Heinrich-von-Gagern-Gymnasium Frankfurt am Main

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Zum Unterrichtsbeginn nach den Herbstferien

Letzte Änderung:
16.10.2020
Verantwortliche/r:
Andreas Weschke

Zum Unterrichtsbeginn nach den Herbstferien

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

wie Ihnen allen bekannt ist, verzeichnet die Stadt Frankfurt in der anhaltenden Corona-Krise bereits seit längerem eine hohe, tendenziell steigende Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner. Nicht zuletzt deshalb bleibt das gegenwärtige Schuljahr leider auch nach den Herbstferien von erheblichen Unwägbarkeiten geprägt. Wie bereits zu Schuljahresbeginn erläutert, bin ich mir bewusst und bitte Sie zugleich um Verständnis, dass ich auch mit dem vorliegenden Schreiben vermutlich weder alle Fragen, die sich in Bezug die Gestaltung des Schulbetriebs stellen, beantworten werde noch die ganz unterschiedlichen Vorbehalte, Bedenken und Sorgen, die in der Schulgemeinde sicherlich bestehen, gänzlich ausräumen kann. Auch möchte ich betonen, dass ich selbstverständlich verpflichtet bin, alle rechtlichen Vorgaben des Landes Hessen und der Stadt Frankfurt zu erfüllen, und den Schulbetrieb allein in diesem (mitunter engen) Rahmen ausgestalten darf; eine Abweichung von den Vorgaben bezüglich einzelner Personen, Klassen, Jahrgänge oder gar der gesamten Schule darf und wird es, gleich wie sinnvoll dies aus persönlicher Sicht auch erscheinen mag, nicht geben. Dementsprechend geht es im Folgenden darum, in aller Kürze und Prägnanz zu erläutern, wie wir am Gagern versuchen, unter den gegebenen Bedingungen und Vorgaben weiterhin einerseits bestmöglich die Gesundheit aller am Schulleben Beteiligten zu schützen und andererseits bestmöglich dem Anspruch auf Bildung gerecht zu werden sowie die Funktion der Schule als sozialem Anker zu erfüllen.

Auch nach den Ferien soll es ein geregeltes Klassen- und Kurssystem an fünf Tagen in der Woche in vollständigen Lerngruppen geben. Das Abstandsgebot zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie die Begrenzung der Gruppengröße im Unterricht bleiben aufgehoben. Allerdings besteht bis zum 31.10.2020 wieder für alle Personen die Pflicht, im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Zusätzlich zu dieser Vorgabe sind freilich auch die übrigen nachfolgend aufgeführten Schutz- und Hygienemaßnahmen ebenso strikt wie durchgängig zu beachten. Alle Lehrkräfte und schulischen Bediensteten gehen bei der Umsetzung dieser Maßnahmen mit gutem Beispiel voran und sorgen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler über diese Maßnahmen unterrichtet werden, sie ernst nehmen und ebenfalls umsetzen.

Schutz- und Hygienemaßnahmen

· Bis zum 31.10.2020 besteht für alle Personen die Pflicht, im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen (Kinnvisiere gelten nicht mehr als hinreichende Mund-Nasen-Bedeckung; das Tragen von Gesichtsvisieren oder FaceShields hingegen ist zwar erlaubt, wird jedoch nicht empfohlen, da diese nicht in gleichem Maße einer Ausbreitung von Viren entgegenwirken wie eine Mund-Nasen-Bedeckung). Diese Pflicht betrifft auch den Schulsport, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann; nach Möglichkeit soll der Sportunterricht zudem nur im Freien erfolgen.

· Weiterhin zeitlich unbefristet gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für alle Personen auf dem Schulgelände. Diese Pflicht betrifft alle Räume und Begegnungsflächen im Schulgebäude (z.B. Unterrichtsräume, Fachräume, Lehrerzimmer, Turnhallen, Flure, Gänge, Treppenhäuser, Sanitärbereich und Verwaltungsbereich) sowie das freie Schulgelände (z.B. Pausenhöfe, Sportstätten). Das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen ist auch vorgeschrieben, sobald die Klassen- oder Kursverbände aufgelöst werden; das betrifft insbesondere ganztägige Angebote. Damit die Verpflichtung zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen auf dem Schulgelände eingehalten werden kann, ist das Essen und Trinken in den Unterrichtsablauf zu integrieren, und zwar so, dass der Schutz der Gesundheit bestmöglich gewährleistet wird. Die Regelung im Einzelnen sowie die Aufsicht nimmt die jeweilige Lehrkraft vor. Solange das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch im Präsenzunterricht angeordnet ist, ist auch auf angemessene Masken- oder Erholungspausen zu achten.

· Es sind – wo immer möglich – 1,5 Meter Abstand zu anderen Menschen zu halten. Insbesondere sollte dieser Mindestabstand von Schülerinnen und Schülern zu Lehrkräften und sonstigem Personal im Unterricht eingehalten werden, sofern nicht pädagogisch-didaktische Gründe oder die Raumsituation ein Unterschreiten erfordern.

