der Gesichtsausdruck der Zuschauer der schockierten, verwirrten und traurigen Mimik von Max. Der aggressive Ton seines Freundes, die beinahe wahnhaften Handbewegungen, lassen das Publikum erschrecken, wütend werden und besonders mit Max, der verzweifelt an das Herz seines Freundes appelliert, mitfühlen. Zu dieser emotionalen Stimmung trägt auch der Bühnenaufbau bei. Schließlich kreiert die Stuhlanordnung in der Aula zwei Seiten an Schülern und Lehrern, die sich gegenübersitzen, und insgesamt einen kreuzförmigen, die Zuschauerschaft viertelnden Gang, auf dem die Schauspieler sich bewegen. Diese nutzen den Raum gekonnt, so bewegt sich Max beim Zuhören eines hasserfüllten Monologes von Martin unruhig hin und her und steht dabei teilweise mitten im Publikum. Die physische Entfernung, die dabei entsteht, akzentuiert die sich bildende Distanz zwischen den Freunden, die Martin durch seine verletzenden Worte und menschenfeindlichen Ansichten erschafft. 

Auch als Martin die Freundschaft später wegen seines Rassenwahns beendet, bricht der Kontakt der ehemaligen Freunde nicht ab.  Max sorgt sich nämlich um seine Schwester, an sie adressierte Briefe kommen zurück mit dem Stempel „Empfänger unbekannt“. Da sie als Jüdin in Deutschland lebt und täglich mit Hass konfrontiert wird, fürchtet ihr Bruder um sie. Martin gesteht schließlich, sie abgewiesen zu haben, als sie, verfolgt von der SS, zu ihm kam. Er habe nur noch ihre Schreie gehört. Dies ist der Grund, aus welchem die Briefe zurückgeschickt werden. Trotz des Verrates bricht der Kontakt seitens Max nicht ab, auch wenn er keine Antwort mehr erhält, schreibt er ohne Unterlass scheinbar geschäftliche Briefe an seinen Freund. Die Stimmung kippt weiter. So jagt der Schauspieler von Martin den von Max mit einem Stuhl über die Bühne. Eines Tages landet dann eine überraschende Antwort von Martin im Briefkasten von Max. Flehend und verzweifelt bittet dieser Max aufzuhören ihm zu schreiben, denn dies habe Konsequenzen für ihn. So werde er von der Obrigkeit verdächtigt, dass die Briefe einen versteckten Code enthalten. Martin verliert seinen Job, sowie seine gesellschaftliche Position. Das Regime, für welches er brannte, von welchem er profitierte, wendet sich nun auch gegen ihn. Für einige Momente herrscht Schweigen in der Aula. Dann trifft Max eine folgenschwere Entscheidung: Er schreibt weiter an seinen ehemaligen Freund. Plötzlich drückt ihm Martin die Kopie des Buches, aus welchem die Schauspieler lesen, in die Hand und stürmt aus dem Raum. 

Der letzte Brief von Max kam zurück, gestempelt mit den Worten: „ Empfänger unbekannt“.

Wieder erfüllt sekundenlanges Schweigen die Aula, bis die beiden Schauspieler wieder auf die Bühne treten. Nun ergießt sich ein minutenlanger Applaus über die sich verbeugenden Schauspieler. Jegliche Erwartungen wurden übertroffen. 

Nachdem das Klatschen verklungen ist, beginnen die Schüler Kritik und Fragen zu äußern. Alles in allem wurde das Stück sehr positiv aufgenommen und als fesselnd beschrieben Die Nähe an den Zuschauern durch die ungewöhnliche Anordnung der Stühle, Emotionen, Gestik, und Mimik werden gelobt, aber auch das Nutzen der Requisiten. Stühle und Gläser, mit denen die Schauspieler interagieren, verleihen der Aufführung noch mehr an Lebhaftigkeit. Weiter ergeben sich interessante Gespräche mit den Schauspielern und erste Interpretationsansätze der Inszenierung. Die Kleidung der Charaktere könnte so beispielsweise deren Persönlichkeiten widerspiegeln. Als aufsteigender, linientreuer Mann in Nazi-Deutschland trägt Martin einen Anzug. Max hingegen, wirkt durch Rollkragenpullover und Jeans bodenständiger, lockerer und nahbarer. Schließlich wird auch die moderne Relevanz des Stückes hinsichtlich der Polarisierung der Gesellschaft angesprochen. Als die Schüler die Aula schließlich verlassen, klingen die Gespräche über das Stück nicht ab und es lässt uns nachdenklich zurück.

