Heinrich-von-Gagern-Gymnasium Frankfurt am Main

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Podiumsdiskussion zur hessischen Landtagswahl

Text:
Tom Kremer
Fotos:
H.-G. Ortmanns
Letzte Änderung:
27.10.2018
Verantwortliche/r:
Heinz-Georg Ortmanns

Podiumsdiskussion zur hessischen Landtagswahl

Podiumsdiskussion zur hessischen Landtagswahl in unserer Aula

Von Tom Kremer (Q1)

Im Zuge der anstehenden Landtagswahl in Hessen hat das Gagern-Gymnasium mit Unterstützung der Frankfurter Rundschau eine Podiumsdiskussion mit Vetretern der momentan vertretenen Parteien ausgerichtet. Moderiert von Georg Leppert (FR), der vor 25 Jahren selbst noch Schüler hier war, lieferten sich die Kandidaten für die Direktmandate des Wahlkreises 38, also Bornheim, Ostend und Nordend, unter anderem Wortgefechte zu den Themen Bildung, Umwelt und Migration. Anschließend bekamen einige Schüler noch die Chance, sich mit Fragen direkt an die Politiker zu wenden.
„Hessen ist und bleibt das einzige Bundesland, das seine Lehrerstellen zu 105 Prozent besetzt hat. Das ist Rekord und darauf können wir stolz sein!“, sagt Bodo Pfaff-Greiffenhagen (CDU) in die Runde und stößt dabei auf unmittelbare Verständnislosigkeit. Die Politiker aller anderen Parteien, sogar die mitregierenden Grünen, zeigten Widerstand, als der Konservative von den Errungenschaften seiner Regierung berichtete. Die Kandidatin der SPD, Dr. Arijana Neumann, nahm allerdings die Grünen in die Pflicht, da das Schuldezernat Frankfurt, heute unter der Ägide der SPD, bis vor zwei Jahren 27 Jahre lang unter grüner Führung war. Unter Führung der SPD werde nun das Versäumtes aufgearbeitet, so sollen etwa 50 neue Schulen bis 2030 eröffnet werden.

Außerdem wurde diskutiert, inwiefern Ganztagsschulunterricht stattfindet und ob er in seiner derzeitigen Form sinnvoll sei. Marcus Bocklet von den Grünen ist der Meinung, dass der status quo diesbezüglich nicht optimal, aber dennoch ein gutes Zeichen sei. Darüber hinaus „wollen nicht alle Eltern, dass ihre Kinder eine Ganztagsschule besuche“, daher wurde Wahlmöglichkeit in Bezug auf Ganztagsschule oder alternative Angebote zur Nachmittagsbetreuung, je nach Schule unterschiedlich, begrüßt. Der Linkspolitiker Ulrich Wilken hielt dagegen und argumentierte, dass eben diese Wahlfreiheit, primär wegen des Mangels an Schulplätzen in Frankfurt, nicht existiere. Dem stimmten auch die Politiker der SPD und FDP zu.

Auch wurde die Frage diskutiert, wie die Dieselverbote zu handhaben seien. Der CDU nach müssten juristische Möglichkeiten erwogen werden, um die Dieselverbote zu umgehen. Der generelle Tenor der anderen Parteien, insbesondere der Grünen und Linken, ist, dass „juristische Kniffe“ keine Lösugen seien, sondern mit den Autoherstellern Lösungen gefunden werden müssten. „Dass die Grenzwerte erhöht werden/steigen, sorgt nicht dafür, dass unsere Lungen besser werden.“

In einer solchen Runde darf die Frage nicht fehlen, wie der aus den Stimmengewinnen der AfD resultierende Rechtsruck zu bewerten und was dagegen zu tun sei. Alle Teilnehmer der Runde sind einstimmig der Meinung, dass die AfD zu bekämpfen sei. Dies wird hauptsächlich damit begründet, dass sie das politische Klima mit Populismus vergifte und, wie Ulrich Wilken sagt, ganz offen Nazis in ihrer Partei beherbergten. In einem indirekten Seitenhieb gegen die Union sagt er, dass auch „die CDU, aber besonders die CSU, verucht, die AfD-Wähler mit rechten Parolen abzuholen“. Bodo Pfaff-Greiffenhagen widerspricht an dieser Stelle, vertritt aber ebenfalls die Meinung, dass man mit der AfD nie koalieren solle, weil es die parlamentarische Würde zerstöre.

Anschließend wurde den Schülern die Möglichkeit gegeben, Fragen vorzubringen.
So wollte zum Beispiel Ludwig wissen, wie es zu verantworn sei, dass die Leistungkurse in Bezug auf Kursgrößen und Lehrkraftinvestitionen die selbe Priorität wie Grundkurse erhalten haben. Damit sei auch zu erklären, wie es zu 105% Stellenbesetzung gekommen sei. Die SPD-Kandidtin antwortete sehr diplomatisch und pflichtete ihm nur bei, hatte allerdings keinen Lösungvorschlag parat.
Man konnte anhand der Meldungen in der Fragerunde und dem Gemurmel, das während der Diskussionen zu hören war, erkennen, dass reges Intersse herrschte.
Für einige Schüler, die schon volljährig sind, ist diese Landtagswahl die erste, daher war diese Veranstaltung für sie von besonderem Interesse, aber auch für alle anderen sehr informativ.

Podiumsdiskussion
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