Ein Familienaufenthalt mit Schulbesuch in Italien/Trient vom 18. September bis 1. Oktober 2022

Von Raffaella Sgrosso und Laura Fahrschon

Dieses Jahr habe ich Laura Fahrnschon, eine Schülerin aus der Italienisch-Klasse (Ed), dem Pädagogischen Austauschdienst (PAD) vorgeschlagen, um sich für einen zweiwöchigen Aufenthalt in Italien/Trient zu bewerben.

Die Provinzregierung der Autonomen Provinz Trient hat nämlich in diesem Jahr 43 deutsche Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland zu einem Familienaufenthalt mit Schulbesuch in Italien eingeladen.

Laura war glücklicherweise eine unter den 43 Bewerber:innen, die im September zusammen mit zwei Begleitlehrkräften von München nach Trient gefahren sind.

Dort hat Laura in einer Gastfamilie mit zwei Kindern gelebt und deren Schule besucht. Zusätzlich hat sie mit der ganzen Gruppe Ausflüge unternommen.

Herzliche Glückwünsche an Laura, die sich für diese neue Erfahrung bereit erklärt hat und vielen Dank an ihre Familie, die sie bei diesem Schritt begleitete!

Hier Lauras Bericht:

Auslandsaufenthalt in Italien

Vor kurzem war ich für 2 Wochen in Italien, genauer gesagt in der kleinen Stadt Trient im Norden Italiens. Vor der Ankunft war ich zunächst relativ aufgeregt und machte mir Gedanken bezüglich meiner Gastfamilie, doch das änderte sich schnell, als ich herzlich von ihnen begrüßt und zum Pizzaessen eingeladen wurde. 

Die nächsten Tage ging ich mit meiner Gastschwester in die Schule (Liceo Classico „Prati“) und nahm an ein paar vom Veranstalter organisierten Ausflügen teil. Wir, also alle Deutschen und ihre Gastgeschwister, fuhren beispielsweise gemeinsam an den Gardasee, nach Malcesine, oder besuchten ein paar Städte in der Umgebung wie Rovereto oder Verona. Dort hatten wir meist zuerst eine kleine Stadtführung und durften uns dann selbständig umsehen und hatten Freizeit. 

Für mich persönlich war die Schule nur nicht ganz so spannend, weil alle dort logischerweise Italienisch gesprochen haben und das sehr schnell, weshalb ich öfter kaum etwas verstanden habe. Außerdem hatten wir sehr viel Griechisch, was ich ja gar nicht kann und von den Lehrern wurden wir auch nicht wirklich einbezogen. 

Die Zeit hätte ich lieber in der Familie verbracht, denn dort wurde ich gut in den Alltag integriert habe wirklich Einiges gelernt. Nicht nur italienische Vokabeln, sondern auch viel über die Kultur. Zum Beispiel die Essgewohnheiten oder auch original italienische Rezepte. In der kurzen Zeit konnte man sich jedoch kaum richtig kennenlernen, was echt schade war, da wir uns sehr gut verstanden haben und ich gerne noch mehr gelernt hätte.

Für mich war es sehr interessant, die verschiedenen Kulturen miteinander zu vergleichen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken, den Alltag einer anderen Familie mitzuerleben und ein Neues Land nicht nur aus der Tourismusperspektive kennenzulernen. Zusammen mit meiner Gastfamilie und dem Veranstalter hatte ich eine gute Mischung aus Tourismus und dem wirklichen italienischen Leben, indem ich in Museen und in anderen Städten an den typischen Tourismus Hotspots, wie beispielsweise der Balkon von Romeo und Julia in Verona, war, aber auch zu etwas versteckten Seen gewandert bin und die alten, traditionellen Läden gesehen habe.

Für mich war es eine sehr schöne Erfahrung, die ich so jederzeit gerne wiederholen würde.

