Instrumentenvorstellung für Schüler der Uhlandschule

Am Freitag, 18. März 2022 waren in der 3. und 4. Stunde 55 Schüler der Uhlandschule, der gesamte 3. Jahrgang, zu Gast bei uns in der Aula des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums. Das Kleine Orchester präsentierte den Gästen die beiden bereits im Orchesterkonzert vier Wochen zuvor gespielten Stücke „Gabriella’s Calypso Holiday“ und „Bringer of Joy“. Zwischen den beiden Darbietungen erklärte der Orchesterleiter, Herr Dr. Schmidt, zusammen mit den Mitgliedern des Orchesters sowie dem Oboenlehrer Herrn Gimnich den Grundschülern die einzelnen Instrumente, wobei vor allem Klang und Funktionsweise im Mittelpunkt standen. Am Schluss hatten die Gäste auch die Möglichkeit, sich die Instrumente noch einmal aus der Nähe anzuschauen und teilweise auch auszuprobieren.

Wir hoffen, dass wir die Kinder für das Spielen im Orchester begeistern konnten und dass sich vielleicht der eine oder andere dazu entschließt, ein Instrument erlernen zu wollen!

Lesebegeisterung zum Knistern

Lesebegeisterung zum Knistern: 17 Schulsieger:innen zu Gast in unserer Aula
Preisverleihung zum Stadtentscheid Ost am 24. Februar 2022

Wie schon in früheren Jahren durfte auch im Februar 2022 das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium den Stadtentscheid Ost des Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins ausrichten. Die Schulsieger:innen von 17 Schulen aus dem Frankfurter Südosten hatten wegen der Corona-Einschränkungen wenige Wochen zuvor ihren dreiminütigen Vorlesebeitrag digital versandt. Eine Jury bewertete die Einsendungen. Es fiel der aus zwei Elternvertretern, einem ehemaligen Schulsieger und 4 Lehrkräften bestehenden Jury alles andere als leicht, die Beste bzw. den Besten auszuwählen. Denn die Vorträge der Kinder waren fabelhaft. Alle hatten die für sie passendste Stelle aus dem Lieblingsbuch vorgelesen, den Beitrag aufzeichnen lassen und ihn hochgeladen. „Publikum“ gab es dabei also nur daheim oder in der Stadtbücherei!

Nach längerer interner Jury-Beratung fiel die Entscheidung schließlich auf Sophie Maresch von der Anna-Schmidt-Schule. Wir gratulieren und wünschen ihr viel Erfolg für die nächste Runde!
Zu Beginn der Preisverleihung begrüßte unser Schulleiter Herr Dr. Köhler die Gäste ausgesprochen herzlich. Und Frau Vollrath, ihres Zeichens Leiterin des Fachbereichs I, hielt auf jedes Kind eine sehr persönliche Laudatio, in der sie die einzelnen Beiträge inhaltlich würdigte und auf deren Besonderheiten hinwies. So entstand ein wunderbares Bild von Eindrücken aus aktueller Jugendbuchliteratur und den sogenannten Klassikern.


Mit sehr viel Sensibilität trug die junge „Pianistin“ Eva Schlier, eine ehemalige Schülerin unseres Gymnasiums, zur Atmosphäre der Feier bei.
Die Rückmeldungen der begleitenden Eltern zu unserer Veranstaltung waren durchweg positiv. Alle fühlten sich angesprochen und einbezogen. Die gute Stimmung war trotz oder vielleicht gerade wegen des ungleich schwierigeren Gesamtablaufs mit Händen zu greifen. Glücklich und erfüllt ging jedes Schulsiegerkind mit Buch, Urkunde, Lesezeichen und Gummibärchentüte unterm Arm nach Hause. Was für ein schönes Erlebnis in schwerer Zeit!


Für die Fachschaft Deutsch
Fatima Hauk

Zeitzeugengespräch mit Helmut „Sonny“ Sonneberg

„Das Beste ist es, in einer Demokratie aufzuwachen“

Helmut „Sonny“ Sonnenberg berichtet vor Schüler:innen der Q3 sowie der Q1 über seine Kindheit und Jugend in der NS-Zeit und das Überleben im KZ Theresienstadt.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch unseren stellvertretenen Schulleiter, Herrn Weschke, fand das Gespräch unter strengen Corona-Schutzmaßnahmen teilweise in Präsenz sowie per Livestream innerhalb der Schule statt.

