Heinrich-von-Gagern-Gymnasium Frankfurt am Main

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Offizielle Einweihung der Turnhalle

Text:
Roswitha Winter-Stein
Fotos:
Susanne Battenberg
Sarah Hennefarth
Helena Jüstel
Simon Ranecky
Roswitha Winter-Stein
Letzte Änderung:
21.12.2007
Verantwortliche/r:
Roswitha Winter-Stein

Offizielle Einweihung der Turnhalle

Der Lieferwagen eines Catering-Services fährt direkt bis vor den Eingang der neuen Turnhalle. Neugierig bleiben einige Schüler stehen und beobachten, wie zwei Mitarbeiter einen Behälter nach dem anderen vorsichtig in die Halle hineintragen. Dann ist die Tür wieder zu, aber durch die große Glasfront ist es möglich zuzuschauen, was innen passiert. Dort wo seit Anfang November die Schüler über Böcke springen, Badminton spielen oder einfach eine Weile mit ihrem Sportlehrer zur Besprechung im Kreis auf dem Boden sitzen, stehen heute Gartentische und Bänke. Der Boden ist bereits am Tag zuvor ausgelegt worden, sodass die Gäste auch ihre Straßenschuhe anbehalten dürfen. Jemand, vermutlich von einer Gärtnerei, bringt Weihnachtssterne herein und eine Dame stellt auf jeden Tisch einen. Die Behälter aus dem Auto werden ausgepackt und auf den für ein Büfett vorbereiteten langen Tafeln sorgfältig angeordnet. Was für Leckereien es genau sind, ist von außen nicht zu sehen. Einer der drei Männer, die seit Wochen den Schulhof gestalten, kehrt schnell noch einige Reste Erde zusammen.
Lange dauert es nicht mehr, da nähern sich die ersten Gäste, um der Einweihung der neuen Turnhalle beizuwohnen.
Zunächst geht es in die ebenerdige Halle. Überrascht blicken sich die meisten um. Sie schauen genauso, wie es die Schüler getan haben, als sie das erste Mal hinein durften. Auch die Lehrerinnen und Lehrer des Kollegiums hatten diesen Ausdruck von Erstaunen im Gesicht, als sie im Anschluss an eine Gesamtkonferenz der Einladung des Schulleiters folgten und bei Speis und Trank in Ruhe die neuen Räumlichkeiten studieren konnten.

edwin schwarz

Heute ist es ein offizieller Akt und deshalb ist auch Prominenz der Stadt dabei. Baudezernent Edwin Schwarz geht nach oben in die zweite Halle und alle folgen ihm. Gleich unter einem Basketballkorb ist das Rednerpult aufgestellt. Edwin Schwarz bittet die Anwesenden ein wenig näher zu treten und dann beginnt er mit seiner Ansprache. Er war Gagern-Schüler, wie er den Anwesenden mitteilt, und machte 1967 hier sein Abitur. Deshalb freue es ihn besonders, dass er die Aufgabe der Einweihung übernehmen dürfe. Mit Herrn Dr. Bender von der Fraport, der ebenfalls diese Schule besuchte, habe er zwar nicht Handball gespielt, aber mit Johnny Klinke, ein weiterer bekannter Schüler am HvGG. Einen Moment scheint es, als ob er wieder der Junge von damals sei. Aber da ist die Gegenwart und er stellt heraus, dass die alte Halle in einem desolaten Zustand gewesen sei. Außerdem war aus Platzgründen eine neue Halle notwendig, da sich die Schülerzahl am HvGG erhöhte. Er preist die zweistöckige neue Halle, die das Frankfurter Büro Turkali Architekten entworfen hat. „Die neue Turnhalle ist ein ungewöhnlicher Bau, der für die Schule maßgeschneidert wurde.“ Er wünscht am Schluss seiner Rede allen viel Spaß und Erfolg, die hier tätig sind.
Schulleiter Thomas Mausbach begibt sich ans Rednerpult. Er hebt die gelungene Ästhetik der Halle hervor. Und es fällt nicht schwer, ihm zu glauben, denn die Oberlichtkonstruktion, die das Tageslicht hereinlässt, ist genauso beeindruckend wie die Glasfront in der unteren Halle oder die Muster an einer Wand im Treppenhaus, die die Kastanie im Hof symbolisieren sollen.
Aber dann nennt der Schulleiter auch die funktionale Bedeutung der Halle, denn schließlich gebe es einen Bildungsauftrag.

