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Austausch in Italien … mal anders

Text:
Lisbeth Kirschbaum
Letzte Änderung:
30.01.2018
Verantwortliche/r:
Thomas Pawletko

Austausch in Italien … mal anders

Am 14. Oktober 2017 begann meine Reise. Einen Monat lang wollte ich in Italien bleiben, zwei Städte, zwei Schulen und vor allem zwei Gastfamilien.

Vom Frankfurter Flughafen aus flog ich, gemeinsam mit meiner Klassenkameradin Sina, nach Neapel, Süd-Italien, denn die ersten zwei Wochen des privaten Austauschs wollten wir zusammen im Heimatort unserer Italienischlehrerin Frau Sgrosso verbringen, wodurch übrigens auch der Kontakt für den Austausch zustande kam.
Dort angekommen trafen wir beide unsere Austauschschüler, in meinem Fall Francesco, den ich bisher nur von Fotos und ein paar Nachrichten und Telefonaten kannte. Wir sind mit dem Auto zu ihm nach Hause gefahren, in die Provinzstadt Avellino, wo ich auch seine Familie, seine Eltern und seinen Bruder, kennengelernt habe.
Am gleichen Abend, nachdem ich mein Zimmer ein wenig eingerichtet und mich ein bisschen mit der Gastmutter unterhalten hatte, sind wir essen gegangen und haben einen Spaziergang über die größte Einkaufsstraße der Stadt, den corso, gemacht, auf der sich abends so gut wie alle Jugendlichen treffen und miteinander durch die Straßen ziehen.

Gleich am Montag bin ich mit Francesco in die Schule gegangen, ein naturwissenschaftliches Gymnasium (Liceo Scientifico Mancini), und habe mir das italienische Schulsystem angesehen: Hauptsächlich Frontalunterricht, jeden Tag 'interrogazioni' (Schülerabfragungen) und viele Hausaufgaben! Kein Nachmittagsunterricht aber, dafür endet die Schule immer etwa um 14 Uhr und die Italiener gehen dafür samstags in die Schule. Nach dem Unterricht gab es immer echt leckeres italienisches Mittagessen von Francescos Mutter und danach heiße Maronen.

Ich habe mit meiner Gastfamilie einige Ausflüge in der Gegend gemacht. Wir haben zum Beispiel das alte Königshaus von Caserta („Reggia di Caserta“) besichtigt, ein riesiges Anwesen und den gigantischen, anliegenden Garten, geschmückt mit hunderten von Mamorstatuen.

Danach haben wir noch einen Teil des 47.000 Quadratmeter großen Gebäudes besichtigt, dutzende mit Gold verzierte Räume und wunderschöne Deckengemälde.
 
Nach zwei Wochen hat mich die Familie zum Bahnhof in Neapel gebracht und ich musste mich verabschieden, denn die nächsten zwei Wochen wollte ich bei meiner Gastfamilie vom Austausch des letzten Jahres, bei Sofia in Mailand verbringen. Auch in Mailand bin ich auf ein Gymnasium (Liceo Manzoni) gegangen und habe dort das Schulleben mitbekommen, sowie ein paar Freundschaften geschlossen. An den Wochenenden bin ich mit Sofia (meiner Gastmutter) und ein paar von ihren Freunden in der Mailänder Innenstadt unterwegs gewesen und nachmittags habe ich etwas mit Ofelia (meiner Gastschwester) unternommen.
Ich war sehr traurig, als ich am 10. November den Zug von Mailand nach Frankfurt nehmen und das italienische Leben wieder verlassen musste, aber die Reise hat mir neue Freunde und vor allem viele Sprachkenntnisse gebracht und ich kann mich mittlerweile gut auf Italienisch verständigen. Ich blicke auf die Reise mit einem sehr großen Lächeln zurück und würde es sofort wieder machen!

Lisbeth Kirschbaum


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