Helmut „Sonny“ Sonnenberg wurde 1931 unehelich geboren. Seine Mutter Reche, eine Jüdin, heiratete später seinen „Papa“, Fritz Wessinger, der ihn wie einen eigenen Sohn behandelt. Dass es am 30. Januar 1933 zur sogenannten Machtergreifung durch die Nationalsozialisten um Adolf Hitler gekommen war, betrachteten seine Eltern mit Sorge, aber als Frau eines sogenannten „Ariers“ und hochdekorierten Soldaten des Ersten Weltkrieges fühlte sich seine Mutter sicher und wollte Deutschland nicht verlassen.

Die formelle Adoption von Sonny scheiterte leider an den hohen Kosten, dennoch unternahm sein Papa alles, um seinen Sohn zu schützen und auch vor einer Deportation zu bewahren.

Zusammen mit seiner Schwester Liselotte wuchs Sonny zunächst recht unbeschwert in Frankfurt auf. Er wurde im Dom getauft und war als Messdiener aktiv.

Der 10. November 1938 war das erste einschneidene Ereignis: Auf dem Weg zur Schule passierten seine Familie und er die noch brennende jüdische Synagoge am Börneplatz. Dass die Menschen nicht beim Löschen halfen und keiner die Feuerwehr rief, hat Sonny sehr erschüttert.

Die Repressionen wurden im Laufe der Zeit immer schlimmer: Helmut lebte fortan in einem jüdischen Waisenhaus und durfte nur an Sonntagen besucht werden. Dort war er sehr einsam, da er ja eigentlich bei seiner Familie hätte sein können. Auch Freundschaften hätten sich nicht entwickelt, da jeder zu sehr mit den eigenen Sorgen beschäftigt gewesen sei. In der Folgezeit musste die Familie ins sogenannte „Judenhaus“ im Rothschildhaus umziehen, in dem auch andere Ehepaare aus Mischehen lebten.

Als er nach zwei Jahren zu seiner Familie zurückdurfte, setzte sich seine Isolation dennoch fort. Er habe sieben Jahre, vom 7. bis zum 14. Lebensjahr, keine Freunde haben können und dürfen, musste sich immer wieder fürchten, wenn er doch auf die Straße ging, die er nur mit einem Judenstern betreten durfte. Arische Mitbürger hätten ihm jederzeit Gewalt antun dürfen. Am schlimmsten sei es aber gewesen, angespuckt zu werden, dieser Moment bleibt wie eingebrannt.

Bis heute bedauert Sonny sehr, dass ihm eine richtige Schulbildung versagt war: Nach 3,5 Jahren musste er die Schule verlassen und lernte immer nur, wenn er zusammen mit seiner Schwester Hausaufgaben machte.

Am 14. Februar 1945, als der Krieg schon fast verloren war, wurde die letzten 300 Juden an der Großmarkthallte zusammengetrieben und aus Frankfurt deportiert, über Lautsprecher wurde verkündet: „Frankfurt ist endlich judenfrei“. Zu den Deportierten gehörten auch Helmuts Mutter und er selbst.

In Viehwagons war Sonny über 4 Tage unterwegs, bis seine Mutter und er in Theresienstadt (nahe Prag) ankamen. Dort waren sie getrennt untergebracht, konnten sich aber immer wieder sehen. Sonny hat verschiedene Tätigkeiten übernehmen müssen, war als Gärtner, Schreiner oder in den Glimmerbergwerken tätig. Die Mutter unternahm alles, um ihren Sohn mit ihren kargen Rationen zu unterstützen. Diese bestanden aus Graupensuppe, sowie maximal einmal wöchentlich ausgegebenem 500gr Brot, je 50g Butter und Zucker. Verstörend wirkten auch die ständigen Transporte, Kinder wie auch erwachsene Lagerinsassen verschwanden von einem Moment auf den anderen. Schockierend war der Anblick von verlegten Insassen anderer Konzentrationslager, die in Theresienstadt im Frühjahr 1945 ankamen, mehr Skelett als Mensch.

Sonny überlebte die Strapazen der Gefangenschaft, wog nach seiner Rückkehr, eben 14 Jahre alt geworden, aber nur noch 27kg.

Die Jugendzeit in Frankfurt jedoch war für Sonny fast noch schlimmer gewesen als die Zeit in Theresienstadt. Angst habe immer vorgeherrscht, ein Nachbar sei nach dem Hören von BBC London verhaftet worden und nie wieder zurückgekehrt. Hinzu kamen die Fliegerangriffe und die regelmäßige Flucht in die Luftschutzbunker. Seine Träume waren in den „dunklen Jahren“ davon dominiert gewesen, dass der Krieg endlich beendet werde und er keinen Stern mehr tragen müsse.

