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Ehemalige Frankfurter zu Besuch am HvGG

Letzte Änderung:
07.05.2018
Verantwortliche/r:
Florian Kavermann

Ehemalige Frankfurter zu Besuch am HvGG

Ehemalige Frankfurter zu Besuch am HvGG (7. Mai 2018):

„Wenn man in fünfzig Jahren zurückschaut, dann wird man sich in den meisten Fällen fragen müssen, warum es überhaupt Auseinandersetzungen zwischen den Ländern gegeben hat. “

 Auch in diesem Jahr konnten wir Nachfahren ehemaliger Frankfurter an unserer Schule begrüßen. Die insgesamt 8 Gäste reisten aus den USA, Israel, Großbritannien, Venezuela und Brasilien an und gehören der zweiten Generation der Zeitzeugen an. Sie nahmen selbst bzw. als Begleitung an dem Projekt „Jüdisches Leben in Frankfurt“ teil. Dazu haben sie die Einladung der Stadt Frankfurt angenommen und in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeit genutzt, unsere Schule zu besuchen.

An den Zeitzeugengesprächen nahmen Schülerinnen und Schüler von zwei neunten Klassen teil, die von Frau Kruse und Frau Obermöller unterrichtet werden. Ebenfalls in die Gespräche mit den Gästen involviert waren die beiden Oberstufenkurse von Frau Obermöller und Frau Hofmann.

In zwei verschiedenen Gruppen sprachen die Gäste Miriam Watts sowie Deborah Weintraub, Jose Benacerraf, Lilian Federman, Tamar Kaufman und Avigdor Avni über ihre Geschichte und die Erlebnisse ihrer Eltern und Großeltern im Deutschland der NS-Zeit. Ein Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf dem schwierigen Neustart nach der Reise in ein fremdes Land, dessen Sprache und Gepflogenheiten zunächst gänzlich unbekannt waren. Thematisiert wurde aber auch die aktuelle Situation in verschiedenen Ländern, und wie man am besten auf diese reagieren sollte.

Dabei wurde vor allem deutlich, dass es nicht selbstverständlich war, dass die Eltern mit ihren Kindern über ihre Erlebnisse gesprochen haben. In keiner Familie der Gäste wurde durch die deutschen Eltern auch die deutsche Sprache erlernt. Die Gespräche fanden in englischer Sprache statt, portugiesische und hebräische Berichte der Gäste wurden ins Englische übersetzt.

Im Rahmen des Besuchs nahmen die Gäste auch an einem kleinen Rundgang durch die Schule teil, ein Privatkonzert von Beethovens Mondscheinsonate in der Aula rundete diesen ab. Ebenfalls besichtigt wurde die Gedenktafel für die früheren jüdischen Schülerinnen und Schüler sowie die Kastanie auf dem Schulhof, die bereits seit der Gründung der ehemaligen Samson-Raphael-Hirsch-Schule einen festen Platz auf dem Gelände unserer Schule hat.

Studiendirektorin Birgit Vollrath begrüßte die Gäste im Namen der Schulgemeinde und fand passende Worte, um dem Besuch einen würdigen Rahmen zu geben.

Bei einem Imbiss fanden noch weitere anregende Diskussionen statt, bevor die Besucher aufbrachen, um weitere geschichtsträchtige Orte innerhalb und um Frankfurt zu besuchen.

Weiterlesen...Gespräch mit Miriam Watts


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