Laura Fahrnschon, Ed


Scambio individuale Bologna-Francoforte 2022

Es ist gefühlt schon lange Tradition, dass die Italienischkurse des HvGG einen Austausch in die Emilia Romagna nach Bologna macht. Nachdem der offizielle Austausch für unseren Kurs wegen der Coronapandemie nicht stattfinden konnte, haben wir mit Frau Sgrosso kurzerhand geplant, den Austausch individuell zu veranstalten. Durch einen Kontakt von Frau Sgrosso konnten sieben Schüler*innen aus der Q2 und Q4 unserer Schule sieben italienische Schüler*innen vom Liceo Luigi Galvani in Bologna finden, die an dem Austausch teilnehmen wollten.

Nach Planungstreffen, Videokonferenzen, Telefonaten und Unterhaltungen, was wir in Bologna alles machen wollen, ging es dann am Ostermontag los und es hieß „Benvenuti a Bologna“. Dann haben wir unseren Aufenthalt direkt mit den Feierlichkeiten zu „Pasquetta“ (= kleines Ostern) begonnen.

In der darauffolgenden Woche haben wir Bologna von vielen Seiten gesehen: Wir haben jeden Tag in einem niedlichen kleinen Café direkt im Palazzo Re Enzo, an der Piazza Maggiore, gefrühstückt, haben die Stadt entdeckt, sind abends gemeinsam rausgegangen, haben die bolognesische Küche erkundet und in den vielen großartigen Museen Bolognas die Kunst und Geschichte der Stadt kennengelernt. 

Jetzt wissen wir genau, warum Bologna auch „la rossa, la grassa, la dotta“ genannt wird und haben die Stadt alle in unsere Herzen geschlossen.

Wir haben sogar einen Ausflug nach Florenz gemacht, wo wir die reiche Geschichte der Stadt gesehen und auf den Spuren von Dante Alighieri gewandert sind.

Nach dieser intensiven Woche wollten wir gar nicht mehr zurück. Es hat so viel Spaß gemacht, ‚la dolce vita‘ zu leben, Italienisch zu sprechen und unsere Sprachkenntnisse zu verbessern.

Und doch sind wir alle schweren Herzens am Ende der Woche zurückgekehrt.

Und nun ist auch der zweite Teil des Austauschs zu Ende, da die Italiener in den letzten zwei Wochen bei uns waren. Wir haben ihnen Frankfurt gezeigt, waren auf dem Main Tower, am Langener Waldsee und haben schöne Abende in Bars, am Main, in Restaurants oder als Gruppe zu Hause verbracht. Um es ihnen gleich zu tun, sind wir mit unseren Austauschpartner*innen ebenfalls in eine andere Stadt gefahren und haben zusammen Stuttgart unsicher gemacht. Wir waren dort im Mercedes-Benz-Museum, waren auf dem Killesberg, haben gut gegessen und sind in der Innenstadt gebummelt.

Es ist für uns alle schade, dass es schon vorbei ist. Wir sind aber umso glücklicher, dass wir sowohl in Bologna als auch in Frankfurt eine so schöne Zeit als Gruppe hatten.

Maja, Wilma, Dea, Emiliano, Samuel, Tatiana und Natalie

Schüleraustausch Bologna-Frankfurt 2022

Erstes Treffen – am Gagern


Nach monatelanger Planung hieß es dann am 25. September endlich Benvenuti a Francoforte, bolognesi! Damit begann der diesjährige Schüleraustausch mit unserer italienischen Partnerschule, dem Liceo Augusto Righi, aus Bologna. Es war der erste Austausch seit Beginn der Pandemie. Und so haben wir mit unserer Italienischlehrerin, Frau Obermöller, und Herrn Dr. Kühnlein im Vorfeld alles dafür getan, dass es wie jedes Jahr ein unvergessliches Erlebnis wird.