Als Fußballfan der Frankfurter Eintracht ist Sonny neben der errungenen Deutschen Meisterschaft 1959 auch der WM-Sieg 1954 besonders in Erinnerung geblieben. Verstörend sei jedoch gewesen, dass es in diesem Zusammenhang zum Hissen von Hakenkreuzfahnen in Sachsenhausen gekommen sei. Vielleicht war dies, sowie die Kontinuität ehemaliger Nazis in gewissen Positionen auch der Grund dafür, dass Sonny fast 70 Jahre geschwiegen hat. Zu groß waren Angst und Scham über die erlebte Ausgrenzung. Erst die Zusammenarbeit mit dem Eintracht-Museum hat in den vergangenen zwei Jahren zu einem Umdenken und einem Besuch der heutigen Gedenkstätte geführt, wie filmisch dokumentiert wurde: https://www.youtube.com/watch?v=SI94R6Pgkno

Rachegelüste habe er nie gehabt, dennoch habe er eine große Trauer über verpasste Chancen und auch die inneren Narben seien geblieben. Er sei in seinem Leben jedoch zufrieden gewesen, so dass auch seine Seele gesund geblieben sei.

Abschließend richtet er einen eindrücklichen Appell an unsere Schüler:innen, sich immer selbst eine Meinung zu bilden, kritisch zu sein und gegen jede Form von Diskriminierung vorzugehen.

Dafür, dass er uns heute am Heinrich-von-Gagern-Gymnasium, über sein bewegtes Leben berichtet hat, sind ihm alle Beteiligten sehr dankbar.

Vielen Dank auch an Herrn Dr. Fachinger vom Bistum Limburg, der das Gespräch in Zusammenarbeit mit Herrn Raab ermöglich hat.

Biographie von Helmut Sonnenbergs Schwester:  Lilo Günzler, „Endlich Reden“. Lilo Günzler war 2014 bei uns an der Schule zu Besuch: https://archiv.hvgg.de/index.php?mode=article&id=2451&navid=291

Text: Iris Hofmann, Fotos: Hendrik Raab

Politische Prominenz am Gagern

Anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl werden wir am Freitag, dem 17.09.2021, die folgenden Direktkandidatinnen und -kandidaten des Wahlkreises 183 (Frankfurt II) zu einer Podiumsdiskussion in unserer Aula begrüßen dürfen:

  • Dr. Achim Kessler (Die Linke)
  • Dr. Thorsten Lieb (FDP)
  • Kaweh Mansoori (SPD)
  • Omid Nouripour (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Bettina Wiesmann (CDU)

Der Abend, zu dem wir unsere Schulgemeinde herzlich einladen, wird von den Schülerinnen und Schülern unseres Leistungskurses Politik & Wirtschaft (Q3) organisiert. Bitte beachten Sie, dass maximal 120 Personen teilnehmen können, dabei haben Schülerinnen und Schüler Vorrang. Wir bitten um Verständnis, dass die Teilnahme nur nach Anmeldung über das schulintern kommunizierte Online-Formular​ möglich ist.

Feierliche Einschulung unserer neuen Schüler

Von Heinz-Georg Ortmanns

In jedem Jahr stellt die Einschulungsfeier ein besonderes Ereignis dar – die Schulgemeinde empfängt mit ihren jüngsten Mitgliedern ja ihre Zukunft und für die neuen Schüler beginnt mit dem Wechsel aufs Gymnasium ein wichtiger neuer Lebensabschnitt.

Unsere Schule bemüht sich daher traditionell, den neuen Schülerinnen und Schülern die Gewissheit zu vermitteln, sich für die richtige Schule entschieden zu haben, an der sie willkommen sind. Um das Ansteckungsrisiko so klein zu halten wie möglich, wurde jede Klasse einzeln eingeschult, so dass für jede Familie viel Platz zur Verfügung stand. Unter Leitung von Dr. Schmidt sorgte das kleine Orchester unter der Leitung von Dr. Schmidt mit gewohnter Meisterschaft für den ansprechenden musikalischen Rahmen. Im Anschluss wies der Orchesterleiter auf die zahlreichen Möglichkeiten hin, sich am reichen musikalischen Leben, für das das Gagern ja berühmt ist, zu beteiligen und sich  bei einer Vorführung von Instrumenten aus dem Fundus der Schule gegebenenfalls zum Erlernen eines neuen Instruments verführen zu lassen.

