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Jamsession in der Helmholtzschule

Jazzaffine Schülerinnen und Schüler der Frankfurter Jazz-aktiv-Schulen kamen am 8. Juni erneut zur gemeinsamen Jamsession zusammen, erstmals in der Aula der Helmholtz-Schule. Auf das diesmal besonders anspruchsvolle Session-Repertoire (Blue Bossa, Take the A-Train, Footprints, Blue Monk) waren die Mitglieder der Gagern-Bigbands gut vorbereitet, der Schwerpunkt des Abends lag aber auf den unter der Leitung von Gernot Dechert (Altsaxophon) entstehenden Head-Arrangements und der individuellen Improvisation. Martin Lejeune (Gitarre), Jonas Lohse (Bass) und Stefan Schulz-Anker (Drums) bildeten die Basis der Rhythmusgruppe, die von Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulen ergänzt wurde. Jakob Schoenes (Q4, Trompete), war trotz der Abiturvorbereitungen gekommen und als erfahrener Jazz-Trompeter ein gern gesehener Solist. Auch Oskar Engelhardt (9c, E-Bass) sowie Helena Mähner (Horn), Livia Nardi (Cello) und Ella Wethmer (Trompete) aus der 8a brachten bereits einige Session-Erfahrung mit. Inzwischen kennt man auch viele Gesichter aus anderen Schulen, von denen manche sich nun nach dem Abitur einige verabschieden werden. Aber wie sich gezeigt hat, steht der Nachwuchs schon in den Startlöchern, denn nach der Jamsession ist vor der Jamsession: Wir sind schon gespannt auf die Stücke fürs nächste Mal!

Jamsession in der Schirn

Am vergangenen Mittwochabend, dem 28. Mai, war es wieder Zeit für eine schulübergreifende Jamsession, zu der jazz-affine Schülerinnen und Schüler ab 12 Jahren in die Schirn eingeladen waren: Wie immer eine Gelegenheit, mit professionellen Jazzmusizierenden zusammen zu spielen und sich den ein oder anderen Tipp zu holen. Mit Profis als Gerüst der Session, konnten alle Mitwirkenden spontan entscheiden, ob sie einfach die Themen im Tutti mitspielen oder sogar solostisch in den Vordergrund treten wollen. Mit Multi-Instrumentalist Martin Lejeune an der Gitarre, Jonas Lohse am Bass sowie Corinna Danzer und Gernot Dechert (beide Saxophon) als Moderatoren-Team entstand sofort eine entspannte Workshop-Atmosphäre, so dass sich schon in der ersten Runde alle ein paar Takte Solospiel zutrauten. Diese Jam-Session war für manche auch ein „Heimspiel“, denn zwei der vier Session-Songs, „Mercy, Mercy, Mercy“ und „Blues By Five“, sind bereits Teil unseres Bigband-Repertoires.

Anton Berkel (7b), auch im klassischen Bereich sehr erfolgreicher Hornist, konnte ein besonderes Lob für sein Solo über die ganze Form von Gernot Dechert mit nach Hause nehmen. Er hat sicher schon allein durch seine Spielfreude einige Fans auch von anderen Schulen gewonnen. Von Livia Nardi (7b), die wie Anton bereits im ersten Song positiv aufgefallen war, wünschte sich Dechert ein längeres Solo in „Black Orpheus“, zumal das Cello, „besonders gut zur Stilistik des Bossa Nova passt“, wie Dechert betonte.

Als Mitglieder nicht nur unserer Bigband, sondern auch des „Schüler Jazzensembles“, sind Jakob Schoenes und Yul Veillerobe (beide Q2) schon „alte Hasen“ des Jazz. Die jungen Trompeterinnen und Trompeter des Gagern und der Helmholtz-Schule verfolgten fasziniert Jakobs Soli, während Yul – sonst virtuoser Jazzpianist  – diesmal am Schlagzeug gewohnt professionell im Dauereinsatz war.

Über ein großes Lob und die Anerkennung aller Mitwirkenden konnte sich auch Stefan Demetrescu, E-Bassist aus der 5a, freuen, der mit Abstand jüngste Teilnehmer der Jamsession, mit dem wir gar nicht gerechnet hatten: Stefan – natürlich noch keine 12 Jahre alt  – wurde ausdrücklich von seiner Bass-Lehrerin Nina Hacker, die wie Dechert zur Projektleitung gehört, eingeladen, obwohl er erst seit diesem Schuljahr E-Bass spielt, das aber offenkundig sehr vielversprechend! Zwischen Jonas Lohse und Oskar Engelhard (8c), der Stefan schon beim Einstieg in die Bigband als erfahrener Bassist unter seine Fittiche genommen hatte, hat Stefan seine erste Jamsession mit Bravour gemeistert. Danke allen Mitwirkenden für den schönen Jazz-Abend!

Ulrike Wenckebach