In den Wochen zuvor haben wir, der Italienischkurs Q1, alle bereits regen Kontakt mit den 18 italienischen Schülerinnen und Schülern aufgenommen, doch wir haben sie noch nie in Person gesehen. Umso größer war die Aufregung am Sonntagabend, als wir alle sehr gespannt am Frankfurter Hauptbahnhof auf ihre Ankunft gewartet haben. Wir haben sie mit Plakaten und zahlreichen Umarmungen begrüßt. Aller Anfang ist natürlich schwer, doch dank der intensiven sprachlichen Vorbereitung im Italienischunterricht konnten wir schnell miteinander kommunizieren. Nach dem Empfang wurden alle Austauschschüler zu ihren Gastfamilien gebracht, wo bereits ein Abendessen auf sie wartete. Dabei lernten sie uns und unsere Familien näher kennen. Danach habe ich meinem Gast Edoardo auch einen ersten Einblick in unsere urbane Stadt gegeben.


Der erste ganze Tag begann am Montag mit Frühstücksei, Fleischsalat und Forelle. Hier wurden bereits die ersten kulinarischen Unterschiede im Bezug auf die Frühstückskultur sichtbar. Danach machten wir uns mit der U-Bahn auf dem Weg, denn dort begann für unsere Partner der Schulalltag am HvGG. Der Mathe-Leistungskurs war da für Edoardo ein einfacher Einstieg, weil die Sprache in dem Fach für ihn simpel und damit leichter zu verstehen war. Danach haben wir zusammen ein piccolo rinfresco in der Aula aufgebaut. Wir konnten nicht nur die leckeren Snacks der Eltern genießen (Dankeschön nochmal!), sondern auch die Gespräche mit den italienischen Schülern und Lehrern. Nach einer kurzen Ansprache unseres Schulleiters, Herrn Dr. Köhler, machten wir uns auf den Weg zum Zoo, wo die erste Etappe unseres gemeinsamen Stadtrundgangs begann. Jeder von uns hat eine kurze italienische Präsentation zu einer Frankfurter Sehenswürdigkeit vorbereitet, die einen guten Einblick in das facettenreiche Frankfurt gegeben hat. Auch wenn das Wetter zu wünschen übrig ließ, war der Spaziergang am Main, von der EZB zur Paulskirche, auch ideal, um uns besser kennenzulernen. Anschließend erkundeten wir die Hauptwache, bevor wir allesamt zu unseren Gastfamilien zurückkehrten. Nach dem Abendessen trafen wir uns noch auf der Zeil, wo wir in der längsten Einkaufsstraße Europas flanierten.


Der zweite Tag war für uns Frankfurter ein Schultag wie immer, die Gäste aber hatten ein reichliches Programm. Nach einer Doppelstunde Italiano con Italiani, in der sie als Hilfslehrer den Italienisch-Anfängern aus der achten Klasse die dritte Fremdsprache beibrachten, lernten sie den bekanntesten Frankfurter, Johann Wolfgang Goethe, in seinem Geburtshaus kennen, denn dieser war Wanderer zwischen Italien und Deutschland. Und sie bekamen die Gelegenheit, wie in Goethes Zeiten mit der Gänsefeder zu schreiben. Die stadtgeschichtliche Entwicklung von Mainhattan beleuchteten sie danach bei der Führung „Frankfurt von Einst bis Jetzt“ im Historischen Museum. Dann die deutsch-italienische Shoppingtour in der Innenstadt – die ließen wir Deutsche uns aber nicht nehmen. Das Abendprogramm musste dann aber aufgrund von Unerwartetem ins Wasser fallen: Seit wann braucht man fürs Billardspielen eigentlich einen Personalausweis?! 