Text: AG Schülerredaktion: Johanna Schilling (Q1)

Fotos: Iris Hofmann und Julia Kerfin

Tag der Handschrift 2025

Ein Bericht von der Preisverleihung in Wiesbaden

„Abenteuer“ war das Thema des diesjährigen Schülerschreibwettbewerbs „Tag der Handschrift“, den die Stiftung Handschrift mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen veranstaltet. Was bedeutet Abenteuer? Welche haben Sie schon erlebt? 

Am 16. Mai waren wir, als zwei von 100 Preisträgerinnen und Preisträgern zur Preisverleihung anlässlich des Tages der Handschrift nach Wiesbaden in das Museum Wiesbaden eingeladen. Die Stiftung Handschrift setzt sich für die Förderung des Schreibens mit der Hand ein, insbesondere bei Schülerinnen und Schülern. Sie will ein Bewusstsein für die Vorteile des Schreibens mit der Hand schaffen und bietet Kindern jedes Jahr die Möglichkeit, persönliche, handschriftliche Briefe zu einem Thema einzureichen.

Anders als der Name sagt, werden die 100 Preisträgerinnen und Preisträger aus rund 9.000 Einsendungen nicht nach der Handschrift ausgewählt, sondern nach dem Inhalt eines Briefes, welcher dieses Jahr zum Thema ‚Abenteuer‘ verfasst werden sollte. Dabei stand es den Sechst- und Siebtklässlern frei, ob sie über ein bestimmtes, reales Abenteuer schrieben oder ihre Fantasie benutzen und beispielsweise über Feen und magische Wälder schrieben. Alle Briefe wurden von der Jury gelesen und die besten 100 Beiträge wurden ausgewählt, in einem Buch veröffentlicht und die Verfasser in einem Festakt geehrt.

Dieser begann mit der Begrüßung durch Armin Schwarz, den hessischen Kultus- und Bildungsminister. Es folgten Reden von Herrn Boehringer, dem Vorsitzenden des Stiftungsrates zu der Intention der Stiftung, Herrn Kroehl, dem Geschäftsführer der Stiftung und Vertretern der Förderer der Stiftung. Es wurden Video-Interviews mit Preisträgern gezeigt und drei Beiträge wurden von den Schülerinnen und Schülern vorgetragen. Es wurden Lehrkräfte und Förderer von Kinderreportern zum Thema Abenteuer interviewt. Die Auftritte der Halbfinalisten von ‚The Voice Kids 2023‘ und einer Tanzgruppe der Diltheyschule Wiesbaden gestalteten den Festakt musikalisch.

Der Höhepunkt der Feier war schließlich, als alle Gewinner nacheinander auf die Bühne gebeten wurden und eine Urkunde sowie ein schön gestaltetes Buch mit allen prämierten Geschichten erhielten. Dieses Buch ist eine wunderbare Erinnerung an den schönen Tag und auch toller Lesestoff, das auch über die Stiftung Handschrift erworben werden kann. Mit einem Foto aller Preisträgerinnen und Preisträger vor dem Museum Wiesbaden und einer Erfrischung für alle endete der festliche Vormittag.

Text: Barbara H. und Paulina S. (6b)

Fotos: Frau Dürr

Besuch einer Redakteurin der F.A.Z.

Am 06.03.2025 besuchte uns Frau Magel, eine Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Rahmen des F.A.Z. – Projekts „Meine Zeitung“ und berichtete uns von ihrem Beruf. Frau Magel leitet den Kulturbereich der Rhein-Main-Redaktion. Bereits mit 29 Jahren kam sie zur F.A.Z. Sie berichtete uns von ihrem Tagesablauf und betonte aber auch, dass jeder Tag unterschiedlich ist, weswegen sie ihre Arbeit spannend findet.

Portrait von Eva-Maria Magel, Redakteurin der F.A.Z., aufgenommen am 16.03.2018 im F.A.Z.-Studio in Frankfurt.

Frau Magel erzählte uns die Geschichte der F.A.Z., unter anderem, dass die F.A.Z. 1949 nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet worden ist. Die F.A.Z. ist eine GmbH, die zu einem großen Teil einer Stiftung gehört.  Die Journalisten haben große Freiheiten in Bezug auf das Veröffentlichen von Artikeln.

