Unser Aufenthalt in Bologna während der Osterferien
Eine neue Kultur erforschen, Menschen kennenlernen, ein fremdes Bildungssystem erkunden und gut essen? Das und vieles mehr bot der scambio individuale (individueller Austausch für die Q2) nach Bologna, der von unseren Lehrerinnen Frau Sgrosso in Frankfurt und Frau Burgi in Bologna organisiert wurde.
„La Grassa, la Rossa, la Dotta“ (die Fette, die Rote, die Gelehrte)* wird die Stadt gerne genannt, was schon ihre Vielfältigkeit zeigt. In einer Woche gibt es also viel zu sehen! Über die Portici (die Arkaden), Kirchen, Museen und Kunstwerke, über Tortellini, Pizza und gigantische Ostereier oder die Hochschulabsolventen, die Lorbeerkronen tragen, könnten wir nicht nur stundenlang reden, sondern haben auch Hunderte Bilder mitgebracht.
Interessant für unsere Schule wird es aber vor allem, wenn wir uns das Liceo Ginnasio Luigi Galvani anschauen. Es ist unglaublich, wie unterschiedlich die Schulsysteme sind. Der Schulbesuch hat uns auch einige Male glücklich schätzen lassen, in Deutschland die Schule zu besuchen, von anderen Dingen jedoch könnten wir uns aber eine Scheibe abschneiden. Was Lernen überhaupt bedeute, davon gibt es in Italien eine ganz andere Vorstellung. Der Schulalltag besteht darin, dass man sitzt und zuhört. Zuhört und mitschreibt. Es gibt keine Arbeitsblätter – wenn man etwas nicht verstanden hat, liest man es sich zu Hause in seinen Büchern noch einmal durch. Und Nacharbeitung sollte man wirklich machen, denn in jeder Stunde kann man abgefragt werden. Diese sogenannten „interrogazioni“ sind für italienische Schüler Alltag. Stoff (von allen bisher gelernten Inhalten) wiedergeben und sich auf Rückfragen vorbereiten – dabei wird man eine Stunde lang abgefragt. Da können wir uns mit unserer „drei Arbeiten pro Woche als Maximum-Regel“ ziemlich glücklich schätzen.
Der Samstagsunterricht blieb uns glücklicherweise erspart. Stattdessen durften wir in Bologna den schon vormittags endenden Unterricht genießen (immer von 8 Uhr bis 14 Uhr). Zwar war der Pausenhof klein, doch wir durften uns in den Gängen aufhalten und konnten von der zentralen Lage der Schule profitieren. Die Schule befindet sich nämlich in der wunderschönen Altstadt von Bologna und liegt selbst in einem Portici-Gebäude.
Daneben gab es vor allem eine Idee, die uns aufgefallen ist (und die wir auch mal an unserer Schule einführen sollten): stufenübergreifende Projekttage einmal im Monat. Die Italiener setzen ihre Ideen gerne um: Lehrer und Schüler können ein Projekt anbieten – Schach spielen, Tortellini selber machen, Karten spielen, über eine bestimmte Epoche lernen, Improvisationstheater … Enthusiasten können ihre Begeisterung für etwas nutzen und an einem Schultag ein kleines Projekt dazu vorbereiten.
Alles also ziemlich unterschiedlich – eine ganz andere Welt. Wir sind gespannt, was unsere italienischen Austauschpartner über unsere Schule sagen, wenn wir sie im Juni bei uns willkommen heißen, und freuen uns sehr auf ihren Besuch! Und allen anderen Mitschülerinnen und Mitschülern hier können wir so ein Erlebnis nur empfehlen!
Text und Fotos: Zoe Schüttrumpf Alburquerque und Vincent Menne (Q2)
Anmerkungen:
La Grassa: die Fette. Gemeint ist die reichhaltige und berühmte Küche Bolognas.
La Rossa: die Rote. Das bezieht sich sowohl auf die roten Ziegel und Dächer der Stadt als auch auf ihre linke politische Tradition.
La Dotta: die Gelehrte. Bologna wird allgemein als die älteste Universität Europas angesehen (1088).
https://hvgg.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_0154-scaled.jpeg25601920Leonore Flackehttps://hvgg.de/svg/HvGG_kreis_Text.svgLeonore Flacke2026-04-26 19:01:352026-04-26 19:01:35Unter den Arkaden
Am Donnerstag, den 26. März 2026, fand das Jazzkonzert statt. Unter der Leitung von Ulrike Wenckebach waren die kleine Big Band, die mittlere Big Band, die große Big Band und die String Band zu hören. Marit Trantel leitete den Jazzchor.