Flankiert von den Mentoren der Klasse nahmen die Klassenlehrer/innen mit großer Herzlichkeit die neuen Mitglieder ihrer Klasse in Empfang und versorgten sie mit dem Gagern-Button als Zeichen ihrer Zugehörigkeit zur Schulgemeinde. Dr. Köhler verwies in seiner herzlichen Ansprache darauf, dass viele Familien nach guten Erfahrungen mit der Schule uns immer wieder auch jüngere Geschwisterkinder anvertrauen, weil sie wissen, dass sehr viel unternommen wird, um die Schullaufbahn der Kinder erfolgreich zu gestalten. In diesem Sinne können sich die Sextaner 2021 ja schon einmal versuchsweise darauf einstellen, in den nächsten Jahren jüngere Geschwister mit der Kennerschaft der Routiniers durch die ihnen dann sicher schon höchst vertrauten Räume zu führen.

Herzlich Willkommen!

Am Dienstag, den 31. August, war es soweit. Wir durften unsere neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler am HvGG begrüßen.

Vielen von Ihnen stand die Aufregung, aber auch die Vorfreude und gespannte Erwartung ins Gesicht geschrieben, manchen Eltern und Großeltern übrigens auch.

Aufgrund der pandemischen Lage mussten alle, die an der Einschulungsfeier teilnehmen wollten, also die Eltern, Großeltern, Geschwister, Freunde und natürlich unsere neuen Schülerinnen und Schüler am Eingang zur Schule nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind.

Außerdem konnte die Feier nicht gleichzeitig für alle vier Klassen stattfinden. Vielmehr gab es vier Feiern im Stundentakt. Dennoch gaben wir unser Bestes, unsere neuen Mitglieder der Schulgemeinde in einem möglichst festlichen und fröhlichen Rahmen zu begrüßen. Unser Direktor, Herr Dr. Köhler, begrüßte jede Schülerin und jeden Schüler mit einer Verbeugung. Das Unterstufenorchester unter der Leitung von Dr. Schmidt sorgte für die musikalische Begleitung.

Herr Dr. Köhler, hielt eine feierliche Willkommensrede, in der er betonte, dass die „Neuen“ ab sofort nicht am Gagern, sondern wie alle anderen Schülerinnen und Schüler das Gagern seien. Er versprach ihnen, im Falle irgendwelcher Probleme oder Sorgen stets für sie ein offenes Ohr zu haben. Als Unterpfand dieses Versprechens erhielten die Schülerinnen und Schüler den Gagern-Button, der einen symbolischen Schlüssel zu Herrn Köhlers Büro darstellt.

Zum Ende der Feier begrüßten die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer mit den Mentorinnen und Mentoren ihre neuen Schülerinnen und Schüler und begleiteten sie in den Klassenraum.

Auch noch einmal von dieser Stelle aus: ganz herzlich willkommen, viel Freude und spannende Erlebnisse bei uns!

Zeitzeugengespräch mit Frau Anna Janowska-Ciońćka am Heinrich-von-Gagern-Gymnasium am 24. Juni 2021

In Zusammenarbeit mit dem Zeitzeugenprojekt im Bistum Limburg, das von Herrn Dr. Marc Fachinger an Schulen betreut wird, und dem Maximilian-Kolbe-Werk aus Freiburg durfte unsere Schule am 24. Juni von 10 Uhr bis 11.30 Uhr die Zeitzeugin Anna Janowska-Ciońćka (geb. 1936) digital aus Krakau empfangen. Sie wurde uns über ein Zoom-Meeting zugeschaltet, wobei Frau Maryna Rubczyńska, die ebenfalls aus Krakau live mit uns verbunden war, simultan ins Polnische und Deutsche übersetzte. Die Bilder ihrer Präsentation wurden von Frau Dr. Danuta Konieczny vom Maximilian-Kolbe-Werk in Freiburg als Bildschirm geteilt. 

Ursprünglich waren zu dieser Veranstaltung nur die drei Kurse Evangelische Religion von Herrn Baum und Katholische Religion von Frau Rover, Frau Hauk und Herrn Waller aus der Jahrgangsstufe 9 in die Aula eingeladen. Herr Dr. Fachinger wurde von Herrn Dr. Köhler vor Beginn der Veranstaltung begrüßt; Herr Czudai und Frau Vollrath führten das Publikum in die Veranstaltung ein und begleiteten sie. 

Anschließend berichtete unser virtueller Gast von Kindheitserinnerungen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Sie stammt aus einer polnisch-jüdischen Familie aus Rabka, einem etwa 50 km von Krakau entfernt liegenden Ort. Ihre beiden Großmütter und ein Großvater wurden von den Nationalsozialisten ermordet und sie selbst wurde mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Ewa aus ihrer Wohnung vertrieben und musste in ein Ghetto ziehen. Dort sollten auch sie erschossen oder von dort in ein Konzentrationslager verschleppt werden, doch sie überlebten den Holocaust durch die Hilfe eines Polen, der sie bei sich unter Lebensgefahr versteckte. 

