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Wahlhilfe per App?

Letzte Änderung:
20.09.2017
Verantwortliche/r:
Jan Czudai

Wahlhilfe per App?

Am kommenden Sonntag, dem 24. September 2017, finden die Wahlen zum deutschen Bundestag statt. Aus diesem Anlass hat der PoWi-LK der Q3 zwei Apps für IOS und Android-Smartphones getestet, nämlich den bekannten "Wahl-O-Mat" und die App "Wahl-Swiper".

Hier einige Stimmen dazu:

Parteien-Tinder – drum prüfe, wer sich ewig bindet

Ein Wisch nach links, ein Wisch nach rechts – auf diese Art sind heutzutage Millionen junger Menschen auf der Suche nach dem Partner fürs nächste amouröse Abenteuer. Und seit neuestem auch auf der nach ihrem politischen „Match“. Die Datingseite „Tinder“ hat das Liebesleben der sogenannten Millenials revolutioniert. Da ist es nur eine logische Konsequenz, dass diese Zielgruppe auch bei der Meinungsbildung zur anstehenden Bundestagswahl auf das bewährte Ja/Nein-Muster der so überaus erfolgreichen Dating-App zurückgreift. „Wahl-Swiper“ ist eine App, bei der die Nutzer 30 Fragen zu aktuellen politischen Themenfeldern durch einen Fingerwisch nach links oder rechts mit ja oder nein beantworten können. So soll in weniger als zehn Minuten etwas Klarheit in das Dickicht des Parteiendschungels gebracht werden. Angezeigt wird, welche der 27 repräsentierten Parteien am ehesten mit den eigenen politischen Überzeugungen übereinstimmen. Mithilfe der App gelingt ein kurzweiliger Einstieg in das Thema. Für einen differenzierten Überblick sind die Fragen jedoch zu verkürzt formuliert. Hier würde der Blick in die Parteiprogramme weiterhelfen.

WahlApps

Etwas altmodischer kommt hingegen der „Wahl-O-Mat“ daher. Die von der Bundeszentrale für politische Bildung entwickelte App kann durchaus als Mutter aller Wahl-Apps angesehen werden. Die App überzeugt vor allem durch den größeren Umfang sowohl der teilnehmenden Parteien als auch der vorgegebenen Fragen. Das schmucklose, unbebilderte Lay-Out der App kommt etwas langweilig daher, die Fragen zielen eher auf eine breite Wählerschaft ab als auf die Zielgruppe der Generation Y. Dadurch wirkt die App zwar seriös und auf Inhalte konzentriert, trifft aber sicher nicht den Zeitgeist der meisten jugendlichen Erstwähler.

(Anton Scherpenbach)


Wahl-O-Mat vs. Wahl-Swiper #1

Wahl-O-Mat
Die App hält, was sie verspricht. Man erhält einen guten Einblick in das Wahlprogramm der unterschiedlichen Parteien und kann diese untereinander sowie mit den eigenen Meinungen vergleichen. Wahl-O-Mat regt dazu an, sich unvoreingenommen mit den Parteien auseinanderzusetzen. Einziger Kritikpunkt: Die Fragen sind sehr allgemein gehalten und daher auch nicht mehr als eine Unterstützung für die Entscheidungsfindung.

WahlSwiper
Die App WahlSwiper ist als erste Anlaufstelle für die politische Meinungsbildung sehr geeignet. Die Fragen sind durch Informationsvideos unterstützt, sodass auch Laien sich zu Themen eine Meinung bilden können, mit denen sie sich bisher nicht auseinandergesetzt hatten. Leider sind die Inhalte der Videos nicht detailliert genug und teilweise nicht objektiv formuliert. Hinzu kommt, dass durch das gewählte Format der "ja-nein"-Fragen das System sehr wenig differenziert ist. So können vermeintliche Übereinstimmungen mit Parteien entstehen, die tatsächlich gar nicht vorhanden sind. Daher ist es letzen Endes notwendig, sich mit den Parteiprogrammen intensiver auseinanderzusetzen. Alles in allem ist es auf Grund des ansprechenden Designs dennoch ein gutes Konzept, um auch jüngere Generationen für Politik zu begeistern.

(Johanna Mosny)


Wahl-O-Mat vs. Wahl-Swiper #2

Wahl-o-Mat
Der Wahl-O-Mat bezeichnet sich selbst als „Informationsangebot“ und ist keine „Wahlempfehlung“- meiner Meinung nach eine essenzielle Deklaration der Herausgeber. Die Kernthemen der Parteien in der kommenden Wahlperiode sind in 38 Fragen zusammengefasst, denen man zustimmen, nicht zustimmen oder sich neutral dazu positionieren kann- ein wichtiges Feature der App. Zudem bietet der Wahl-O-Mat- eine „Doppelwertung“ markierter Thesen an, dadurch wird ein genaueres Ergebnis ermittelt. Leider kann das eigene Ergebnis nur mit 8 Parteien verglichen werden, unzureichend angesichts des Umstands, dass 32 Parteien zur Wahl stehen. Ergebnisse lassen sich nicht speichern, was einen späteren Zugriff auf das eigene Ergebnis nur erschwert möglich machen- der Fragebogen muss erneut ausgefüllt werden.

WahlSwiper:
Der WahlSwiper überzeugt in Punkten Design und Benutzerfreundlichkeit. Fast plakativ wirbt der WahlSwiper, die richtige Partei für den User zu finden: Ein absolutes No-Go, da eine solche App nur als zusätzliches Informationsangebot dienen kann. Die App bietet einen 30 Fragen umfassenden Fragebogen, zu denen der User nur zustimmen oder nicht zustimmen kann, eine neutrale Positionierung fehlt hier. Zu jeder Fragestellung gibt es ein kurzes Erklärvideo, was den Benutzer in einem sehr kleinem Umfang den Sachverhalt näherbringt. Die Videos sind gut animiert und erklären in wenigen Worten wichtige Kernthemen.
Die eigenen Ergebnisse können gespeichert werden und mit allen Parteien verglichen werden. Dazu verweist die App durch Links auf die Wahlprogramme der Parteien, so kann schnell auf die „Quelle“ zurückgegriffen werden.

(Paula Reihlen)


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