Eröffnet wurde das Konzert von der kleinen Big Band und dem Lied «I’m a Believer». Die kleine Big Band überraschte außerdem mit einem Bodypercussion-Intro bei ihrem letzten Stück «Durch den Monsun».
Die mittlere Big Band beeindruckte mit Liedern wie «Chameleon», «Viva la Vida» und vielen tollen Soloeinlagen an den E-Gitarren, Hörnern, Trompeten, Celli, an der Klarinette und am Klavier.
Die letzten Lieder vor der Pause waren alle von der grandiosen großen Big Band. Sie spielte viele Lieder mit vielen Soli, von «Hold the line» mit E-Gitarrensolo über «Bags Groove» mit Soli an dem Klavier, der E- Gitarre, der Trompete, dem Alt-Saxophon, am E-Bass und am Schlagzeug bis hin zu «Las Colinas», bei dem die Trompeten und das Saxophon richtig loslegten. Aber nicht nur an ihren Instrumenten beeindruckte die große Big Band, sondern auch gesangstechnisch bei Liedern wie «Das Gold von Morgen», «Wie es geht» und dem Abschlusslied «Superstition».
Gesangstechnische Stärke bewies auch der Jazzchor mit Liedern wie «I want it that way» und «Fix you». Der Jazzchor trat nach der vierköpfigen Lehrerband «The Rasberries» auf, welche das Lied «Zombie» von «The Cranberries» spielte.
Als vorletztes Ensemble trat die String Band mit ihrem Stück «Nothing else matters» auf. Die letzten drei Stücke waren die schon erwähnten Lieder der großen Big Band «Las Colinas» und «Superstition» sowie das «Duck Tales Theme».
Einen herzlichen Dank an alle Organisatorinnen und Organisatoren, an unsere Technik-AG, alle Kinder der Ensembles, an Frau Wenckebach und allen anderen, die dabei geholfen haben, diesen Abend zu verwirklichen!
Text und Fotos: AG Schülerredaktion
Text: Max Rösler (5c)
Fotos: Clara Bischof (5a) und Liam Wagner (7d)
https://hvgg.de/wp-content/uploads/2026/04/P1160374-scaled.jpg19222560Leonore Flackehttps://hvgg.de/svg/HvGG_kreis_Text.svgLeonore Flacke2026-04-24 18:02:212026-04-24 18:02:22All that Jazz!
Während unserer Frankreichfahrt verbrachten wir – das waren 22 Schülerinnen und Schüler der E-Phase sowie Frau Massen und Frau Nickel – mehrere spannende Tage in Besançon. Die Reise begann am Mittwoch nach einem kurzen Schultag mit einer etwa vierstündigen Zugfahrt mit dem TGV nach Besançon. Nach der Ankunft bezogen wir unser Hotel und haben dann gemeinsam bei einem Abendspaziergang die Stadt erkundet.
Am Donnerstag starteten wir mit dem Petit déjeuner im Hotel in den Tag. Danach wurden wir an der französischen Partnerschule Lycée Saint-Paul sehr herzlich vom Direktor, dem Deutschlehrer sowie den Schülerinnen und Schülern begrüßt. Sie lernen Deutsch als zweite Fremdsprache und haben uns in einer kleinen Präsentation auf Deutsch das französische Schulsystem erklärt. Anschließend haben sie uns in Kleingruppen durch die Schule geführt, und wir durften mit ihnen am Unterricht teilnehmen sowie gemeinsam mit ihnen in der Mensa zu Mittag essen. Am Nachmittag präsentierten wir unsere eigene Schule anhand von Präsentationen und wurden danach von den Franzosen durch die Stadt geführt. Der Tag endete mit Freizeit zum Abendessen.
Am Freitag ging es nach dem Frühstück mit dem Zug nach Dijon. Dort besuchten wir eine Lebkuchenfabrik und nahmen an einer Führung teil, bei der wir viel über die Herstellung erfuhren und die Möglichkeit hatten, selbst welche zu probieren und zu kaufen. Nach dem Mittagessen hatten wir eine spannende Stadtführung durch Dijon, bei der wir viel über die Herzöge von Burgund gelernt haben. Natürlich haben wir auch alle die berühmte Eule – das Wahrzeichen von Dijon, eingemeißelt in einen Stein an der Kathedrale – berühren dürfen; das soll nämlich Glück bringen. Im Anschluss blieb noch Zeit zur freien Verfügung, bevor wir am späten Nachmittag nach Besançon zurückkehrten. Den Abend ließen wir bei einem gemeinsamen Essen in einem thailändischen Restaurant ausklingen, bei dem es viele bunte und exotische Getränke gab (manche davon neon-blau!).
