Heinrich-von-Gagern-Gymnasium Frankfurt am Main

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"Präsenzkiller Nummer Eins ist das Handy“ - Rhetorik-Workshop am Samstagvormittag

Letzte Änderung:
07.11.2017
Verantwortliche/r:
Hermann Henne

"Präsenzkiller Nummer Eins ist das Handy“ - Rhetorik-Workshop am Samstagvormittag

Am 04. November 2017 fand in der Aula des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums unter der Leitung von Frau Manuela Koschwitz ein Workshop zum Thema Rhetorik statt.

21 Schüler nahmen daran teil. Die jeweiligen Gründe für die Teilnahme sind unterschiedlich. Während einige auf den gut gemeinten Rat der Eltern hin anwesend waren, wollten andere lernen, wie man eine Rede hält, wie man bei Referaten am besten steht oder wie man das altbekannte Lampenfieber bekämpft.

Nach dem Bau eines Stuhlkreises erklärt Frau Koschwitz, dass wir uns in dieser Schnupperstunde mit der Frage "Wie gehe ich mit meinem Körper um?“ befassen.
Dazu wurden im Laufe des Workshops vier Experimente durchgeführt.
Frau Koschwitz erzählt, viele empfinden den Moment peinlich, wenn sie einen Ton oder ihre eigene Stimme zu etwas abgeben sollen. Komisch, nicht wahr? Und das in einem Zeitalter, in welchem doch so viele junge Leute so oft irgendwelche Sprachnachrichten in ihr Handy sprechen.

Das Abgeben der Stimme oder auch "abstimmen“ habe seinen Ursprung bei den alten Griechen. Wer sich damals traute vor anderen frei zu atmen, wurde als "souverän“ bezeichnet. Wer sich jedoch nicht laut und deutlich ausdrücken und somit seine (politische) Meinung nicht frei äußern konnte, habe keine Möglichkeit zur Mitbestimmung gehabt.

"Präsenzkiller Nummer Eins ist das Handy“, so Frau Koschwitz.
Wir nehmen (z.B. bei Referaten) Präsenz auf verschiedene Arten wahr. Die Zuschauer bekommen durchschnittlich etwa 45% an Körpersprache, 38% an Stimme bzw. Aussprache und vom Inhalt nur ca. 7-17% (je nach Redner) mit.

Eine gute Übung zur Präsenz, die alle Teilnehmer durch das Schulhaus gehend direkt ausprobieren durften, ist folgende: Man sagt entweder leise vor sich hin oder denkt sich (im Kopf) immer wieder, bei jedem Schritt: "Füße, Füße, Füße“… Dabei lernt man bewusstes aufrechtes Gehen und Auftreten. Am besten sucht man sich dafür ein oder zwei alltägliche Situationen bzw. Wege aus. Auch, um die Situation, z.B. vom Heimweg bis zu den Hausaufgaben, zu wechseln, ist diese Übung zu empfehlen.

Eines der anderen Experimente, bestand darin, in Partnerarbeit ein assoziiertes Substantiv zu dem vom Partner genannten Substantiv zu nennen. Dabei sollte man versuchen, den Augenkontakt mit dem Partner zu halten.

Noch drei Empfehlungen am Rande:
1. Durch Redepausen werden Spannung und Aufmerksamkeit erzeugt.
2. Es ist immer gut, sich beim Reden Zeit zu lassen und nicht ,,ohne Punkt und Komma“ zu sprechen.
3. Am besten sucht man sich ein Ziel in Augenhöhe, damit man nicht automatisch den Blick Richtung Boden senkt.


Ein Bericht von Anna Laufert, Ea


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