Am dritten Tag hatten Edoardo und ich einen gemeinsamen Schultag. Besonders der Geschichtsunterricht bereitete meinem Gast Freude, denn wir haben die Revolution von 1848 behandelt, die in der Frankfurter Geschichte besonders interessant ist. Nach einem kurzem Zoobesuch der Gäste stand für Edoardo in der sechsten Stunde wieder Italienischunterrichten auf dem Plan, diesmal aber mit uns! Die Italiener präsentierten uns den Song „Zitti e buoni“, von der italienischen Band Måneskin, die damit im letzten Jahr den Eurovision Song Contest gewonnen haben. Danach aber trennten sich unsere Wege, denn wir Frankfurter mussten wieder mal zum „Unterricht nach Plan“, während die ragazzi in das Filmmuseum gehen durften, wo sie einen Einblick in die Entwicklung des Films erhielten. Das Highlight waren jedoch die Trickfilme, die sie dort produzierten und die wir alle später bewunderten. Der gemeinsame Filmabend mit „Der Name der Rose“ fiel dann flach, weil alle nach den eigenen Filmproduktionen zu erschöpft waren. Das Kartenspielen nach dem Abendessen ließen wir aber nicht ausfallen!


Der vierte Tag stand ganz im Zeichen der deutschen Romantik und ein Ausflug ins Rheingau war unser Programm. Auf der Zugfahrt nach Eltville unterhielten wir uns über die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Italien, die den Austauschschülern bisher aufgefallen waren. Nach einer kurzen Erkundung von Eltville ging es weiter zum Kloster Eberbach. Nutzung und Bedeutung des Klosters im Mittelalter banden die Museumsführerinnen an den weltbekannten Film „Der Name der Rose“ an, der dort mit Sean Connery als Mönch gedreht wurde. Nach kolossal kalten Klosterkellern nun Rüdesheimer Rhein-Romantik! Erst eine Waffel mit Blick auf den Rhein, dann eine Bootsfahrt auf dem Fluss. Wir hatten Glück mit dem Wetter (es regnete dann doch nicht…😉) und so konnten wir unter anderem das Hessendenkmal und die Burgen am Rhein in ihrer vollen Pracht bewundern. Zurück in Frankfurt stellten wir fest: Was kann noch kühler bzw. cooler sein als eine Bootsfahrt auf dem Rhein? Genau, Schlittschuhfahren! Und so beendeten wir den „romantischen“ Ausflug in der Frankfurter Eissporthalle.


Der fünfte Schultag bereitete unseren Gästen keine sprachlichen Schwierigkeiten; in der ersten und zweiten Stunde hatten wir Englisch, danach stand eine Führung in der Europäischen Zentralbank auf dem Programm, und diese war auf Italienisch. Am Mittag verabschiedete Herr Dr. Köhler unsere Freunde aus Bologna ganz herzlich. Danach aber wieder auf Deutsch: Ein Spaziergang durch die Gebäude der Goethe-Universität im Westend mit Prof. Dr. Werner Plumpe und dem Gagern-Alumnus Florian Kavermann. Doch nun war schon Freitag; unser Treffen in Frankfurt neigte sich dem Ende zu und wir spürten die Melancholie des bevorstehenden Abschieds. Am Abend ein letztes Treffen beim „Wagner“, einem typisch hessischen Äppler. Wir aßen wie die typischen Frankfurter: Handkäs‘ mit Musik, aber auch Rippchen und Leiterchen mit Bratkartoffeln sowie Grüne Soße. Selbst Eisbein mit Sauerkraut probierten wir! Letzteres wurde für manche von uns eine Herausforderung, doch mal eine echte Alternative zur pasta al pomodoro. Doch damit nicht genug: Raphael organisierte noch eine kleine Party bei sich zuhause, wo wir den Austausch mit Tanzen, Lachen und Singen ausklingen ließen.


Am letzten Morgen mussten wir todmüde die italienischen Schüler (oder, wie sie gelernt hatten: „Leuteee!“) am Bahnhof verabschieden. Nach einer prall gefüllten Woche hieß es dann Arrivederci, bolognesi! Ci vedremo fra due settimane! Wir bleiben in Kontakt, denn in zwei Wochen werden wir uns schon wiedersehen – dieses Mal in Italien.

