Heinrich-von-Gagern-Gymnasium Frankfurt am Main

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HvGG-Schülerinnen beim "Schreibzimmer" im Literaturhaus

Text:
Elisabeth Rupprecht
Fotos:
S. Battenberg
Letzte Änderung:
11.03.2019
Verantwortliche/r:
Susanne Battenberg

HvGG-Schülerinnen beim "Schreibzimmer" im Literaturhaus

Mit einer fulminanten Abschlusslesung im großen Saal des Literaturhauses endete am Abend des 28.2.2019 die 13. Auflage der "deutschlandweit einzigartigen Schreibwerkstatt für Jugendliche"*. Jeder Platz des eng bestuhlten Lesesaals war besetzt, und fast zwei Stunden genoss das Publikum die ganz unterschiedlichen Texte der jungen Autor*innen des "Schreibzimmers". Das HvGG ist bei dem Workshop fast immer gut vertreten, und auch in diesem Jahr konnten sich drei Schülerinnen unserer Schule erfolgreich berwerben. Anglina Zull (Abitur 2018) trug an der Abschlusslesung unter anderem einen witzig-satirischen lyrischen Text zur "deutschen Streitkultur" vor. Kunstvoll-verspielter waren dagegen Anna Lauferts (Q2) Gedichte, und Elisabeth Rupprecht brachte die Zuhörer*innen durch einen sehr humorvollen, aber kritischen Text zum Lachen und Schmunzeln.
Allen Autoren wünschen wir viel Erfolg beim Weiterschreiben! Wer sich für die nächste Runde bewerben möchte, muss bis April warten: Dann verteilen die Deutschlehrer*innen wieder Flyer an Interessierte. Oder man schaut einfach selbst auf der Seite des Literaturhauses nach: Schreibzimmer 2019.

Schreibzimmer Literaturhaus 2018/2019

Ein Bericht von Elisabeth Rupprecht, Ea
Wo beginnt Angst und wo endet sie?
Für uns beginnt sie mit dem weißen Blatt. Da ist Leere, die dich anstarrt, herausfordernd. Als würde sie sagen, „So, jetzt mach mal was aus mir“, mit einem hämischen Grinsen, sodass man sich am liebsten wegdrehen und einfach irgendetwas anderes machen würde.
Drei Wochenenden lang haben wir uns nicht weggedreht.
Wir haben die Angst nicht verbannt, sondern genommen und neben uns gesetzt, damit sie uns über die Schulter schauen konnte und dabei immer kleiner wurde.
Im Literaturhaus Frankfurt haben wir, vierundzwanzig Schülerinnen und Schüler und zwei Autorinnen, eine Metaebene konstruiert, die Raum für alles bot. Denn das war es, was die Literatur für uns bedeutet hat: Freiheit. So pathetisch es sich anhört, das Schreiben war unser hiding spot, unsere kleine Parallelwelt.
Doch auch wenn es uns so viele Möglichkeiten, so viel Spielraum gab, einfach war es nie.
Denn die Angst vor dem weißen Blatt ist nicht die einzige beim Schreiben. Da ist Angst vor dem Urteil der anderen, Angst vor dem Ausprobieren und immer auch ein wenig Angst vor sich selbst. Beim Schreiben haben wir unser Innerstes nach außen gekehrt und nicht nur den anderen, sondern auch uns selbst ein Stück von uns offenbart.
Und was soll ich sagen, das war es so was von wert. Wir sind mutig geworden in diesen sechs Tagen. Wir wissen jetzt, dass wir die Angst brauchen, um gut sein zu können.
Die Hauptsache ist, dass wir den Mut haben, ihr ins Auge zu sehen.

Anna (Mitte) in ihrem Element
Auch Elisabeths Mitstreiter müssen schmunzeln.
Konzentriert lauschen die Zuhörer Angelinas Texten.

* Hückstätt, Hauke & Hennig von Lange, Benno (2019): "Grußwort." In: Schreibzimmer 2018. Die Schreibwerkstatt für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Literaturhaus Frankfurt am Main e.V.


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