Exkursion des Leistungskurses Chemie zur Merck KGaA in Darmstadt

Am 17. Februar 2026 unternahm Herr Kerschers Chemie-Leistungskurs der Q1/2 eine Exkursion in die Nähe von Darmstadt, um den Hauptstandort des Unternehmens „Merck“ zu besichtigen. Zum einen wurzelt das ca. 350 Jahre alte Familienunternehmen hier in Darmstadt und zum anderen befindet sich hier auch der größte Forschungs- und Produktionsstandort von Merck, an dem mehr als zwölftausend Mitarbeiter in den Bereichen Healthcare, Life Science und Electronics arbeiten.

Nach der Ankunft am Hauptbahnhof fuhren wir also zu der 1,25 Quadratkilometer großen Fläche, auf der die Gebäude der Firma eine Art eigene kleine Stadt bildeten. Nach dem Erhalt von personalisierten Besucherausweisen wurden wir in einen Seminarraum geführt, wo wir eine allgemeine Vorstellung des Betriebes, seiner Produkte und Geschichte erhielten. Der Kurs freute sich sehr über kostenlose Getränke und Minzpastillen. Da das Gelände, auf dem wir uns befanden, wahrhaftig riesig war, stiegen wir für die anschließende Tour in einen Bus und machten eine Rundfahrt. Dieser Standort von Merck besitzt, zur Verdeutlichung seiner Größe, eine eigene Müllabfuhr und sogar eine eigene Kläranlage. Die Mitarbeiter bewegen sich unter anderem mit Fahrrädern durch die Anlage und kleine Roboter überbringen Dokumente. Weiter wurden uns Betriebsabläufe grob geschildert und zum Beispiel auch Kohlenstoffdioxid-neutrale Forschungszentren gezeigt. Wir machten einen Halt bei einer Produktions- und Verpackungsstätte für herzförmige Herztabletten. In hoher Geschwindigkeit wurden die Tabletten abgepackt, in ihre Pappbox mit Beipackzettel gesteckt, fotografiert und mit anderen Boxen in Kartons verstaut. Die Angestellten waren alle sehr freundlich und sind auf jegliche unserer Fragen eingegangen.

Schließlich wurden wir noch zum betriebseigenen Learningcenter gebracht. Hier zeigten uns 4 Auszubildende das Gebäude in dem Merck neue Arbeiter anlernt. Unter anderem gab es dort Labore, aber auch Werkbänke um an Technik herumzubauen oder Schaltkreise zu erstellen. An kleineren Modellen von Maschinen und durch VR-Brillen wurde zudem das spätere Bedienen der richtigen Maschinerien der Firma geübt. Alles in allem war dieser letzte Halt hauptsächlich eine Art Rekrutierungsversuch der Firma, um die nächste Generation zu einer Ausbildung bei Merck zu bewegen. Dementsprechend gab es auch Werbegeschenke wie Kugelschreiber und Periodensysteme mit dem Firmenlogo darauf, sowie Broschüren.

Abschließend ging unser LK noch zusammen essen. In Darmstadt holten wir uns Pommes und Hühnchen und verbrachten einen lustigen Nachmittag gemeinsam, bis wir uns mit vielen neuen Eindrücken wieder in die Bahn setzten und uns nach Hause begaben. Zusammenfassend war es ein schöner und interessanter Ausflug, der uns allen viel Spaß bereitet hat und einen möglichen Berufsweg für uns Chemie-LK-Schüler aufzeigte. Allerdings hätten sich einige Schülerinnen und Schüler ein anspruchsvolleres Programm und spezifischere Informationen gewünscht. Leider unterliegen die konkreten Projekte und Produktionsverfahren strengen Geheimhaltungsvorschriften. Trotzdem ein gelungener Ausflug, den wir auch dem nächsten LK empfehlen würden!

Autorin: Johanna Schilling

Der LK Chemie vor dem Eingang der Merck KGaA, Darmstadt