Und diesen Artikel schreibe ich schon auf der Fahrt zu unserem zweiten Treffen, schaue aus dem Zugfenster und sehe bereits das Bahnhofsgebäude von Verona… Also noch eine Stunde bis Bologna…

Text: Matteo Roberto Cornelli, Q1 (AG Schülerredaktion)


Die italienischen Gäste haben dankenswerterweise diesen Rückblick zum Schüleraustausch erstellt:


Einige Impressionen von der Woche:


Und hier noch die Meisterwerke, die beim Deutschen Filmmuseum entstanden sind:

Rückblick der FfM-Woche – Videobericht

Der vollständige Bericht ist hier zu finden.

Die italienischen Gäste haben dankenswerterweise diesen Rückblick zum Schüleraustausch erstellt:

Visit „Bucky the Badger“ in Madison

Um nach Madison zu gelangen sind wir heute morgen um 7:30 mit einem typischen Schulbus losgefahren.

Die Fahrt dauerte knapp drei Stunden. Der erste Anblick, der sich uns bot, war das Kapitol von Wisconsin. Das Kapitol erinnert stark an das Kapitol in Washington DC durch seine Kuppel.

Nachdem uns der Fahrer aus dem Bus ließ, gingen wir erst einmal in das Veteranen-Museum, das gegenüber des Kapitols gelegen ist. Im Museum konnten wir sehen, dass die USA durchaus anders auf ihre Kriege zurückblicken. 

Danach gingen wir in das Kapitol gegenüber. Dieses ist aufgeteilt in Supreme Court, Senate, Assembly und Government.

Wir haben eine Führung von einer netten Dame bekommen. Sie erklärte und zum Beispiel, dass dies das dritte Kapitol von Wisconsin ist, da das erste zu klein war und das zweite abgebrannt ist. Dies geschah, da alles verfügbare Löschwasser durch die kalten Temperaturen eingefroren war.

Der erste Raum hatte eine große Glasdecke und vier Gemälde, auf denen die Transportmittel verschiedener Zeiten zu sehen waren.

Der zweite Raum beherbergt den Supreme Court von Wisconsin. Der Raum besaß einen sehr wertvollen Mahagoni-Tisch, der unersetzlich sei, da man dieses Holz nicht mehr bekommen kann.

Der dritte Raum war der kleine Senatssaal, hier vertritt ein Abgeordneter 180.000 Personen in Wisconsin. In diesem erklären die Bilder an den Wänden die Handelsbeziehungen, die durch den Panama-Kanal geschaffen wurden. Dieser verbindet über die USA die östlichen asiatischen Länder mit den westlichen europäischen Ländern.

Der vierte Raum war der große Senatssaal. In ihm finden drei mal mehr Leute Platz als im kleinen Senatssaal. Alle Entscheidungen, die hier getroffen werden, werden live übertragen und jeder kann sich oben in den Raum als Zuschauer dazu setzen. Über dem Vorsitz thront der Adler „Abe“, das Wappentier der USA.

Nach der Führung durften wir auf das Dach des Kapitols, wo uns ein atemberaubender Blick über die Stadt geboten wurde.

Nach dem Lunch bei „Noodles and Co“ bekamen wir eine Führung über den Unicampus von Madison. Diese Fakten sind uns im Kopf geblieben:

Der Campus beherbergt 47.000 Studierende, die auf Klassen mit ca. 31 Studenten aufgeteilt sind. Um ein Jahr dort zu studieren, muß mann in etwa 42.000$ zahlen. Die Uni besitzt 14 Büchereien und 6 Mensen. Der Campus ist fußläufig zu erreichen, so dass ständig Studierende unterwegs sind.

Die Tour endete mit einer wunderschönen Aussicht auf den Lake Mendota, der im Winter so zufriert, dass sogar Autos darauf fahren können.

