Heinrich-von-Gagern-Gymnasium Frankfurt am Main

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Young Ambassadors aus Tel Aviv zu Besuch im Gagern am 30.10.2017

Text:
Hannelore Ochs
Fotos:
Hannelore Ochs
Letzte Änderung:
13.11.2017
Verantwortliche/r:
Florian Kavermann

Young Ambassadors aus Tel Aviv zu Besuch im Gagern am 30.10.2017

Am 30.10.2017 hatte unsere Schule Besuch von einer Gruppe Jugendlicher aus Tel Aviv.
Es waren insgesamt neun Jugendliche aus Israel, davon zwei muslimische Mädchen und ein muslimischer Junge, die übrigen waren jüdisch. Die Gruppe wurde von einem jungen Mann und einer jungen Frau begleitet. An dem Projekt nahmen auch zwei Mitarbeiterinnen aus dem Café Müller teil. Die Leitung dieses Projektes hat seit zehn Jahren Frau Marlies Denter, Jugendbildungsreferentin des Kommunalen Bildungswerks der Stadt Frankfurt, die für den Jugendaustausch mit Frankfurts Partnerstädten zuständig ist. Sie berichtete davon, dass eine ganze Reihe Gagern-Schüler an diesem Projekt beteilig war und noch ist. Die Begegnung fand in der 1. und 2. Stunde im Studio statt. Einige Mitglieder der Technik-AG unter der Leitung von Florian Kavermann sorgten für die technischen Voraussetzungen der Präsentationen. Frau Ochs hatte für koscheres Gebäck, koschere Milch und Wasser gesorgt.

Nach einer kurzen gegenseitigen Begrüßung von Frau Denter und Frau Ochs begannen die
Gäste mit ihren kurzen Präsentationen zu aktuellen Themen in Israel quasi als
Gesprächsimpulse für das im Anschluss geplante Gespräch in kleineren Gruppen zwischen
den Gästen und den Schülern und Schülerinnen unserer Schule aus der E 1 Kurs ev. Religion (Fr. Ochs). Folgende Themen wurden behandelt: Religion in Israel, LGBT ( israel.

Organisation für die Rechte von Lesbierinnen, Homosexuellen, Bisexuellen und
Transsexuellen) und die Gay Pride Parade in Tel Aviv, Sport in Israel, Gemeinsamkeiten von Hebräisch und Arabisch, Rassismus. Die Präsentationen wurden wie die gesamte Kommunikation in englischer Sprache gehalten und waren gut verständlich, sodass die Zuhörer nicht viel nachfragen mussten.
Interessant war, dass eine der größten muslimischen Gemeinden in Israel ist. In Israel gibt es gegenüber 75% Juden 17,5% Muslime und nur 1,97% Christen.
Zum Thema LGBT erfuhren wir, dass die liberale, weltoffene und multikulturelle Stadt Tel Aviv das Zentrum im mittleren Osten für diese Bewegung geworden ist. Deshalb findet dortauch einmal im Jahr die Gay Pride Parade statt neben Paraden in Jerusalem und Haifa.

Allerdings werden in Israel gleichgeschlechtliche Partnerschaften rechtlich nicht auf eine Stufe mit Ehegemeinschaften gestellt. Der Vortrag über den Sport in Israel zeigte, dass der Fußball in Israel einen hohen Stellenwert hat. In Tel Aviv gibt es wie in Frankfurt einen Fußball-Club Maccabi. Alles ist wie bei uns. Es gibt Fan-Shirts und Fan-Schals, aber leider auch schwere Ausschreitungen im Stadion,
auch mit Feuerwerkskörpern. Neben Fußball sind noch Judo und Rugby beliebte Sportarten. Eindrucksvoll war, dass auffällige Gemeinsamkeiten zwischen der hebräischen und arabischen Sprache von einem jüdischen und einem muslimischen Mädchen (beide 16 Jahre alt) vorgetragen wurden.

Am Schluss berichteten zwei Mädchen über ihre Erfahrungen mit Diskriminierung und
Rassismus auch in Israel. Diese Präsentation endete aber überraschend mit einem Foto eines Pandas, der den Menschen den Rat gab, sich so zu mögen wie alle den Panda lieben, der doch schwarz, weiß und asiatisch ist.
Nach den Präsentationen bildeten sich zwei gemischte Gesprächsgruppen, wobei die Gäste und unsere Schüler ins Gespräch kamen, und sich die Atmosphäre deutlich auflockerte. Am Ende wurden Geschenke ausgetauscht. Die Gäste hatten aus einer Werkstatt für Jugendliche mit problematischem sozialem Umfeld eine Arbeit eines Jugendlichen mitgebracht. Frau Ochs gab dem Leitungsteam „Süße Grüße“ aus Frankfurt mit auf den Weg.

Ein sich daran anschließender Rundgang zur Kastanie der Samson-Raphael- Hirsch-Schule
und zur Gedenktafel dieser Schule neben unserem Haupteingang machte den Besuchern
deutlich, dass wir die Erinnerung an das ehemals jüdische Leben auf unserem Schulgelände wach halten. Für die Besichtigung der Aula blieb keine Zeit mehr, weil die Besucher anschließend einen Termin im Fritz Bauer Institut hatten, wohin sie von einigen Schülern begleitet wurden.


Bildergalerie

Young Ambassadors aus Tel Aviv zu Besuch im Gagern am 30.10.2017 - Bild 1
Young Ambassadors aus Tel Aviv zu Besuch im Gagern am 30.10.2017 - Bild 2
Young Ambassadors aus Tel Aviv zu Besuch im Gagern am 30.10.2017 - Bild 3
Young Ambassadors aus Tel Aviv zu Besuch im Gagern am 30.10.2017 - Bild 4

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