· Jegliche Berührungen (nach Möglichkeit auch des eigenen Gesichtes), Umarmungen sowie Händeschütteln sind grundsätzlich zu unterlassen.

· Die bereits bekannte Husten- und Niesetikette ist stets zu beachten.

· In allen Klassen, Kursen und Arbeitsgemeinschaften wird durch die Lehrkräfte dokumentiert, welche Schülerinnen und Schüler zugegen sind, um im Falle einer Infektion Kontakte und Infektionswege wirksam nachverfolgen zu können. Damit kann erreicht werden, dass sich etwaige Maßnahmen des Gesundheitsamtes nicht auf die gesamte Schule auswirken, sondern nur auf die Gruppen, innerhalb derer ein Infektionsrisiko bestanden haben könnte. Hierzu sind durch die Lehrkräfte ggf. Listen zu erstellen, aus denen hervorgeht, welche Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrkräfte engen Kontakt zu der betreffenden Person hatten (z.B. alle Sitznachbarn direkt rechts, links, davor, dahinter, diagonal, oder einen über 15-minütigen Face-to-Face-Kontakt ohne Maske) und wer lediglich losen Kontakt hatte. In den Klassen- und Kursräumen sollen möglichst feste Sitzordnungen eingehalten werden, sofern keine pädagogisch-didaktischen Gründe entgegenstehen. In klassenübergreifend organisierten Unterrichten sind den Schülerinnen und Schülern aus unterschiedlichen Klassen getrennte Sitzbereiche in den Unterrichtsräumen zuzuweisen. Partner- und Gruppenarbeit im Rahmen der Klasse (z.B. zur Durchführung von naturwissenschaftlichen Experimenten) ist indes möglich, jedoch auf das Mindestmaß zu beschränken.

· Für Arbeitsgemeinschaften gilt jeweils ein eigener spezifischer Hygieneplan. Von einer jahrgangsübergreifenden Durchmischung der Schülerinnen und Schüler ist hierbei jedoch abzusehen. In klassenübergreifend organisierten Arbeitsgemeinschaften sind den Schülerinnen und Schülern aus unterschiedlichen Klassen getrennte Sitzbereiche in den Räumen zuzuweisen.

· Alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte waschen sich unmittelbar nach jedem Betreten der Unterrichtsräume die Hände mit Seife für 20-30 Sekunden (alternativ können die Hände mit mitgebrachtem Händedesinfektionsmittel gereinigt werden). Alle Handwaschplätze in den Räumen und in den Toiletten sind mit Seifenspendern und Einmalhandtüchern ausgestattet. Aufgrund des zeitlichen Umfanges dieser gründlichen Händehygiene ist das Händewaschen in den Unterrichtsablauf zu integrieren.

· Es ist auf eine intensive Lüftung aller Räume (Unterrichtsräume, Fachräume, Lehrerzimmer etc.) zu achten, um eine ggf. bestehende Corona-Aerosolkonzentration und damit das Risiko einer Infektion zu reduzieren. Spätestens alle 15 Minuten sowie während jeder Pause ist ungeachtet der jeweiligen Witterung eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über die Dauer von 5 Minuten vorzunehmen. Infolge dieser Vorgabe ist damit zu rechnen, dass die Temperaturen in vielen Räumen dauerhaft und deutlich unter 20° Celsius liegen werden. Ich bitte daher alle Schülerinnen und Schüler sowie alle Lehrkräfte, durch geeignete Kleidung und Kleidungsweise („Zwiebelprinzip“) sowie etwaige Hilfsmittel (Decken, Warmgetränke etc.) einen individuellen Gesundheitsschutz vorzunehmen. Der (ergänzende) Einsatz mobiler Luftreinigungsgeräte oder Lüftungsgeräte (wie er in den vergangenen Wochen von einigen Mitgliedern der Schulgemeinde angeregt wurde) wurde durch den Schulträger gegenwärtig nicht für erforderlich bzw. geeignet befunden. In Ergänzung der hier formulierten Vorgabe zum Lüften bietet die Unfallkasse Hessen mit „CO2-Timer“ eine App kostenfrei an, die das fachgerechte Lüften unterstützt und ausdrücklich empfohlen wird.
· Auf dem Schulgelände gilt ein Verbot von Bewegungsspielen (u.a. Tischtennis, Basketball). Bälle etc. dürfen nicht in die Schule mitgebracht werden.

· In den Pausen sollen möglichst nur Schülerinnen und Schüler einer Klasse miteinander in Kontakt kommen.

· Öffentlich zugängliche Gegenstände wie Türklinken, Fenstergriffe oder Geländer sind möglichst nicht mit der vollen Hand bzw. den Fingern anzufassen (ggf. Ellenbogen benutzen).

