Heinrich-von-Gagern-Gymnasium Frankfurt am Main

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Medienkompetenz dank mediaX!

Text:
Stephanie Filusch
Schüler*innen der 
Ed 2020/21
Letzte Änderung:
01.03.2021
Verantwortliche/r:
Stephanie Filusch

Medienkompetenz dank mediaX!

Im Rahmen des Deutschunterrichts nahm die Ed im Herbst 2020 am Medienprojekt mediaX! teil. Ziel des Projekts war es, zur Unterrichtsreihe „Sprachwandel oder Sprachverfall?“ ein eigenes Video zu produzieren, für das sich die Schüler*innen intensiv mit dem von ihnen gewählten Thema auseinandersetzen und recherchierte Informationen medial verarbeiten sollten. Dabei wurden sie einen Tag lang von einem externen Medientrainer unterstützt. Mit professioneller Ausrüstung des Medienzentrums Frankfurt konnten die Schüler*innen schon erste Aufnahmen und Schnitte erproben. Das Projekt wird fortgeführt, sobald dies coronabedingt wieder möglich ist.
Einen genaueren Einblick in das Videoprojekt bieten die Aussagen der beteiligten Schülerinnen und Schüler:

Emiliano:
Anfang November hat unsere Deutschlehrerin angekündigt, dass wir im Laufe der nächsten Zeit ein Projekt starten, bei dem wir einen eigenen kleinen Film drehen werden. Natürlich sollte dieser nicht sehr lang sein, sondern nur ungefähr fünf Minuten, aber auch das sei schon recht komplex. Sie sagte weiterhin, dass wir Gruppen bilden würden, aus je vier bis fünf Personen. Selbstverständlich war die Aufregung ziemlich groß. Wer würde mit wem in eine Gruppe kommen? Was machen wir alles? Und wie?
Das Thema des Films sollte zur Unterrichtsreihe „Sprachwandel oder Sprachverfall?“ passen. Also wie sich unsere Sprache ändert, zum Beispiel durch Digitalisierung, Werbung oder Jugendliche. Nachdem sich die Gruppen eingefunden hatten, wurden erste Ideen über das Format ausgetauscht und Arbeitsblätter ausgeteilt, die uns helfen sollten. Wir wurden über den Unterschied zwischen Spielfilm und Dokumentarfilm aufgeklärt und wie man diese am besten produziert. Außerdem wurde uns erklärt, wie ein Spielfilm genau aufgebaut ist und wie wir dieses Wissen später verwenden können.
Im weiteren Verlauf des Projektes haben wir angefangen, unsere Ideen in den Gruppen auszutauschen und es wurden erste Vorschläge auf Papier festgehalten. Eine Woche nach Ankündigung des Projektes kam ein sogenannter Medientrainer, nur unseretwegen, an unsere Schule und wir haben den ganzen Tag dafür verwendet, mithilfe von iPads und Mikrofonen kleine Filme zu drehen und die Theorie zu lernen, wie genau man einen Film vorbereiten kann. Wir haben zum Beispiel unser erstes Drehbuch geschrieben. Der Medientrainer hat uns erklärt, wie wir Kameraperspektiven nutzen können und wie man eine Kamera am besten hält. Wir durften Sachen sagen wie „Ton läuft“ oder „Cut“ und haben dann auch unsere ersten Filme gedreht. Nichts Großes natürlich, sondern nur eine Szene, bei der der Arbeitsauftrag lautete, dass jemand erschreckt wird oder dass wir jemanden interviewen sollen. Danach mussten wir alles zusammenschneiden, damit am Ende auch ein kurzer Videoclip entstand, den wir vorstellen konnten. Dadurch haben wir auch einen ersten Einblick bekommen, wie Schnittprogramme funktionieren. Insgesamt hat der Tag sehr viel Spaß gemacht und wir haben viel gelernt.
In der darauffolgenden Woche haben wir angefangen, für unseren eigenen Film ein Drehbuch zu schreiben und alle Ideen, die wir hatten, sinnvoll zu verwenden. Leider musste unser Projekt daraufhin coronabedingt abgebrochen werden und wir konnten noch nicht fortfahren. Unser nächster Schritt wäre es dann gewesen, das eigentliche Video zum Sprachwandel zu drehen. Vielleicht können wir damit nach dem Lockdown fortfahren. Aber auch so hat das Projekt uns allen bisher viel Spaß gemacht.