Zu dem Vortrag wurden Bilder von konkreten Orten und Personen gezeigt, so dass die Erzählung besonders anschaulich wirkte. Frau Rubczyńska übersetzte simultan ins Deutsche und in den folgenden 45 Minuten die Fragen der Schüler*innen an Frau Janowska-Ciońćka direkt für sie ins Polnische. 

Die Zeitzeugin war überaus angetan von unserem regen Interesse an ihrer Biographie. Für viele Schüler*innen war besonders beeindruckend, dass und wie Frau Janowska-Ciońćka ihr Schicksal in Worte fassen und es uns mitteilen konnte. Die Grenzen zwischen Geschichts- und Religionsunterricht wurden aufgehoben und auf faszinierende Weise von einer Person veranschaulicht, die das alles selbst erlebt hatte. Insgesamt waren alle Teilnehmenden sehr aufmerksam und hörten mit großer Disziplin und gutem Durchhaltevermögen zu. 

Unser besonderer Dank gilt der Technik-AG, die den Auf- und Abbau geleistet und sich während des Gesprächs um die Übertragung in Bild und Ton in der Aula gekümmert hat. 

Für die Fachschaften Religion

Johannes Waller 

Prof. Dr. A. Schmitt zu Gast am HvGG

„Ohne Griechisch und Latein lebt man in Europa wie im Nebel“

Am vergangenen Montag hatte das Gagern die Ehre, den international bekannten Philologen Prof. Dr. Arbogast Schmitt aus Marburg/Berlin begrüßen zu dürfen. Sein Vortrag wurde in unserer nahezu voll besetzten Aula von einem Publikum aus Lehrern, Eltern und Schülern des HvGG, aber auch des Lessing-Gymnasiums gespannt erwartet.

Nach einer Ansprache unseres Schulleiters Herrn Dr. Köhler, der die Wichtigkeit des Latein- und Altgriechischunterrichts aus einer bildungspolitischen Perspektive beleuchtete, begann Prof. Schmitt seinen Vortrag mit dem Thema „Ohne Griechisch und Latein lebt man in Europa wie im Nebel“. Ohne sich davor zu scheuen, auch ‚mal ins Detail zu gehen, konnte Prof. Schmidt dem Vorurteil einer toten und somit heutzutage irrelevanten Sprache entgegenwirken und uns dabei auf überzeugende und mitreißende Weise verdeutlichen, wie die alten Sprachen das Fundament für die gesamte Neuzeit bilden und man erst durch ihr Erlernen das Europa von heute wirklich verstehen kann.

Die anschließende Gesprächsrunde gab sechs Schülern des HvGG die Möglichkeit, ihre ganz persönlichen Fragen an Prof. Schmitt zu stellen. Einen derartig renommierten Altphilologen einmal in unserer Aula hören zu können, war ein ganz besonderes Erlebnis.

von Ajit Mistry (Q2)

Podiumsgespräch mit Barbara Klemm

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Am Mittwoch um 19:30 Uhr versammelten sich viele Oberstufenschüler, Ehemalige, Lehrer und Eltern in der Aula unseres Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums, um das Podiumsgespräch mit Barbara Klemm zu verfolgen.
Das Gespräch führten an diesem Abend Frau Vollrath sowie die Schüler Sophie Grapentin, Rianna Rogge und Wilhelm Unkelbach aus der Q3.
Nach der äußerst herzlichen Willkommensrede, in der sich Herr Mausbach als ein „Groupie“ von Barbara Klemm outet, beginnt das Gespräch vor vollem Haus.
Zuerst scheinen die Schüler bei ihren Fragen noch nervös, allerdings legt sich diese Nervosität bald.
Barbara Klemm beantwortet alle Fragen mit großer Geduld, Souveränität und Humor und verhält sich damit eher wie ein Fernsehstar, als eine Frau, die von sich selbst sagt, dass es für sie als Photographin wichtiger sei, sich im Hintergrund zu halten, als sich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu bewegen.
Sie gibt interessierten Photographen den Tipp, dass sie sich um ein gutes Verhältnis mit der zu photographierenden Person bemühen sollen.

Veranstaltung mit Barbara Klemm

Nach dem Gespräch haben alle nochmal die Chance sich persönlich mit Frau Klemm zu unterhalten, dazu hat man die Möglichkeit sich ein Exemplar ihrer Bücher signieren zu lassen.
Das SV-Team schenkte Wein und Sekt aus.
Ein besonderer Dank gilt den drei Schülern und Frau Vollrath, die das Gespräch führten und Herrn Scholder, der sich um die technische Untermalung kümmerte.