Am Samstag hieß es schließlich Abschied nehmen. Nach dem Frühstück hatten wir noch etwas Freizeit, bevor wir gegen Mittag die Rückreise antraten. Nach einem Umstieg kamen wir am Nachmittag wieder in Frankfurt an.
Die Fahrt war für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung. Wir konnten nicht nur unsere Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch viele neue Eindrücke sammeln, Kontakte knüpfen und die französische Kultur hautnah erleben.
Text: AG Schülerredaktion: Marina Dökmeci Maurenza (Eb)
Fotos: Frau Nickel und Frau Massen
https://hvgg.de/wp-content/uploads/2026/04/image00009.jpeg12001600Leonore Flackehttps://hvgg.de/svg/HvGG_kreis_Text.svgLeonore Flacke2026-04-24 15:57:122026-04-24 18:11:02Frankreichfahrt der E-Phase nach Besançon
Am 17. Februar 2026 unternahm Herr Kerschers Chemie-Leistungskurs der Q1/2 eine Exkursion in die Nähe von Darmstadt, um den Hauptstandort des Unternehmens „Merck“ zu besichtigen. Zum einen wurzelt das ca. 350 Jahre alte Familienunternehmen hier in Darmstadt und zum anderen befindet sich hier auch der größte Forschungs- und Produktionsstandort von Merck, an dem mehr als zwölftausend Mitarbeiter in den Bereichen Healthcare, Life Science und Electronics arbeiten.
Nach der Ankunft am Hauptbahnhof fuhren wir also zu der 1,25 Quadratkilometer großen Fläche, auf der die Gebäude der Firma eine Art eigene kleine Stadt bildeten. Nach dem Erhalt von personalisierten Besucherausweisen wurden wir in einen Seminarraum geführt, wo wir eine allgemeine Vorstellung des Betriebes, seiner Produkte und Geschichte erhielten. Der Kurs freute sich sehr über kostenlose Getränke und Minzpastillen. Da das Gelände, auf dem wir uns befanden, wahrhaftig riesig war, stiegen wir für die anschließende Tour in einen Bus und machten eine Rundfahrt. Dieser Standort von Merck besitzt, zur Verdeutlichung seiner Größe, eine eigene Müllabfuhr und sogar eine eigene Kläranlage. Die Mitarbeiter bewegen sich unter anderem mit Fahrrädern durch die Anlage und kleine Roboter überbringen Dokumente. Weiter wurden uns Betriebsabläufe grob geschildert und zum Beispiel auch Kohlenstoffdioxid-neutrale Forschungszentren gezeigt. Wir machten einen Halt bei einer Produktions- und Verpackungsstätte für herzförmige Herztabletten. In hoher Geschwindigkeit wurden die Tabletten abgepackt, in ihre Pappbox mit Beipackzettel gesteckt, fotografiert und mit anderen Boxen in Kartons verstaut. Die Angestellten waren alle sehr freundlich und sind auf jegliche unserer Fragen eingegangen.
Schließlich wurden wir noch zum betriebseigenen Learningcenter gebracht. Hier zeigten uns 4 Auszubildende das Gebäude in dem Merck neue Arbeiter anlernt. Unter anderem gab es dort Labore, aber auch Werkbänke um an Technik herumzubauen oder Schaltkreise zu erstellen. An kleineren Modellen von Maschinen und durch VR-Brillen wurde zudem das spätere Bedienen der richtigen Maschinerien der Firma geübt. Alles in allem war dieser letzte Halt hauptsächlich eine Art Rekrutierungsversuch der Firma, um die nächste Generation zu einer Ausbildung bei Merck zu bewegen. Dementsprechend gab es auch Werbegeschenke wie Kugelschreiber und Periodensysteme mit dem Firmenlogo darauf, sowie Broschüren.