„Wenn wir lange von dieser Turnhalle geträumt haben, dann war das folglich kein maßloses Begehren nach luxuriöser Ausstattung, sondern es entsprach der Grundhaltung, die auch in anderen Bereichen unser Denken bestimmt: Wir brauchen eine Ausstattung, die es ermöglicht, dass sich die uns anvertrauten Jugendlichen im Heinrich-von-Gagern-Gymnasium umfassend bilden können. Eine gute Turnhalle gehört dazu.“
Er erinnert an die schwierige Zeit, als bei Regen am Römer für die neue Halle demonstriert wurde, und freut sich, dass der Traum Wirklichkeit geworden ist. Die neue Halle ist nach dem Sportlehrer Detlev Kittstein benannt, der von 1969 bis zu seinem Tod im Jahre 1996 am HvGG unterrichtete. Er war Hockey-Nationalspieler und gewann mit seiner Mannschaft 1972 in München sogar die Goldmedaille. „Die Schulgemeinde ist stolz, in ihrer Geschichte einen so großen Sportler zu haben“, streicht Thomas Mausbach heraus.
Dass sie „in dieser Halle gern und erfolgreich Sport treiben“ wünscht Thomas Mausbach abschließend den jetzigen und künftigen Schülern.
Alle Schüler sind zur offiziellen Einweihung natürlich nicht anwesend, aber einige schon.
Und die haben diese Wünsche gehört. Einige Kunststücke bieten sie auch schon in ganz jungen Jahren.
Die Klasse 6d schafft die Klassenpyramide und ihre Sportlehrerin Susanne Battenberg kann sich freuen, dass sich die Übungen der vergangenen Sportstunden gelohnt haben.

Klettern_01

Peter Leonhardt, der bereits in der „alten“ Turnhalle eine Kletter-AG angeboten hat, steht jetzt in der „neuen“ neben der wiederaufgebauten Kletterwand und die geladenen Gäste können beobachten, wie sich seine Schüler nach oben bewegen.
Leon Haase jongliert wie ein „Alter“, und Mädchen aus der Klasse 9a bieten eine Tanzeinlage, die im Sportunterricht bei Markus Ramb einstudiert wurde.
Selbstverständlich gibt es auch „Live Musik“. Helmut Bartel hat seine Bläser mitgebracht und so ist die Einweihung der neuen Turnhalle eine ganz vergnügliche Angelegenheit.
Nach dem offiziellen Teil geht es nach unten. Herr Turkali und sein Mitarbeiter Herr Loh, die sich bescheiden zurückgehalten haben, bleiben im ersten Flur stehen und schauen durch das große Fenster auf das Schulgebäude. Unten angekommen kann jetzt genauer beäugt werden, was sich in den Behältern verborgen hat: Fruchtspieße, kleine Bulettenbrötchen, Lachshäppchen und andere Köstlichkeiten. Es wird gegessen, getrunken, geplauscht. Langsam leert sich die Kittstein-Halle und die Leute vom Catering Service fangen an, das benutzte Geschirr von den Tischen zu räumen. Michael Coutu schaut auch vorbei, denn um 15 Uhr kommt die Firma, um den Bodenbelag wieder abzunehmen.
Und vorher müssen ja auch die Tische wieder weggeräumt werden und die vielen Stellwände mit den Aufnahmen, die im Laufe der Jahre über den Abriss der alten und den Aufbau der neuen Turnhalle entstanden sind.
Nein, es sind noch einige Gäste da. Er zieht sich dezent zurück. Aber dann ist es soweit. Die Leute vom Catering Service räumen fast unbemerkt die leeren Behälter in das Auto, das wieder vor der Halle steht. Und da ist auch Michael Coutu und Manfred, eine Vertretung. Schüler helfen und klappen die Beine der Tische und Bänke ein. Ein Geräusch ist zu hören. Es ist die Heckklappe des Autos der Catering Firma.
Und da braust es auch schon vorbei in Richtung Ausgang.

Es dauert nicht lange, und alles ist wieder so, als ob die ganze Veranstaltung nur ein Traum gewesen wäre. Aber da ist die Tafel im Eingang auf der steht: Stadt Frankfurt 2007 Kittstein-Halle Heinrich-von-Gagern-Gymnasium. Und ein Kneifen in den Arm hilft.
Ja, die neue Halle ist wirklich da! Der Traum ist wahr geworden.

Gaeste
warten
Kollege Friedemann Loos
uebersicht
blaeser
Eintritt in die obere Halle
Zuschauer_02
Klettern_02
Schueler
Gaeste_03
Tanz
Ueberblick_02
ansage
aufbau
fertig

Zuschauer
Edwin Schwarz_02

Herr Mausbach
blick_02
Herr Turkali
blick
Herr Mausbach Herr Walter Herr Schuetz Herr Kranitz
Blick hinein Herr Ramb Herr Loh
bueffet
Gaeste_02
Schueler_02
Probe
Herr Loh
weg

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