Es gibt auch die Digitalzeitung faz.net, in der 24/7 die aktuellsten Neuigkeiten sofort veröffentlicht werden und man als Leserin bzw. Leser einen guten Überblick über die neuesten Informationen hat. Darüber hinaus gibt es natürlich noch die Papierzeitung, in der man einen großen Überblick darüber bekommt, was auf der Welt passiert ist. Es arbeiten auf der ganzen Welt etwa 35 Korrespondentinnen und Korrespondenten ausschließlich für die F.A.Z.

Die F.A.Z. hat eine eigene KI und alle Mitarbeitende der Zeitung können auf sie zugreifen, zum Beispiel um etwas zu recherchieren oder um Interviews zu bearbeiten. Doch man sollte nicht alles glauben, was eine KI sagt. Ganz in diesem Sinne lautet der Slogan der F.A.Z.: “Freiheit beginnt im Kopf.“ 

Unsere Klasse hat in zwei Stunden von Frau Magel sehr viel gelernt.

Danke, Frau Magel, dass Sie bei uns waren!

Klasse 7b

Foto der Klasse: Frau Richter-Seitz

Foto von Frau Magel: F.A.Z./Frank Röth

Vorankündigung: Frankfurt liest ein Buch

Liebe Schulgemeinde, liebe Gäste,

im Rahmen des 16. Lesefests „Frankfurt liest ein Buch“ laden wir herzlich zu einer besonderen Veranstaltung ein: 
Am 30. April 2025 um 18:00 Uhr begrüßen wir den Autor Dirk Kurbjuweit zu einer Lesung in unserer Aula – ein weiterer Höhepunkt unserer Reihe „Gagern-Live“.
Gelesen wird aus „Nachbeben“, dem für dieses Jahr ausgewählten Roman. Er rückt das Frankfurt der Banken, der Börse und der Geldpolitik in den Mittelpunkt – eine Seite der Stadt, die im Lesefest bislang kaum beleuchtet wurde. Kurbjuweit erzählt vom Leben eines jungen Bankers, dessen Karriere und Überzeugungen durch persönliche wie gesellschaftliche Umbrüche erschüttert werden. Der Blick von der Erdbebenwarte am Kleinen Feldberg auf die Skyline Frankfurts wird dabei zum eindrucksvollen Bild für innere und äußere Spannungen.
Die Lesung und das anschließende Gespräch mit dem Autor werden von Oberstufenschülerinnen und -schülern moderiert. Danach ist auch das Publikum eingeladen, Fragen zu stellen.
Der Eintritt ist frei – über eine Spende zur Unterstützung unserer kulturellen Arbeit freuen wir uns sehr.
Einlass ist ab 17:40 Uhr.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und einen anregenden Abend!

Tierbeschreibung im Zoo

Sicherlich lässt sich ein Tier am besten beschreiben, wenn man es unmittelbar vor sich sieht. Dieser Meinung waren auch zwei 5. Klassen, die im Rahmen der Deutschunterrichtseinheit „Tierbeschreibung“ die Nähe zum Zoo nutzten, um Lieblingstiere zu suchen und sie zu beschreiben. Zu den Favoriten gehörten Affen, Pinguine, Robben und Brillenbären.

Aus den festgehaltenen Beobachtungen und gesammelten Fakten zu den Tieren entstanden im Unterricht Infoplakate, Suchanzeigen oder Artikel für Tierzeitschriften.

Deutschunterricht: 5a Benner / 5d Battenberg – März 2025

Zebras im Schnee

Lesung mit Florian Wacker

Am 29. April 2024 war es endlich so weit: Die mit Spannung erwartete Lesung mit dem Autor Florian Wacker fand im Rahmen des Festivals „Frankfurt liest ein Buch“ in der Aula des HvGG statt. Unser Deutsch-Leistungskurs, geleitet von Frau Benner, hatte sich in den Wochen zuvor intensiv mit Wackers Roman „Zebras im Schnee“ auseinandergesetzt und Fragen für das Interview vorbereitet. 