Text: Philipp Schuster & Raphael Rhaese; Fotos: Georg Probst & Iris Hofmann

„Go Pack Go“ – Ausflug nach Greenbay

Aufwachen, schon Tag 4 in den Vereinigten Staaten. Heute haben wir unser vertrautes Wausau verlassen und den Umkreis erkundet. Treffpunkt war in der Cafeteria um 8 und dann ging es ab in den typisch amerikanischen Schulbus. Nach zwei Stunden Fahrt mit schönem Ausblick kamen wir beim Heritage Hill an. Dort haben wir eine Führung durch die Umgebung bekommen. Dabei durften wir Wisconsins Geschichte nachverfolgen. Durch nachgebildete Häuser, Räume, Gegenstände sowie Tierfelle und Waffen wurde uns das Leben der ersten Europäer in Wisconsin nähergebracht. Die Tourguides in zeitgenössischer Kleidung haben uns viel über Handel, Gesellschaft und Militär erzählt. Nachdem viele spannende Fragen beantwortet wurden, ging es zurück in die moderne Zeit, in eine Mall. Dort haben wir zu Mittag gegessen und sind durch verschiedene amerikanische Läden gebummelt. 

Nur ein paar Ecken weiter konnte man schon das große “G” des Green Bay Packer Stadions erkennen. Dort haben wir das Stadion erstmals aus dem Fenster einer riesigen “Luxus-VIP-Suite“ gesehen und uns wurden die Erfolge der Packers präsentiert. Wir durften sogar einen Einblick in die “Backstage”-Bereiche haben, indem wir durch den Tunnel gegangen sind, durch den die Spieler der Packers vor jedem Spiel aufgeregt durchrennen. Angekommen im Stadion haben wir natürlich den berümten Cheer “go Pack go” gerufen und durften ein riesiges Echo erfahren. Wieder oben angekommen haben Nico und Theo uns mit den Football-Regeln und dem Spielaufbau vertraut gemacht. 

Einer der besten Teile des Stadions jedoch war der Souvenirshop, in dem wir Packers Armbänder, Pullis, Trikots, Kappen, Shirts und Mützen kaufen konnten, das Highlight aber waren die “cheesehats”, von denen Oskar einen gekauft hat. Ein ganz schön voller Tag, also ab zurück nach Wausau und, als sei das nicht schon genug Sport für den Tag gewesen, können wir uns heute Abend dort noch ein Fußballspiel unserer Gastschule anschauen.

Text: Lisa Queißer, Fotos: Iris Hofmann

Welcome to Highschool, welcome to Wausau

Die ersten Tage an der Highschool liegen nun hinter uns. Der Empfang war sehr herzlich und der Kontakt zu den amerikanischen Mitschülern ist entspannt und unkompliziert möglich. Neben den „klassischen“ Fächern können u.a. auch „Kochen“ oder „Autowerkstatt“ gewählt werden. Auch der schuleigene Polizist und sein Hund „Badge“ haben sich schon vorgestellt.

Der heutige Tag wurde dann zum Kennenlernen von Wausau genutzt. Zunächst wurde für die Anreise zum Startpunkt ein typisch amerikanischer Schulbus genutzt.

Im Woodson Art Museum gab es dann die international bekannte Ausstellung „Birds in Art“ zu sehen. Dort konnten u.a. detailgetreue Kunstwerke in Öl oder aus Holz besichtigt werden.

Nach einem kurzen Spaziergang gab es eine Führung durch die Lutheran Zion Church, das City Council und das Leigh Yawkey- House.

Nach der Mittagspause erfuhren wir mehr über die Hmong-People. Besonders spannend waren die Einblicke, die uns Angehörige der ersten Hmong in Wausau vermittelten.

Die tollen Herbstfarben der Bäume täuschen noch ein wenig darüber hinweg, dass es allmählich sehr kalt wird.

Wir hoffen auf weiterhin gutes Wetter, z.B. für den baldigen Ausflug zu den Greenbay Packers.