Abschließend ging unser LK noch zusammen essen. In Darmstadt holten wir uns Pommes und Hühnchen und verbrachten einen lustigen Nachmittag gemeinsam, bis wir uns mit vielen neuen Eindrücken wieder in die Bahn setzten und uns nach Hause begaben. Zusammenfassend war es ein schöner und interessanter Ausflug, der uns allen viel Spaß bereitet hat und einen möglichen Berufsweg für uns Chemie-LK-Schüler aufzeigte. Allerdings hätten sich einige Schülerinnen und Schüler ein anspruchsvolleres Programm und spezifischere Informationen gewünscht. Leider unterliegen die konkreten Projekte und Produktionsverfahren strengen Geheimhaltungsvorschriften. Trotzdem ein gelungener Ausflug, den wir auch dem nächsten LK empfehlen würden!
Autorin: Johanna Schilling
Der LK Chemie vor dem Eingang der Merck KGaA, Darmstadt
https://hvgg.de/wp-content/uploads/2026/04/Merck-Logo.png305605Stefan Kerscherhttps://hvgg.de/svg/HvGG_kreis_Text.svgStefan Kerscher2026-04-19 15:15:452026-04-19 15:19:10Exkursion des Leistungskurses Chemie zur Merck KGaA in Darmstadt
Der Frühling im Schulgarten beginnt mit den klassischen Frühblühern wie Schneeglöckchen, Krokus, Hyazinthen, Osterglocken und blauen Anemonen, seit diesem Jahr ergänzt durch bunte Primeln, die uns nach dem Tag der offenen Tür vom Schulelternbeirat überlassen und von den Mitgliedern der Garten AG eingepflanzt wurden.
Auch das Nutzpflanzenbeet wurde angelegt. Nun warten Kopfsalat, Radieschen, Kohlrabi und Lauch auf wärmere Tage. Neben den Erdbeeren (im neu angelegten und organisch gedüngten Beet) und Himbeeren wird es in Zukunft auch Johannisbeeren und Heidelbeeren aus dem Schulgarten geben. Die Anschaffung von Beerensträuchern und von Zierpflanzen, mit denen die schattigen Bereiche des Schulgartens aufgewertet werden, wurde auch in diesem Jahr vom Schulelternbeirat finanziert, wofür sich die Mitglieder der Garten AG sehr herzlich bedanken!
Über den Erfolg der frühjährlichen Pflanzaktion (Johannisbeerstrauch im Vordergrund, Primeln im Hintergrund) freuen sich (hinten von links nach rechts): Anna, Liz, Isabel, (vorne): Tahir und Mira. Foto von Vincent Menne
https://hvgg.de/wp-content/uploads/2026/04/Folie1-1.jpg720960Stefan Kerscherhttps://hvgg.de/svg/HvGG_kreis_Text.svgStefan Kerscher2026-04-19 15:02:522026-04-19 15:39:13Frühling im Schulgarten!
im Rahmen des 17. Lesefests „Frankfurt liest ein Buch“ laden wir herzlich zu einer besonderen Veranstaltung ein:
Am 28. April 2026 um 19 Uhr wird ein weiterer Höhepunkt unserer „Gagern-Live“ Reihe in unserer Aula stattfinden. Zum 125. Geburtstag der Dichterin und Autorin Marie Luise Kaschnitz tritt der Leistungskurs Deutsch in einen Dialog mit der in diesem Jahr ausgewählten Textsammlung „Gott und die Welt“.
„Gott und die Welt“ beschäftigt Marie Luise Kaschnitz in ihren Aufzeichnungen der 1960er-Jahre, für die sie auch den Titel „Kraut und Rüben“ in Erwägung zog – als Hinweis auf die offene, assoziative Form ihres Schreibens. Ausgangspunkt ist die drohende Kündigung ihrer Wohnung im Westend von Frankfurt am Main, die eine existentielle Beunruhigung auslöst und ihren Blick auf die Stadt und ihre Bewohner lenkt. Dabei werden Themen sichtbar, die bis heute relevant sind: die Zukunft der Arbeit, technische Entwicklungen und Veränderungen in der Natur sowie gesellschaftliche Spannungen.
In der Veranstaltung erschließen die Oberstufenschülerinnen und -schüler sich den Text gestaltend, analytisch, vortragend und intuitiv und treten mit ihm in einen offenen Dialog. Unterstützend begrüßen wir den Verleger Robin Schmerer.
Der Eintritt ist frei, über eine Spende zur Unterstützung unserer kulturellen Arbeit freuen wir uns sehr.