Zu Beginn des Abends las der Autor drei Passagen aus seinem Buch vor: aus den Kapiteln „Leica“, „Schnappschüsse“ und „Terminal 2“. Zeitgleich kreierte der Kunst-Leistungskurs unter der Leitung von Frau Jazo ein beeindruckendes Live-Painting. Auf einer zehn Meter langen Papierbahn brachten die Schülerinnen und Schüler ihre Assoziationen zum Text zum Ausdruck. Figuren und Orte der Handlung nahmen unter den Augen der Gäste zunehmend Gestalt an. Diese künstlerische Darbietung ergänzte die Lesung auf eine sehr besondere Weise. Nach der Lesung und unserem Interview mit Florian Wacker konnten auch die Gäste Fragen stellen und es entspann sich eine interessante Diskussion um Literatur und Fotografie. 

Das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium ist häufig Gastgeber für kulturelle Ereignisse, die unser Schulleben bereichern und uns spannende neue Erfahrungen bieten. Das ausgeprägte Interesse und Engagement unserer Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte unterstreichen den großen Erfolg dieser Veranstaltungen. Die positive Resonanz der Teilnehmenden, von denen viele am Ende begeistert den Roman am Bücherstand erwarben, spiegelt dies eindrucksvoll wider.

Wir sind dankbar für diese einzigartige Chance und hoffen, dass wir auch in Zukunft solche besonderen Momente erleben dürfen.

Text: Noussaiba Elmoatasimi, Q2

Briefe an die Freundschaft

Was macht gute Freunde aus? Was bedeutet Freundschaft und wie sieht sie aus?

Mit diesem Thema haben sich rund 9500 Schülerinnen und Schüler am „Tag der Handschrift“ beschäftigt. Dieser findet einmal im Jahr statt und wird von der Stiftung Handschrift organisiert. Diese wurde gegründet, um das Schreiben mit der Hand zu fördern, da man sich Dinge besser merken kann, wenn man sie mit der Hand aufschreibt, und die Handschrift auch etwas Persönliches ausdrückt. 

Am „Tag der Handschrift“ schreiben Schülerinnen und Schüler zu einem bestimmten Thema einen Brief. Dieses Jahr war das Thema „Freundschaft“. Nachdem die Briefe in den Klassen geschrieben worden sind, werden sie an die Stiftung geschickt, wo sie alle gelesen und die besten 100 ausgewählt werden.

Auch ich habe mit meiner Klasse teilgenommen und hatte, gemeinsam mit drei weiteren Schülerinnen und Schülern vom Gagern das Glück, zur Preisverleihung eingeladen zu werden. Am Tag der Preisverleihung musste ich nicht in die Schule, sondern um 9:30 Uhr im Museum Wiesbaden sein, wo die Veranstaltung stattfinden sollte. Ich war sehr aufgeregt, als ich zwischen den vielen Gästen, Mitarbeitern und Presseleuten zu meinem Platz ging. 

Um 10:00 Uhr begann die Veranstaltung. Als erstes wurden Begrüßungsreden vom Kultusminister, vom Museumsdirektor und einem Vertreter der Stiftung Handschrift gehalten. Danach wurde ein Video gezeigt, in dem Kinder über Freundschaft und Handschrift sprachen und eine Teilnehmerin von The Voice Kids sang zwischendurch zwei Songs mit Klavierbegleitung. 

Währenddessen stieg meine Aufregung. Man hatte mich nämlich gefragt, ob ich meinen Brief auf der Bühne vorlesen wolle. Als es so weit war, holte ich tief Luft, um meinen Brief vorzulesen. Ich hatte meinen Brief an die Freundschaft selbst geschrieben und sie gefragt, wie sie aussieht. In meinem Brief habe ich mir überlegt, welche Formen sie haben könnte.

Nachdem ich vorgelesen hatte, lasen noch zwei weitere Kinder ihre Briefe vor. Der eine hatte seinen Brief über die Freundschaft zwischen ihm und der Schokolade geschrieben, die andere ihren Brief an ihre verstorbene Brieffreundin gerichtet. Im Anschluss wurden auf der Bühne noch Schüler und Lehrer zum Thema Handschrift, Scheiben und Freundschaft interviewt. Zum Schluss bekamen alle eine Urkunde und das Buch, in dem alle 100 prämierten Briefe abgedruckt sind. Mit Interesse habe ich gelesen, womit andere Kinder Freundschaft verbinden: mit Spaß und Nähe, mit Enttäuschung und Schmerz, aber vor allem mit Wärme und Unterstützung.