· Personen mit einer Symptomatik, die auf eine COVID-19-Erkrankung hindeutet, dürfen die Schule nicht betreten. Bei einem Auftreten solcher Symptome während der Unterrichtszeit werden die betreffenden Personen isoliert. Ggf. werden die Sorgeberechtigten informiert, und es wird empfohlen, mit dem behandelnden Kinderarzt, dem Hausarzt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 Kontakt aufzunehmen. Schülerinnen und Schüler dürfen den Präsenzunterricht und andere reguläre Veranstaltungen nicht besuchen,

     o wenn sie oder die Angehörigen des gleichen Hausstandes (v.a. Eltern, Geschwisterkinder) mindestens eines der relevanten, für COVID-19 typischen Krankheitssymptome aufweisen (insbesondere Fieber (ab 38,0°C), trockener Husten (d.h. ohne Auswurf), Störung des Geruchs- oder Geschmackssinns (nicht als Begleiterscheinung eines Schnupfens)) oder

     o solange sie noch keine zwölf Jahre alt sind und Angehörige des gleichen Hausstandes einer individuell angeordneten Absonderung (Quarantäne) aufgrund einer möglichen Infektion mit SARS-CoV-2 unterliegen.

Alle Krankheitssymptome müssen akut auftreten; Symptome einer chronischen Erkrankung sind nicht relevant. Ein Schnupfen ohne weitere Krankheitszeichen, ein leichter oder gelegentlicher Husten oder ein gelegentliches Halskratzen sind ausdrücklich kein Ausschlussgrund. Die angehängten Hinweise „Umgang mit Krankheits- und Erkältungssymptomen bei Kindern und Jugendlichen“ sind zu beachten.

· Die Unterrichtsräume werden einschließlich der Tische, Stühle, Tür- und Fenstergriffe regelmäßig gereinigt. Eine entsprechende Reinigung findet auch in den Toilettenräumen statt. In allen Toilettenräumen sind ausreichend Flüssigseifenspender und Einmalhandtücher bereitgestellt und werden regelmäßig aufgefüllt werden. Die Schulhausverwalter tragen hierfür Sorge. Eine routinemäßige Flächendesinfektion wird durch das RKI weiterhin nicht empfohlen.

· Sämtliche Schutz- und Hygieneregeln – insbesondere aber die AHAL-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, Lüften) – sind während des gesamten Aufenthalts auf dem Schulgelände ausnahmslos und durchgängig einzuhalten. Im Falle eines Verstoßes gegen diese Regeln oder entsprechende Weisungen der Lehrkräfte wird die betreffende Schülerin oder der betreffende Schüler für den Rest des Schultages vom Unterricht ausgeschlossen. Bei wiederholten Verstößen werden ggf. weitergehende Ordnungsmaßnahmen verhängt.

Ich bitte Sie, liebe Eltern und liebe Lehrkräfte, diese Regeln und deren Sinn mit Ihren Kinder bzw. Ihren Schülerinnen und Schülern eingehend zu besprechen und zu erläutern, dass es bei deren Einhaltung nicht allein um den persönlichen Schutz des Einzelnen, sondern um die Wahrnehmung einer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung geht. Ferner bitte ich Sie die rechtlichen Vorgaben und Empfehlungen bezüglich einer Einreise aus Urlaubsregionen oder gar Risikogebieten zu beachten und ggf. entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um sich und die übrigen Mitglieder der Schulgemeinde zu schützen.

Weiterhin gilt die Vorgabe, dass auch Schülerinnen und Schüler, die aufgrund einer vorbestehenden Grunderkrankung oder einer Immunschwäche bei einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus dem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ausgesetzt sind, der Schulpflicht unterliegen. Diese Schülerinnen und Schüler können allerdings von der Unterrichtsteilnahmepflicht in Präsenzform befreit werden, wenn eine entsprechende ärztliche Bescheinigung vorliegt. Diese Bescheinigung gilt längstens für einen Zeitraum von drei Monaten. Für die betroffenen Schülerinnen und Schüler tritt der Distanzunterricht an die Stelle des Präsenzunterrichts. Sofern Sie eine solche Befreiung wünschen, bitte ich, den Antrag einschließlich der betreffenden Bescheinigung über die Klassenlehrerin oder den Klassenlehrer an mich zu stellen.

Die hier gegebenen Informationen zur Gestaltung des Schulbetriebes müssen sicherlich nicht zuletzt aufgrund weiterer rechtlicher Vorgaben und gesellschaftlicher Entwicklungen fortlaufend aktualisiert und präzisiert werden. Über wesentliche Änderungen werde ich die Schulgemeinde umgehend unterrichten.

Ich hoffe sehr, dass die weitere „Etappe“ bis zu den Weihnachtsferien am Gagern ebenso gut verläuft wie die bis zu den Herbstferien, und wünsche allen ein erfolgreiches gemeinsames Lernen.

 

Herzliche Grüße und beste Wünsche

Gerhard Köhler


  Umgang mit Krankheits- und Erkältungssymptomen
                                                               bei Kindern und Jugendlichen


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