Text: Iris Hofmann und Georg Probst, Fotos: Iris Hofmann

Scambio individuale Bologna-Francoforte 2022

Es ist gefühlt schon lange Tradition, dass die Italienischkurse des HvGG einen Austausch in die Emilia Romagna nach Bologna macht. Nachdem der offizielle Austausch für unseren Kurs wegen der Coronapandemie nicht stattfinden konnte, haben wir mit Frau Sgrosso kurzerhand geplant, den Austausch individuell zu veranstalten. Durch einen Kontakt von Frau Sgrosso konnten sieben Schüler*innen aus der Q2 und Q4 unserer Schule sieben italienische Schüler*innen vom Liceo Luigi Galvani in Bologna finden, die an dem Austausch teilnehmen wollten.

Nach Planungstreffen, Videokonferenzen, Telefonaten und Unterhaltungen, was wir in Bologna alles machen wollen, ging es dann am Ostermontag los und es hieß „Benvenuti a Bologna“. Dann haben wir unseren Aufenthalt direkt mit den Feierlichkeiten zu „Pasquetta“ (= kleines Ostern) begonnen.

In der darauffolgenden Woche haben wir Bologna von vielen Seiten gesehen: Wir haben jeden Tag in einem niedlichen kleinen Café direkt im Palazzo Re Enzo, an der Piazza Maggiore, gefrühstückt, haben die Stadt entdeckt, sind abends gemeinsam rausgegangen, haben die bolognesische Küche erkundet und in den vielen großartigen Museen Bolognas die Kunst und Geschichte der Stadt kennengelernt.

Jetzt wissen wir genau, warum Bologna auch „la rossa, la grassa, la dotta“ genannt wird und haben die Stadt alle in unsere Herzen geschlossen.

Wir haben sogar einen Ausflug nach Florenz gemacht, wo wir die reiche Geschichte der Stadt gesehen und auf den Spuren von Dante Alighieri gewandert sind.

Nach dieser intensiven Woche wollten wir gar nicht mehr zurück. Es hat so viel Spaß gemacht, ‚la dolce vita‘ zu leben, Italienisch zu sprechen und unsere Sprachkenntnisse zu verbessern.

Und doch sind wir alle schweren Herzens am Ende der Woche zurückgekehrt.

Und nun ist auch der zweite Teil des Austauschs zu Ende, da die Italiener in den letzten zwei Wochen bei uns waren. Wir haben ihnen Frankfurt gezeigt, waren auf dem Main Tower, am Langener Waldsee und haben schöne Abende in Bars, am Main, in Restaurants oder als Gruppe zu Hause verbracht. Um es ihnen gleich zu tun, sind wir mit unseren Austauschpartner*innen ebenfalls in eine andere Stadt gefahren und haben zusammen Stuttgart unsicher gemacht. Wir waren dort im Mercedes-Benz-Museum, waren auf dem Killesberg, haben gut gegessen und sind in der Innenstadt gebummelt.

Es ist für uns alle schade, dass es schon vorbei ist. Wir sind aber umso glücklicher, dass wir sowohl in Bologna als auch in Frankfurt eine so schöne Zeit als Gruppe hatten.

Maja, Wilma, Dea, Emiliano, Samuel, Tatiana und Natalie

USA-Austausch 2022

Liebe Schülerinnen und Schüler, Liebe Eltern,

nach langer Pause wird es im Herbst 2022 höchstwahrscheinlich die Möglichkeit geben, unsere Partnerschule in Wausau/ Wisconsin besuchen zu können. Geplant ist die Fahrt in den beiden Wochen vor den Herbstferien, vom 9. -23.10.2022.