Text: Hannah Bälz, 7b

Fotos: Frau Bälz

Besuch von einer F.A.Z.-Redakteurin

Am Donnerstag, den 29.02.2024, hatten die Klassen 6c und 6d das Vergnügen, im Rahmen des Projektes „Meine Zeitung – F.A.Z.“, die Redakteurin Inga Janovic zu empfangen. Das Gespräch mit der Journalistin fand in der Aula statt und dauerte von 11:40 Uhr bis 13:00 Uhr. Zu Beginn begrüßten die Deutschlehrerinnen der beiden Klassen Frau Janovic herzlich und sie stellte sich und ihren Beruf kurz vor. Sie erläuterte den Schülerinnen und Schülern einen typischen Tagesablauf bei einer großen Zeitung und verdeutlichte die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen, die damit einhergehen. Danach hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Frau Janovic Fragen zu stellen, insbesondere zum Berufsbild einer Reporterin bei der F.A.Z. Diese Fragen wurden von ihr geduldig und detailliert beantwortet, wodurch man einen umfassenden Einblick in die Arbeit bei einer Zeitung erhielt. Der Besuch von Frau Janovic war eine sehr lehrreiche Erfahrung und bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, mehr über den Journalismus und die Arbeit bei einer Zeitung zu erfahren. Frau Janovic vermittelte nicht nur wertvolles Wissen, sondern inspirierte auch dazu, möglicherweise selbst einmal in diesem Bereich tätig zu werden.

Text: Flora Y. (6d)

Foto: L. Flacke

„Um das Cover musste ich hart kämpfen!“

 

Tania Witte liest aus ihrem Buch.

Am Freitag, dem 3. November 2023, besuchten zwei 7. Klassen das Literaturhaus Frankfurt.

Eine Bericht-Reportage von Jordi Möller und Lennart Weißmüller (Text: Jordi Möller)

Als die Klassen 7b und 7d um die letzte Ecke bogen, sahen sie schon die fünf imposanten Säulen am Eingang des Literaturhauses. Sie konnten aber noch nicht sofort hineinstürmen, denn zuerst wurden einige Klassenfotos gemacht. Doch nun konnten alle endlich das Literaturhaus betreten. Auch innen waren Boden, Wände und Decke in einem gepflegten und schönen Weiß gestrichen. Es ging in einen kleinen Saal, vom Eingang aus links, in dem nun die Lesung des Buches „Einfach nur Paul“ stattfinden sollte. Nun waren wir alle gespannt, wie die Lesung sein wird.

Nach einiger Zeit kam dann Tania Witte, die Autorin des Buches und diejenige, die uns aus diesem vorlesen sollte, hinein. Zuerst erzählte sie etwas über „Einfach nur Paul“ und die Idee, die Geschichte zu schreiben. In dem Buch geht es, ACHTUNG SPOILER, um Paul, einen Jungen, der gerne Musik als DJ machen würde. Er geht als Sänger in die Schulband, die seine Freundin gegründet hat. Dabei kann Paul überhaupt nicht singen! Außerdem hat Paul oft Streit mit seinem Vater. Als seine Schwester dann einen Blutgruppentest der Familie für ihre Bioarbeit machen will, findet sie mit Paul heraus, dass Paul nicht mit seiner „Mutter“ verwandt sein kann. Nun begibt er sich auf die Suche nach seiner eigentlichen Mutter.

Am Ende durfte noch mal jeder der Autorin Fragen stellen. Tania Witte schien der Spruch „Bewerte ein Buch niemals nach seinem Cover“ besonders wichtig zu sein – vor allem auch wegen ihrer Bücher. Als die Lesung zu Ende war, konnte man das Buch kaufen und von der Autorin signieren lassen. In dieser Zeit haben wir einige Schülerinnen und Schüler gefragt, wie sie die Lesung fanden. „Gut“, sagte Tara, 7d.

„Es war okay“, meinte Batu, ebenfalls 7d. „Ja, es war sehr gut“, sagte Frau Battenberg, die den Ausflug begleitet hatte. Wieder andere fanden die Lesung nicht so gut, aber das ist nicht schlimm, das Buch ist ja schließlich nicht für jeden was.

Alles in allem würden wir sagen, dass das Literaturhaus einen Besuch wert ist, wenn man Lesungen mag oder zu einer Lesung über ein Buch, das einem gefallen könnte, geht.

Fotos: Frau Battenberg