Wie wohnten die Römer? – Ausflug ins Pompejanum
Am Freitag, den 12.06.2026, haben wir, die Klasse 5b, mit Frau Kraft und Frau Rodolfi einen Ausflug zum Pompejanum gemacht. Wir haben uns auf dem Schulhof getroffen und sind mit der Regionalbahn nach Aschaffenburg gefahren. Dort sind wir zum Pompejanum, einer nachgebauten römischen Villa, gelaufen. Durch einen Garten sind wir zum Eingang des Gebäudes gelangt.


Vor Ort haben wir eine spannende Führung durch das Pompejanum bekommen. Wir haben erfahren, dass König Ludwig I. nach Ausgrabungen in Pompeji diese ideale Nachbildung eines römischen Wohnhauses von 1840 bis 1848 als Anschauungsobjekt errichten ließ. Es wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, konnte aber bis 1994 wieder restauriert und vervollständigt werden. In der Villa sind überall auf dem Boden Mosaike und die Wände sind schön bemalt. Es gibt zwei Innenhöfe, das Atrium mit seinem Wasserbecken und einen Erholungsgarten, ein Empfangs- und Gästezimmer sowie eine Küche und Speisezimmer.


In solchen Villen lebten nur sehr reiche römische Familien. Diese hatten oft bis zu 30 Sklaven. Die Kinder dieser Familien hatten ihren eigenen Sklaven. Doch der Sklave putzte nicht für sie, sondern war ihr Lehrer. Kinder aus ärmeren Familien gingen auf eine öffentliche Schule oder bekamen keine Schulbildung. Als Fremdsprache lernte man Griechisch. Die Mädchen aus reichen Familien mussten oft schon mit 14 Jahren Männer heiraten, die deutlich älter als sie selbst waren. Sklaven mussten auch für ihre Herren einkaufen gehen. In Amphoren trugen sie die Ware. Die Amphoren wurden nach der Benutzung einfach weggeworfen. Wenn die Sklaven nicht mehr schuften konnten, wurden sie einfach ausgesetzt. Ohne Bürgerrechte war es schwer für sie zu überleben.
Die Leute aßen seltsame Sachen wie Mäuse, Flamingos oder Tauben. Vor jedem Gang wurden neue Kleider angezogen. Manchmal gab es sogar 10 Gänge. Um so viel essen zu können, erbrachen die Römer das Essen zwischen den Gängen. Sie speisten auf Liegen. Die Knochen der Tiere wurden auf den Boden geworfen und die Sklaven mussten diese wieder aufräumen. Die Römer waren sehr verschwenderisch. Jeder verbrauchte etwa 1000 Liter Wasser am Tag. Heute verbraucht eine Person in Deutschland im Durchschnitt circa 120 Liter Wasser am Tag. Es gab öffentliche Toiletten. Mit Urin putzte man sich die Zähne und rieb sich damit ein. Männer konnten am Wegrand in Amphoren urinieren.


Wir durften uns sogar kurz als Römer verkleiden und haben weitere spannende Dinge über die Römer und ihr Leben erfahren. Nach der Führung durften wir noch ein bisschen Zeit in der schönen Innenstadt Aschaffenburgs verbringen und haben Eis gegessen. Weil unsere Regionalbahn von einem anderen Gleis als geplant abgefahren ist und wir sie deshalb verpasst haben, haben wir eine Zugbegleiterin gefragt, ob sie uns im ICE nach Frankfurt mitnimmt. Sie hat tatsächlich eingewilligt, woraufhin die ganze Klasse 5b mit dem ICE zurück zur Schule gefahren ist.
Text: Valentina Kreß (5b)





