Der Austausch richtet sich an Schüler/innen der zukünftigen E-Phase (jetzige Klassen 9).
Die Schüler sind vor Ort in Gastfamilien untergebracht und besuchen gemeinsam mit ihren Gastgebern die Schule. Darüber hinaus sind Ganztagsausflüge geplant (wie z.B. Madison Capitol und University Campus, Wisconsin Farm Tour, Green Bay Packers Stadium, Heritage Hill o.ä.). Zum Abschluss übernachten wir zwei Tage in Chicago und bieten dort ein umfangreiches Programm (City Tour, Millennium Park, Magnificent Mile, Boat Tour, Navy
Pier, Willis Tower).

Bei Interesse füllen Sie bitte die Voranmeldung aus und lassen Sie diese bis 9. Mai Herrn Probst oder Frau Hofmann zukommen.

Una bella conoscenza – Eine schöne Bekanntschaft

Ein Bericht von Giulia Mudrack und Amelie Trummer aus dem Italienisch-Unterricht (It-E/Q3)

Habt ihr schonmal von Autismus gehört? Bei Andrea, in Italien ein Männer-Name, wurde diese Entwicklungsstörung festgestellt, als er drei war. Autismus tritt in verschiedenen Formen auf: So haben Autisten manchmal Probleme im alltäglichen Umgang mit anderen und haben Schwierigkeiten beim Sprechen. Doch, dass ein „bisschen anders sein“ nicht schlecht oder komisch ist, merken wir, wenn wir Andreas Geschichte hören: Ein Buch namens „Se ti abbraccio non aver paura“ (Wenn ich dich umarme, habe keine Angst) erzählt über Andreas Reise quer durch die USA und Lateinamerika mit seinem Vater Franco. Der Titel des Buches ist inspiriert von einer Eigenschaft von Andrea, die ihn dazu veranlasst, ständig Leute zu umarmen. Über diese Reise hatte Franco dem Autor Fulvio Ervas berichtet, der im Anschluss dieses Buch geschrieben hat, das auch verfilmt wurde. Mittlerweile ist Andrea, der während der Reise gerademal 17 war, 28 und lebt alleine. Er hat auch schon selber ein Buch geschrieben. Kennengelernt hat unser Italienisch-Kurs Andrea zunächst durch unsere Italienischlehrerin Signora Sgrosso, die uns über ihn erzählte und seine Geschichte in unseren Unterricht eingebunden hat.

Besonders engagiert arbeiten die beiden in ihrer Stiftung „I Bambini Delle Fate“ (Die Feenkinder – https://www.ibambinidellefate.it/), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, mit Projekten das Leben von Familien zu verbessern, die täglich mit den Herausforderungen des Autismus leben. Auch sollen Autisten besser in die Gesellschaft eingebunden und ihnen geholfen werden, auch alleine klarzukommen und wie Andrea auch selbstständig leben zu können.

Weil wir nun schon so viel über Andrea und seine Familie gehört hatten, entschlossen wir uns, ihm als Kurs eine E-Mail zu schreiben. Und groß war die Freude, als wir eine Antwort von ihm persönlich erhielten. Durch seine Antworten auf Fragen, die wir ihm gestellt hatten, konnten wir ihn noch besser kennenlernen und mehr über seine Persönlichkeit und seine Pläne für die Zukunft erfahren. Andreas Antwort war dabei sehr poetisch und philosophisch und auch geprägt von seinem eigenen Schreibstil. Er forderte uns auf noch mehr aufeinander zu achten und unsere Freundschaften zu schätzen.

Für sein junges Alter erschien uns allen Andrea schon sehr weise und erfahren und vor allem waren wir froh, einen so besonderen, freundlichen und intelligenten jungen Mann kennenlernen zu dürfen. Seine Worte und Ideen sollten wir uns alle zu Herzen nehmen und uns von ihm dazu inspirieren lassen, stets aufeinander zu achten und uns gegenseitig zu unterstützen, besonders, weil die Corona-Pandemie uns zurzeit alle belastet. Doch solche Situationen stellen auch eine Chance dar, uns den Wert von Freundschaft und Verbundenheit noch mehr bewusst zu machen.