Natalie:
Es war kurz nach der ersten Klassenarbeit im ersten Halbjahr. Unsere Deutschlehrerin fehlte in einer Deutschstunde. Das Geheimnis löste sich, als wir in der folgenden Stunde den Grund für ihre Abwesenheit erfuhren. Sie hatte an einem Workshop teilgenommen und berichtete, wir würden nun an einem Videoprojekt teilnehmen. Die ganze Klasse war sofort hellwach, begeistert und hörte gespannt zu.
Zu dem Zeitpunkt behandelten wir gerade das Thema „Sprachwandel oder Sprachverfall?“, weshalb wir den Auftrag bekamen, in Kleingruppen darüber Videos zu erstellen. Doch bevor wir starteten, besuchte uns noch ein Medientrainer und zeigte zum Auftakt des Projektes einzelne Erklärvideos. Anschließend, damit wir richtige Medienprofis werden, absolvierten meine technikaffine Klasse und ich einen 6-stündigen Workshop.
Wir gingen in unsere Gruppen, wurden mit reichlich Arbeitsblättern und iPads sowie Mikrofonen ausgestattet und bekamen die Aufgabe, an mehreren Stationen einzelne Übungsvideos zu drehen. Von Station zu Station gab es immer spannendere und kreativere Aufgaben. Wir alle hatten eine Riesenfreude und arbeiteten motiviert an unseren Aufgaben. Die Stunden vergingen wie im Flug. Jeder hatte eine Aufgabe, musste mitmachen und lernte, wie viel besser man doch in einem Team Aufgaben bewältigen kann.
Nachdem wir unsere Aufnahmen gedreht hatten, besprachen wir sie anschließend im Plenum. An einer Station sollten wir zum Beispiel eine Überraschungsparty drehen oder ein Interview. Die Resultate waren zum Totlachen, zugleich aber auch qualitativ hochwertig. Bestimmt ein Ergebnis unserer zuvor erlangten Skills in Kameraführung, Aufnahmetechnik usw. Frau Filusch sowie der Medientrainer waren mit uns sehr zufrieden.
Die kommende Deutschstunde konnten wir gar nicht abwarten, so gespannt waren wir, wie es weitergeht. Was wir in unserem eigentlichen Video darstellen wollten, war auf dem Schulhof Gesprächsthema Nummer 1. Als die langersehnte Deutschstunde begann, strömten die Ideen nur so in unsere Köpfe.
Wir gingen also in Phase 2 unseres Projektes. Wieder bekamen wir iPads von der Schule sowie Mikrofone aus dem Medienzentrum zur Verfügung gestellt und konnten uns im ganzen Schulgebäude frei bewegen. Meine zwei Freundinnen und ich hatten schon vorher mehrere Ideen festgehalten, sodass wir sofort mit dem Drehen begannen. Erst hatten wir vor, eine Art Tagesschau mit Zeitreise zu drehen, doch das erschien uns irgendwie nicht kreativ genug, weshalb wir auf die unserer Meinung nach grandiose Idee kamen, eine „gehackte Videokonferenz“ zu drehen, bei der Wissenschaftler auf Hochdeutsch über den Sprachwandel sprechen. Sie werden gehackt, kurzer Systemabsturz, Werbeeinblende, und sprechen auf einmal Jugendsprache, Rätoromanisch oder Hessisch.
Doch leider ermöglichte uns die derzeitige Coronasituation nicht, weiterzudrehen. Auch der bereits angekündigte erneute Besuch des Medientrainers muss nun leider ausfallen. Wir hätten mit ihm noch die verschiedenen Schnitttechniken besprochen. Ob wir jetzt das Projekt weitermachen, wissen wir nicht, doch uns allen hat es einen riesigen Spaß bereitet und ich kann nur jedem „coolen“ Deutschlehrer empfehlen, so etwas mit seiner Klasse auszuprobieren.

Samuel:
Wir, die Klasse Ed, durften uns im Rahmen des Themas „Sprachwandel oder Sprachverfall?“ kreativ in Form eines Videoprojekts mit den verschiedenen Aspekten einer Filmproduktion auseinandersetzen und unsere eigenen Clips drehen.
Unter Leitung unserer Lehrkraft im Fach Deutsch und eines Medientrainers haben wir uns zuerst mit den Vorbereitungen eines Filmdrehs beschäftigt. Wir haben uns zu Bildrechten informiert, geschaut, wie man Drehbücher schreibt und wurden vom Medientrainer mit Kameraführung, Einstellungsgrößen, Schnitttechniken und -programmen vertraut gemacht. Danach haben wir angefangen, in Gruppen an verschiedenen Stationen kleine Clips zu planen und zu filmen, wozu wir iPads und externe Mikrofone benutzen konnten, und im Anschluss zu schneiden. Anschließend haben wir das Material geschnitten, in der Klasse vorgestellt und besprochen.
Nach diesen Probe-Filmen haben wir angefangen mithilfe unseres in den vorherigen Wochen erworbenen Wissens über Sprache und ihre Variationen Drehbücher für unsere Hauptfilme zu schreiben und so über das Thema Sprachwandel zu informieren.
Meine Gruppe wollte die Sprechweisen der Vergangenheit und Gegenwart darstellen, vergleichen und eine Prognose aufstellen, wie die Sprache sich weiter verändern könnte. Dabei wollten wir den Sprachwandel analysieren und erklären.
Obwohl unser Projekt aufgrund der Coronapandemie vorzeitig enden musste, hatten wir viel Spaß und haben interessante Dinge über das Erstellen von Filmen gelernt.

Zusammengetragen und erstellt von Stephanie Filusch


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